20 Jahre Der Herr der Ringe: Eines der besten Ensembles der Filmgeschichte

Superlange Dreharbeiten, 19.000 Kostüme, eine große Gemeinschaft - 20 Jahre nach dem Start von Peter Jacksons Der Herr der Ringe blicken wir zurück auf dieses Mammutprojekt.

Artikel von Peter Osteried veröffentlicht am
Elijah Wood und Sean Astin bei der Premiere von Der Herr der Ringe - Die zwei Türme im Jahr 2002.
Elijah Wood und Sean Astin bei der Premiere von Der Herr der Ringe - Die zwei Türme im Jahr 2002. (Bild: Kevin Winter / ImageDirect)

Eigentlich wollte Peter Jackson den Klassiker King Kong neu verfilmen. Doch selbst mit seinem fertigen Drehbuch hatte er Schwierigkeiten, ein Studio zu finden, das dieses Projekt finanzieren wollte. Bei einem anderen Projekt gelang das erstaunlicherweise leichter - und das, obwohl es die weit größere Geschichte war.

Inhalt:
  1. 20 Jahre Der Herr der Ringe: Eines der besten Ensembles der Filmgeschichte
  2. Mortensen kam erst spät zu seiner Rolle
  3. Monatelang Nachtdrehs für die Schlacht um Helms Klamm

Die Rede ist natürlich von Der Herr der Ringe. Lange bevor Jackson offiziell verkündete, dass die Bücher von J.R.R. Tolkien als Trilogie verfilmt würden, gab es bereits Gerüchte darüber. Aus verschiedenen Quellen war auch zu hören, dass Jackson nach einer Besetzung für eine Verfilmung von Der Hobbit suchte - bis der Regisseur selbst schließlich an die Öffentlichkeit trat und erklärte, dass es um Der Herr der Ringe gehe und dass New Line Cinema das ehrgeizige Projekt finanzieren werde.

Jackson hatte das Projekt zunächst als Zweiteiler vorgeschlagen, weil er nicht glaubte, dass ein Studio sich auf drei Filme einlassen würde. Allerdings wurde er positiv überrascht. Man stellte ihm nämlich die Frage, ob man das Projekt nicht als Trilogie umsetzen solle.

Für Jackson und das Projekt war das natürlich perfekt. Besonders war, dass Jackson alle drei Filme Back-to-Back, also direkt hintereinander, drehen sollte. Für das Studio bedeutete das ein höheres finanzielles Wagnis, aber auch die Gewissheit, dass man die Filme im jährlichen Turnus in die Kinos bringen konnte. Nie zuvor hatte ein Regisseur drei Filme am Stück gedreht.

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Zusammen mit seiner Frau Fran Walsh und mit Philippa Boyens adaptierte Jackson die drei Bücher. Die Herausforderung war, Tolkiens Geschichte so auf die Leinwand zu bringen, dass sie für dieses Medium auch funktionierte.

Es ging nicht so sehr um eine völlig adäquate Verfilmung als vielmehr um den Transport der Geschichte und ihrer Essenz. Manches musste weggelassen, anderes erweitert werden.

Da die Romane sich praktisch nur mit den männlichen Figuren befassen, griff man auf den umfangreichen Appendix zurück, in dem es auch um die Liebe von Aragorn und Arwen geht. Diese Geschichte wurde zum Beispiel im Film deutlich stärker akzentuiert.

Der Herr der Ringe: Extended Edition Trilogie 4K

Wie sind die Hobbits so klein geworden?

Schon 1997, also vier Jahre vor dem Kinostart des ersten Teils, wurde an dem Projekt gearbeitet. Storyboards wurden erstellt, Alan Lee und John Howe begannen mit den konzeptionellen Zeichnungen.

Beide hatten bereits zahlreiche Illustrationen für die Romane gemacht und den Look von Der Herr der Ringe bei vielen Lesern geprägt. Die Filmdesign-Experten von Weta Workshop begannen zudem mit dem Entwickeln der Welt von Mittelerde.

Sie sollte laut Jackson so realitätsnah wie möglich sein. Bei der Umsetzung sollte man sich an historische Vorbilder halten. Um nur eine Zahl zu nennen, die verdeutlicht, wie umfangreich die Arbeiten für die Trilogie waren: Es mussten mehr als 19.000 Kostüme angefertigt werden!

Gedreht werden sollte in Neuseeland, wo Jackson auch die Firma Weta Digital für die Spezialeffekte hatte. Interessant ist bei der Umsetzung übrigens, dass man nicht nur auf State-of-the-Art-Effekte setzte, sondern etwa bei den Größenverhältnissen auch auf die sogenannte erzwungene Perspektive.

Das heißt, man drehte so, dass die Darsteller der Hobbits sehr viel weiter hinten im Bild positioniert waren und darum kleiner erschienen. Das ist eine Tricktechnik, die schon aus der Frühzeit des Films stammt.

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Mortensen kam erst spät zu seiner Rolle 
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Clown 31. Dez 2021 / Themenstart

Sehe ich genauso. Er hatte auf jeden Fall ein gutes Auge für seine Heimat. Die kommt...

Clown 31. Dez 2021 / Themenstart

Bis auf den "goldenes Zeitalter" Kram passt das auch auf Herr der Ringe (und dutzende...

LH 21. Dez 2021 / Themenstart

In diesem Video kann man davon übrigens etwas mehr sehen, vor allem aber auch einiges...

FlashBFE 21. Dez 2021 / Themenstart

Ich habe mir die Filme lange nicht gekauft. DVD kam nicht in Frage für so eine epische...

Garius 21. Dez 2021 / Themenstart

Die ganze Geschichte war nicht auf drei Filme ausgelegt. Das man so vielen Zwergen...

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