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Pro Woche 100 neue Karten

Über mangelnden Kartennachschub können sich die Hobby-Entwickler mittlerweile ebenfalls nicht mehr beklagen, im Gegenteil: Pro Woche trudeln bis zu 100 von Nutzern erstellte Szenarien ein. Rekordverdächtig! Und ein weiterer Grund dafür, dass Valve Counter-Strike längst auf dem Radar hat.

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Doug Lombardi, seit 19 Jahren bei Valve und heute Vizepräsident der Marketingabteilung, erinnert sich noch sehr genau. In der oben genannten Film-Doku sagt er: "Als Counter-Strike erschien, konnte es umgehend 8.000 Spieler vorweisen, die gleichzeitig online waren. Eine Woche später waren es bereits 12.000 und einen Monat später bereits 16.000 Spieler. Wir merkten, dass hier etwas Großes passiert und versuchten einen Weg zu finden, mit diesen Jungs zusammenzuarbeiten."

Was folgt, sind zwei lukrative Jobangebote seitens Valve, die Le und Cliffe begeistert annehmen. Gleichzeitig erwirbt das Unternehmen die Lizenzrechte an Counter-Strike und sorgt dafür, dass das Spiel schnellstmöglich die Betaphase verlässt. Am 9. November 2000 ist es schließlich soweit: Counter-Strike kommt auf den Markt, erntet fantastische Kritiken und kann bereits im Juli 2001 mehr als 250.000 verkaufte Einheiten vorweisen. Besonders erfreut ist Valve jedoch über die ständig wachsende Popularität des Spiels auf professionell organisierten LAN-Partys und ersten E-Sport-Events.

Um dieses Momentum aufrechtzuerhalten und der ständig wachsenden Shooter-Konkurrenz Paroli bieten zu können, gibt Valve noch im Jahr 2000 die Entwicklung von Counter-Strike: Condition Zero bei den US-Entwicklerkollegen von Rogue Entertainment in Auftrag. Im Gegensatz zum Ursprungsspiel steht CZ, wie Fans es oft abkürzen, leider von Beginn an unter keinem guten Stern. Erst verlässt Produzent Jim Molinet das Studio, dann geht Rogue Entertainment das Geld aus. Und schließlich verpasst auch noch Gearbox Interactive, die das Spiel unter anderem grafisch verbessern und einen Solo-Modus ergänzen, den für Ende 2002 anvisierten Veröffentlichungstermin.

Zwar übergibt Valve das Projekt als Konsequenz an Ritual Entertainment, doch auch den bei Actionspielen erfahrenen Texanern gelingt es nicht, Condition Zero den nötigen Feinschliff zu verpassen. Die Folge: Nach dem Versand erster Testmuster ist die Fachpresse nur mäßig angetan und streckenweise sogar richtig enttäuscht. Bei Valve fürchtet man zu Recht um das Image der Marke, widerruft den Goldstatus der Testversion und gibt CZ an die Turtle Rock Studios.

Doch auch deren Engagement und die Implementierung einer pfiffigen Bot-KI können ein Abdriften in die Mittelmäßigkeit nicht mehr verhindern. Bernhard F. und sein Team vom DKH-Clan sehen das ganz ähnlich: "Wir haben uns Condition Zero im Multiplayer-Modus angeschaut, fanden aber, dass er sich furchtbar spielt und haben es gelassen." Auch der Golem.de-Test der finalen Version des Spiels im Frühjahr 2004 fällt wenig positiv aus.

Source: Das Remake, das viele noch immer ignorieren

Zur selben Zeit arbeitet Valve hausintern an Counter-Strike: Source. Das Spiel läuft auf der namengebenden, auch in Half-Life 2 genutzten Source Engine und soll als Remake des Hauptspiels fungieren. Die Entwicklung läuft wesentlich geschmeidiger, und auch die Tatsache, dass Counter-Strike: Source jeder Version von Half-Life 2 kostenlos beiliegt, entpuppt sich als cleverer Schachzug.

Das Problem: Trotz eines positiven Medienechos zum Verkaufsstart am 1. November 2004 muss sich Counter-Strike: Source viel Kritik aus dem kompetitiven Lager gefallen lassen. Speziell Hardcore-Gamer bescheinigen dem Titel ein verändertes Spielgefühl, unter anderem hervorgerufen durch Ungereimtheiten in der neuen Physik-Engine. Ergänzend dazu stößt vielen die nur unzureichende Bekämpfung von Cheatern seitens Valve sauer auf.

  • Das erste Counter-Strike ist weiterhin bei Steam erhältlich. Version 1.6 wird von Valve noch immer mit kleinen Updates versorgt. Die Hardware-Voraussetzungen sind für heutige Verhältnisse minimal: Eine 500-Megahertz-CPU mit 96 MB RAM, 16-MB-Grafikkarte sowie Windows XP genügen, um CS 1.6 spielen zu können. (Quelle: Valve)
  • Minh Le ist die treibende Figur hinter dem ursprünglichen Counter-Strike. Er hatte nicht nur die grundlegende Designidee, sondern entwarf auch die Waffen, modellierte die Spielfiguren und schrieb den Programmcode. (Quelle: Valve)
  • Counter-Strike: Condition Zero wurde zunächst von Ritual Entertainment (SiN, Heavy Metal: F.A.K.K. 2) entwickelt. Als die ersten, eher mäßigen Testergebnisse der Presse eintrudelten, zog Valve den Code jedoch zurück und beauftragte die Turtle Rock Studios damit, das Spiel fertigzustellen. (Quelle: Valve/Turtle Rock Studios)
  • Counter-Strike: Source erschien am 1. November 2004 und nutzte die leistungsstarke, damals auch in Half-Life 2 verwendete Source Engine. Inhaltlich betrachtet gilt es als Remake des ursprünglichen Spiels. (Quelle: Valve)
  • Counter-Strike Neo ist eine nur in Japan erschienene Spielhallenversion, die 2004 von Namco veröffentlicht wurde und auf Linux lief. Die Levels waren deutlich futuristischer gehalten, und die Charaktere hatten einen Anime-Look. (Quelle: Bandai Namco)
  • Counter-Strike: Online wurde mit klarem Fokus auf den asiatischen Markt entwickelt und kam 2008 auf den Markt. Das Spiel ist Free-to-Play, beinhaltet Mikrotransaktionen und erlaubt es unter anderem, weibliche Charaktere zu verkörpern. Im April 2012 erschien der zweite Teil. Reinspielen kann man unter https://csonline2.net/. (Quelle: Nexon/Valve)
  • Mit mehr als drei Millionen Nutzerbewertungen zählt Counter-Strike: Global Offensive zu den am häufigsten positiv bewerteten Spielen auf der Downloadplattform Steam. (Quelle: Valve/Steam)
  • Seit Dezember 2018 ist Counter-Strike: Global Offensive auf PC, Mac und Linux offiziell ein Free-to-Play-Spiel. Geld verdient Valve mittlerweile primär durch den Verkauf kosmetischer Gegenstände. Sie haben das Spiel noch für die Xbox 360? Dann läuft es dank Abwärtskompatibilität auch auf der Xbox One. (Quelle: Valve)
  • Hirnfresser im Anmarsch: Im Free-to-Play-Shooter Counter-Strike Nexon: Zombies aus dem Jahr 2014 ballern Sie sich gemeinsam mit anderen durch Horden von Untoten. PvP-Modi sind ebenfalls implementiert. (Quelle: Valve Corporation/Nexon Korea Corporation)
  • Counter-Strike: Global Offensive hat schon viele Ergänzungen erfahren. Eine der wichtigsten erschien am 13. August 2013 und fügte Waffenskins hinzu, die Fans dank Steam-Workshop-Unterstützung auch selbst entwerfen können. Im Laufe der Zeit mauserten sich Skins zum Motor für eine Ingame-Wirtschaft, bei der auch Wett- und Handelsseiten gute Profite erzielen. (Quelle: Valve)
  • Die ESL One in Köln zählt zu den beliebtesten E-Sport-Events rum um Counter-Strike. Vom 5. bis zum 7. Juli 2019 buhlen hier die 16 besten Teams der Welt um Preisgelder im Wert von 300.000 Dollar. (Quelle: Adela Sznajder/ESL)
  • Counter-Strike: Global Offensive setzt heute zwar keine spielerischen Trends mehr, scheut sich aber auch nicht, Trends auf ganz eigene Art und Weise zu interpretieren. Seit dem "Danger Zone"-Update etwa gibt es nun auch einen Battle-Royale-Modus für bis zu 18 Spieler. Interessante Idee: Neues Equipment liegt nicht nur in der Gegend herum, sondern wird im Tausch gegen Geld auch von Drohnen angeliefert. Folgt man umherschwirrenden Drohnen, stößt man in der Regel schnell auf andere Spieler. (Quelle
  • Was man tun muss, um zu sehen, wie Counter-Strike mit der Source 2 Engine aussieht, verrät Youtuber Lichtenstein in einem mittlerweile mehr als 660.000 mal geklickten Video. Sieht nett aus, entpuppt sich am Ende aber als brillanter Aprilscherz auf Basis der Unreal Engine. (Quelle: Youtube/Screenshot)
Counter-Strike: Source erschien am 1. November 2004 und nutzte die leistungsstarke, damals auch in Half-Life 2 verwendete Source Engine. Inhaltlich betrachtet gilt es als Remake des ursprünglichen Spiels. (Quelle: Valve)

Counter-Strike 1.6 hingegen schlägt sich auch vier Jahre nach seiner Veröffentlichung erstaunlich wacker, hat zu diesem Zeitpunkt bereits die Marke von 1,5 Millionen verkauften Einheiten durchbrochen und ist auch auf Microsofts Spielkonsole Xbox erfolgreich.

 20 Jahre Counter-Strike: Von der Mod zum Multiplayer-HitErst Fernost, dann der Rest der Welt 
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nf1n1ty 21. Jun 2019

Das fing irgendwann an, als es EA zu aufwendig wurde, ein tatsächliches Anti-Cheat-Tool...

Dr. Nutella 20. Jun 2019

Das waren tolle Zeiten, denen ich, aus heutiger Sicht und nach wie vor zum Verdruss...

Supernorbi 20. Jun 2019

PVK2 http://www.pvkii.com/ ist ein MOD davon. MEin immo absolutes Lieblingsgame. Piraten...

JTR 19. Jun 2019

Genau ich habe mit 0.45 angefangen und mit 0.71 war der Höhepunkt erreicht. Spätestens...

Jorgo34 19. Jun 2019

Ja, so toll und benutzerfreundlich ein Matchmaking System auch sein soll, spannende PCW...


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