2. Mobilfunkgipfel: 5.000 Mobilfunkmasten werden günstig vermietet

Ein Kritiker nennt die Ergebnisse des 2. Mobilfunkgipfels dürftig. Zentrale Bestandteile seien zwei Jahre nach dem ersten Gipfel noch immer nicht umgesetzt.

Artikel veröffentlicht am ,
Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer beim 2. Mobilfunkgipfel in Berlin
Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer beim 2. Mobilfunkgipfel in Berlin (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Der Mastenbau und die Anbindung in weißen Flecken werden staatlich mit 1,1 Milliarden Euro gefördert. Das hat Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) auf dem 2. Mobilfunkgipfel am 16. Juni 2020 in Berlin erklärt. "Diese können den Mast dann den Mobilfunkanbietern diskriminierungsfrei zur Verfügung stellen - oder einfach gesagt, kostengünstig vermieten. Damit haben wir die Interessen aller Beteiligten ausgeglichen."

Stellenmarkt
  1. Group CISO (m/w/d)
    Hays AG, Düsseldorf
  2. Ingenieur (m/w/d) Vernetzung Automotive
    STAR ELECTRONICS GmbH, Sindelfingen (Home-Office möglich)
Detailsuche

Dazu kommen laut Scheuer noch schnelle Genehmigungsverfahren für Standorte von nur drei Monaten. Telekom-Deutschland-Chef Dirk Wössner sagte: "Das Ziel von durchschnittlich drei Monaten für eine Genehmigung ist ein Traum. Wir sind aktuell bei 18 bis 24 Monaten. Ich glaube, hier haben wir noch einiges zu tun."

Die Mobilfunknetzbetreiber stellen der Bundesnetzagentur und der Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft bis Ende September 2020 Informationen zur Verfügung, welche GSM-Standorte für eine LTE-Erschließung in weißen Flecken nutzbar gemacht werden können, heißt es in der Erklärung zum 2. Mobilfunkgipfel.

Für die zusätzlich erforderliche Erschließung von bis zu 5.000 Mobilfunkstandorten wird der Bund mit rund 1,1 Milliarden Euro dort fördern, wo ein privatwirtschaftlicher Ausbau auch aufgrund von Versorgungsverpflichtungen oder Ausbauzusagen zeitnah nicht zu erwarten ist.

Teile des 1. Mobilfunkgipfels noch nicht umgesetzt

Golem Akademie
  1. Netzwerktechnik Kompaktkurs
    8.-12. November 2021, online
  2. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  3. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
Weitere IT-Trainings

Die Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft des Bundes werde eine zentrale Scharnierfunktion übernehmen, eng mit den Marktteilnehmern, Ländern, Kommunen und der Bundesnetzagentur zusammenarbeiten und die Beteiligten im Förderverfahren entlasten. Bei der Standortsuche hätten die Kommunen dagegen eine Schlüsselrolle. Verena Göppert, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Städtetages, sagte: "Die Kommunen unterstützen die Telekommunikationsunternehmen bei der Suche nach geeigneten Standorten für notwendige Sendeanlagen."

Der Telekommunikationsexperte der SPD-Bundestagsfraktion Gustav Herzog betonte: "Die neuen Absichtserklärungen sind dürftig und nicht viel konkreter als vor zwei Jahren. Der Bund hat weder die Genehmigungszeiten von 18 auf die damals verabredeten vier Monate abgesenkt noch zügig Standorte von öffentlichen Liegenschaften bereitgestellt. Auch das Bauplanungsrecht wartet noch immer auf Novellierung. Es stellt sich die Frage, wofür es einen zweiten Gipfel braucht, wenn zentrale Bestandteile auch zwei Jahre nach dem ersten Gipfel noch immer nicht umgesetzt sind." Nötig seien weniger Ankündigungsgipfel, sondern konkrete Taten.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
SUV mit Elektroantrieb
Tesla liefert neues Model X mit eckigem Lenkrad aus

Tesla hat die ersten Model X mit dem neuen Lenkrad, quer eingebautem Display und Falcon-Wings-Türen ausgeliefert.

SUV mit Elektroantrieb: Tesla liefert neues Model X mit eckigem Lenkrad aus
Artikel
  1. Sicherheitslücke: Twitch wurde bereits 2014 komplett gehackt
    Sicherheitslücke
    Twitch wurde bereits 2014 komplett gehackt

    Ehemalige Twitch-Angestellte berichten von einem Hack, dessen Umfang bisher unbekannt war. Auch im aktuellen Datenleck finden sich noch Spuren.

  2. Zwischenfall: Schon wieder ungeplante Drehung der ISS
    Zwischenfall
    Schon wieder ungeplante Drehung der ISS

    Die ISS wurde erneut ungeplant durch russische Triebwerke gedreht. Nach 30 Minuten war die Station wieder unter Kontrolle.

  3. Internet im Van: Mein perfekt funktionierendes Wald-Office
    Internet im Van
    Mein perfekt funktionierendes Wald-Office

    In meinem Büro auf Rädern gibt es sechs Internetverbindungen. Sieben, wenn Starlink dazukommt. Habe ich damit das beste Internet Australiens?
    Eine Anleitung von Geoffrey Huntley

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Cyber Week: Bis zu 360€ auf Gaming-Monitore & bis zu 22% auf Be Quiet • LG-TVs & Monitore zu Bestpreisen (u. a. Ultragear 34" Curved FHD 144Hz 359€) • Bosch-Werkzeug günstiger • Dell-Monitore günstiger • Mehrwertsteuer-Aktion bei MM: 19% auf viele Produkte [Werbung]
    •  /