Und dann diese Bibliothek ...

Das würde unter anderem für den Verlust der Farben sorgen, sofern der Fernseher nicht beide Frequenzen unterstützte - hieß es. Ich wusste beim meinem TV-Modell nicht, ob es den 60-Hertz-Modus beherrscht, schlug aber trotzdem zu.

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Als die klobige US-Xbox schließlich bei mir eintraf, funktionierte alles auf Anhieb. Ich konnte Halo spielen, in echt, in Farbe und in Bunt! Dieses großartige Meisterwerk, von der Fachpresse bereits zum US-Release gepriesen als eines der besten Spiele aller Zeiten! Und mein Fazit nach zwei Tagen exzessiven Spielens? Nun ... Es ist ganz gut.

Unerfüllte Erwartungen

Ehrlich, ich war verwirrt: Das sollte der neue Heiland unter den Videospielen sein? Ein gewöhnlicher Ego-Shooter mit einer zugegebenermaßen schön bunten Grafik und stattlich großen Levels? Für mich war Halo kaum besser als das vier Jahre alte Jedi Knight - und im Vergleich zum brillanten Half-Life ein klarer Rückschritt.

Klar, die KI war außerordentlich gut und das Fahren mit den Warthog-Fahrzeugen machte Laune. Doch wo waren die cleveren Rätsel? Ein verschachteltes Leveldesign? Eine interessante Story? Irgendwie sah ich davon nichts.

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Der Anfang in der Raumstation, die von einer Allianz feindseliger Aliens überfallen wird, war noch schön dramatisch inszeniert. Mein erster Rundgang über den Halo-Ring wirkte ebenfalls cool. Und das Setting vermittelte eine richtig gute Science-Fiction-Atmosphäre. Zudem gefiel mir die Idee mit dem automatisch aufladbaren Schild, weil er mich zum ständigen Wechsel zwischen Offensive und Defensive brachte. Doch bereits ab dem dritten von zehn Kapiteln stellte sich Ernüchterung ein.

Der Mittelteil von Halo war in meinen Augen viel zu zäh. Über weite Strecken reihte sich ein Kampf an den anderen, ohne dass sich spielerisch großartig etwas änderte. Besonders schlimm: die ätzende Bibliothek des siebten Kapitels, in der ich mehrere Stockwerke durchkämmte und dabei halb wahnsinnig vor Abwechlsungsarmut wurde.

Erst das Finale war dann nochmal bombastisch. Mein damaliges Fazit fiel entsprechend aus: Toller Ersteindruck, ausgezeichneter Abgang - aber das Spiel in der Mitte haben die Macher bisweilen vergessen.

Passend dazu war ich auch mit der Grafik nicht durchweg glücklich: Während die Oberfläche des Halo-Rings mit sattem Grün und imposanten Bauten glänzte, herrschte in den Innenräumen gähnende Leere sowie graue, nur von ein wenig Purpur aufgelockerte Tristesse.

Das Einzige, was mich durch die Bank weg begeisterte, war die Klangkulisse. Sowohl die majestätische Musik von Martin O'Donnell und Michael Salvatori als auch die herausragenden Soundeffekte schmetterten 99 Prozent aller Konkurrenzspiele gegen die Wand.

Halo Infinite (Steelbook) - [Xbox One, Xbox Series X]

Eine neue Chance

Nun stehe ich 20 Jahre später vor der Aufgabe, mir das alte Halo noch einmal zu Gemüte zu führen. Doch dieses Vorhaben ist gar nicht so einfach zu bewerkstelligen: Zwar habe ich sowohl eine alte Xbox als auch eine Xbox 360 im Schrank stehen, womit ich mein Originalspiel von 2001 ausprobieren könnte. Allerdings besitzen beide Geräte keinen HDMI-Ausgang, was das Anfertigen von qualitativ guten Screenshots erschwert.

Deshalb könnte ich einfach Halo: Combat Evolved Anniversary spielen, das mir dank Halo: The Master Chief Collection (2014) sowohl auf Xbox Series X als auch am PC zur Verfügung steht. Dabei handelt es sich um ein Remake der Urfassung, dessen aufgebohrte Grafik sich per Knopfdruck auf das Niveau von 2001 runterschalten lässt.

  • In der Mitte sind die zwei Originalexemplare für die alte Xbox zu sehen; oben die US- und unten die deutsche Fassung. Links daneben liegt die Anniversary-Edition für Xbox 360, ganz rechts die Master Chief Collection für Xbox One. (Bild: Medienagentur Plassma)
  • Krisensitzung mit dem Master Chief und Captain Jacob Keyes: Aliens haben die Raumstation überrannt, weshalb der Spieler sich gleich im ersten Kapitel kräftig zur Wehr setzen muss. (Bild: Medienagentur Plassma)
  • Die Farbe Purpur ist in Halo besonders dominant und verpasst dem Spiel den perfekten Science-Fiction-Touch, wirkt in manchen Innenräumen aber etwas eintönig. (Bild: Medienagentur Plassma)
  • Die Künstliche Intelligenz Cortana steht dem Spieler im Kampf gegen die Brut der Alien-Allianz bereits im ersten Halo zur Seite. (Bild: Medienagentur Plassma)
  • Feuer frei! Diese putzigen Aliens machen gleich mit unserer Nagelpistole Bekanntschaft, deren Geschosse zielsicher auf sie einprasseln und nach ein paar Sekunden explodieren. (Bild: Medienagentur Plassma)
  • Die Steuerung von Vehikeln wie dem Warthog-Jeep war in Halo war schon immer sehr schlicht, dennoch spielen sich die Fahrzeugsequenzen sehr spaßig. (Bild: Medienagentur Plassma)
  • Ins Visier genommen: Mit einem Snipergewehr hat man auch weit entfernt stehende Gegner gut im Blick. (Bild: Medienagentur Plassma)
  • Manche Lichteffekte wie wie die Beleuchtung eines Fahrzeugs sehen nur in der Originalversion für die erste Xbox richtig gut aus. (Bild: Medienagentur Plassma)
  • Autsch, ist das heiß! Diese Laserwaffe überhitzt schnell, wenn man zu häufig mit ihr schießt. (Bild: Medienagentur Plassma)
  • Der Strand in Halo mag für heutige Verhältnisse karg aussehen, erzeugt jedoch immer noch eine malerische Atmosphäre. (Bild: Medienagentur Plassma)
  • Egal, ob Gebäude, Felswand oder Waffe: Für ein Spiel von 2001 strotzt Halo nur so vor Details und hervorragend ausgearbeiteten Polygonkonstrukten. (Bild: Medienagentur Plassma)
Die Künstliche Intelligenz Cortana steht dem Spieler im Kampf gegen die Brut der Alien-Allianz bereits im ersten Halo zur Seite. (Bild: Medienagentur Plassma)

Allerdings ist die Umsetzung technisch alles andere als perfekt und musste insbesondere am PC kräftig gepatcht werden, bis die gröbsten Technikschnitzer beseitigt waren. Des Weiteren hat Entwickler 343 Industries Sound und Musik optimiert, was sich im Gegensatz zur Optik nicht so einfach rückgängig machen lässt.

Also plane ich eine zweigleisige Retro-Fahrt: Ich möchte sowohl die PC-Version spielen, um hübsche Bilder zu schießen, als auch das Xbox-Original, um das authentische Spielgefühl zu erleben. So war jedenfalls der Plan - nur leider habe ich die Rechnung ohne meine Schusseligkeit gemacht ...

Wie bereits erwähnt, besaß ich ursprünglich eine US-Xbox mitsamt einem US-Exemplar von Halo. Letzteres befindet sich immer noch in meiner Sammlung, Ersteres fiel vor gut zehn Jahren meiner Dämlichkeit zum Opfer.

Ich hatte nämlich versehentlich das Gerät mit meiner später hinzugekauften PAL-Xbox verwechselt - und ohne Stromadapter in die Steckdose gesteckt. Die Konsequenz: Sicherung durchgehauen, Konsole gegrillt.

Zudem ist Halo eines dieser Spiele, die einen Regioncode haben. Sprich: Ich kann mein US-Original weder auf meiner PAL-Xbox noch auf meiner Xbox 360 starten. Als Alternative bliebe mir noch die Urversion von Halo: Combat Evolved Anniversary von 2011, die bereits drei Jahre vor der Master Chief Collection erschienen ist und in der das Original angeblich etwas sauberer umgesetzt sein soll.

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 20 Jahre Halo: Neustart der Konsolen-ShooterHalo sieht hier richtig gut aus! 
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Westerwald 28. Nov 2021 / Themenstart

Ich habe damals auf die PC-Umsetzung gewartet, weil ich ja sowieso immer darauf gewartet...

Potrimpo 24. Nov 2021 / Themenstart

Kwt

TonyStark 24. Nov 2021 / Themenstart

Was man jetzt noch bedenken sollte das Bungie leider nicht mehr dabei ist. Das merkt man...

Hotohori 23. Nov 2021 / Themenstart

Nach dem Artikel hab ich richtig Lust die alten Spiele noch mal zu spielen bis Infinite...

Kakiss 23. Nov 2021 / Themenstart

Also ich verbinde den richtigen Start für Ego Shooter auf Konsolen eher mit dem Nintendo...

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