20 Jahre: Ruby 2.0 veröffentlicht

Obwohl die neue Ruby-Version die Nummer 2.0 trägt, soll ein Umstieg von Ruby 1.9 recht einfach sein, einfacher als von Ruby 1.8 auf 1.9, versprechen die Entwickler. Zu den Neuerungen von Ruby 2.0 zählen unter anderem benannte Parameter für ein flexibleres API-Design und mit Module#prepend ein neuer Weg, um Klassen zu erweitern. Das neue Literal %i erzeugt ein Array von Symbolen und __dir__ gibt den Verzeichnispfad der aktuell ausgeführten Datei zurück. UTF-8 ist nun die Standardcodierung in Ruby 2.0.
Hinzu kommen neue Bibliotheken wie Enumerable#lazy und Enumerator::Lazy für unendliche Lazy-Streams, Enumerator#size und Range#size zur Lazy-Größenermittlung. Mit Onigmo gibt es zudem eine neue Engine für reguläre Ausdrücke. Auch ein asynchrones API zum Behandeln von Exceptions wurde integriert.
Beim Debugging wird in der neuen Version DTrace zur Runtime-Diagnose in Produktivsystemen unterstützt und mit Tracepoint soll ein verbessertes Tracing-API zur Verfügung stehen.
Darüber hinaus haben die Ruby-Entwickler einige Optimierungen vorgenommen, die die Geschwindigkeit von Ruby-Programmen deutlich verbessern sollen. Dazu zählt eine optimierte Garbage Collection durch Bitmap Marking und Optimierungen an Kernel#require, wodurch sich die Startzeit von Rails drastisch verringern soll.
Auch die Dokumentation von Ruby wurde mit der neuen Version verbessert, so dass Ruby 2.0 zu rund 75 Prozent dokumentiert ist. Der Vorgänger Ruby 1.9.3 kommt nur auf etwa 60 Prozent.
Ruby 2.0.0(öffnet im neuen Fenster) gilt als stabil und produktionsreif. Die Software kann unter www.ruby-lang.org/de/downloads(öffnet im neuen Fenster) heruntergeladen werden.