2-Faktor-Authentifizierung: Google warnt mehrere prominente Personen vor Staatshackern

Eine Warnung vor staatlichen Hackerangriffen auf Google-Konten sorgt derzeit in den USA für Diskussionen. Vor allem Journalisten und Diplomaten erhielten die Warnung, auch in der Türkei gibt es Betroffene.

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Google warnt zahlreiche Nutzer vor staatlichen Hackerangriffen.
Google warnt zahlreiche Nutzer vor staatlichen Hackerangriffen. (Bild: Matt Cardy/Getty Images)

Zahlreiche prominente Personen in den USA, die meisten unter ihnen Journalisten, sind in den vergangenen Tagen von Google gewarnt worden, dass ihre Accounts im Visier staatlicher Hackergruppen stehen würden. Google empfiehlt in einem solchen Fall die Verwendung von 2-Faktor-Authentifizierung oder sicherer Hardwareschlüssel, wie etwa einem Yubikey.

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Konkret betrafen die Warnungen unter anderem den New York Times Kolumnisten Paul Krugman, den ehemaligen US-Diplomaten Michael Mc Faul und die Journalistin Julia Ioffe, die zurzeit vor allem für Politico und Foreign Policy schreibt. Aber auch Schriftsteller, Journalisten und NGO-Mitarbeiter von außerhalb der USA waren betroffen, darunter mehrere aus der Türkei.

Warnung beim Login

Die Warnung wird den Nutzern beim Login angezeigt und enthält den Hinweis: "Warnung: Google könnte Aktivitäten von durch eine Regierung unterstützten Hackern entdeckt haben, die versuchen, dein Passwort zu stehlen". Außerdem wird ein Link mit weitergehenden Informationen zur Account-Absicherung hinzugefügt. Entsprechende Warnungen hat Google im Jahr 2012 eingeführt.

Ein Google-Sprecher sagte Ars Technica, dass die Warnungen sich nicht auf unmittelbar aktuelle Ereignisse beziehen müssen. In Fällen, wo es zwar Angriffe gegen ein Konto gebe, diese aber nicht erfolgreich seien, würden die Warnungen zum Teil verzögert ausgegeben, um den Angreifern keine Hinweise auf die Forschungsmethoden der Verteidiger zu geben. Bei erfolgreichen Angriffen würden die Inhaber sofort benachrichtigt.

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Die Warnungen kommen in einer Zeit der Verunsicherung nach dem Wahlsieg Donald Trumps. Zahlreiche Aktivisten rufen nach dem Wahlsieg des rassistischen und sexistischen Populisten dazu auf, die eigene Kommunikation mit geeigneten Mitteln abzusichern. Dass die aktuellen Warnungen aber mit der kommenden US-Regierung zu tun haben, ist sehr unwahrscheinlich.

Ein Kritikpunkt an den Warnungen vor "staatlichen Hackern", die nicht nur von Google, sondern auch von Facebook oder Twitter herausgegeben werden, ist, dass nur sehr wenige Informationen zu den Kriterien bekanntgegeben werden. Im vergangenen Jahr hatte Twitter zahlreiche Nutzer vor entsprechenden Angriffen gewarnt, diese stammten zumeist aus dem weiteren Tor-Umfeld oder waren aktive, dauerhafte Tor-Nutzer.

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