Die goldene Macbook-Ära und das fast perfekte 2012er-Macbook
In den folgenden Jahren machte Apple in seiner Notebook-Sparte viel richtig: Die Geräte wurden zwar schlanker, waren aber aufrüstbarer denn je. Diese Entwicklung gipfelte Mitte 2012 im letzten Unibody-Macbook-Pro, ohne Retina-Display, erhältlich in 13 und 15 Zoll, das dank USB 3.0 bis zu 8 Gigabyte RAM und SSD-Nachrüstung auch heutigen Ansprüchen noch genügen kann.
Aber Apple wäre nicht Apple, hätte es nicht auch eine andere Entwicklung gegeben: Schlanker und schlanker sollten die Macbooks werden, und das Unternehmen experimentierte auch in diese Richtung: Das 2008 erstmals erschienene Macbook Air passte zwar – laut Werbespot – in einen normalen Postumschlag und setzte den Standard für die Ultrabook-Klasse. Dafür mussten User aber in Kauf nehmen, dass alles verlötet und verklebt war. Leider war das wegweisend für Apple und die ganze Macbook-Linie(öffnet im neuen Fenster) .
Das zeigte sich auch bei dem 2012 ebenfalls erschienen Macbook Pro Retina: Was sich an der Air-Serie schon Jahre vorher abgezeichnet hatte, wurde auch auf das Macbook Pro übertragen. Das zunächst als 15-Zoll-Modell erschienene Pro-Retina-Macbook hatte zwar einen umwerfenden Bildschirm mit 2.880 x 1.800 Pixeln und zahlreiche andere Verbesserungen. Allerdings hielt es auch eine deutliche Verschlechterung bereit: verlöteten RAM, damals eine Unsitte, heute bei vielen Herstellern Standard. Alles natürlich im Sinne möglichst schlanker Bauformen.
2016: Das Macbook wird zu schlank
Tatsächlich rüsteten die meisten Computernutzer aber nicht auf, sondern kauften eher neu. Dem Erfolg des Macbooks tat die Löterei und Kleberei daher zunächst keinen Abbruch. Das Debakel folgte 2016, als Apple den Bogen mit dem neuen Macbook Pro überspannte: Statt einer richtigen Tastatur wurde der anfällige Butterfly-Mechanismus verbaut, statt Funktionstasten die ungeliebte Touchbar.
Während sich die Touchbar noch bis 2022 im kleinen M2-Macbook Pro hielt, gab Apple bei den Butterfly-Keyboards bald nach: Sie verdreckten in kürzester Zeit, Reinigungsversuche konnten in teuren Reparaturen enden, zudem war der geringe Tastenhub für Vielschreiber unangenehm.
Schon wenige Jahre – und viele Rechtsstreits und Support-Fälle – später wurden wieder normale Keyboards mit Scheren-Mechanismus in den Apple-Notebooks verbaut . Allerdings hatte sich der Formfaktor des Macbook Pro inzwischen so stark an das Macbook Air angenähert, dass es zwischen den Produktlinien kaum noch Unterschiede gab, zumindest im 13-Zoll-Segment. Die leistungsfähigeren Intel-Prozessoren in den Pro-Modellen waren allerdings seit jeher für ihre Hitzeentwicklung gefürchtet: Wer ein Intel-Macbook Pro besaß, war Arbeiten unter Lüfter-Geräusch und mit angeschlossenem Netzteil gewohnt(öffnet im neuen Fenster) .
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