2.5GbE und 5GbE: Neuer iMac Pro unterstützt auch NBase-T/802.3bz

Apples kürzlich angekündigter iMac Pro ist nicht nur wegen seiner Rechenleistung als All-in-One und die Ankündigung lange vor der tatsächlichen Verfügbarkeit ein besonderes Gerät. Das System gehört auch zu den wenigen Netzwerkgeräten, die NBase-T alias 802.3bz parallel zu 10GbE unterstützen. Der neue Netzwerkstandard erlaubt Geschwindigkeitsstufen mit 2,5 GBit/s (2.5GbE) und 5 GBit/s (5GbE) über eine RJ45-Verbindung. Damit kann der iMac Pro auch längere Kabel mit einer erheblich höheren Geschwindigkeit als 1 GBit/s verwenden.

Somit hat der Standard seinen ersten prominenten Vertreter. Der Weg dahin war lang. Angefangen von einer der ersten Produktvorstellungen auf der Cebit 2016 von Netgear in Form eines Switches über die ersten separaten Netzwerkkarten bis hin zu den ersten SMB-Access-Points . Unlängst hat Buffalo Technology zudem eine erste NBase-T-NAS vorgestellt . Der Netzwerkbereich war schon gut mit Geräten ausgestattet. Es fehlte aber noch an Clients mit eingebautem NBase-T.

Dass es dabei kein Notebook wurde, war zu erwarten. Schließlich bieten viele moderne Notebooks keinen Platz mehr für die RJ45-Buchse, die nie ein Miniaturisierungs-Update bekommen hat, auch wenn es dafür interessante Vorstellungen gibt . Zudem haben die NBase-T-Chips, die in der Regel auch 10GBase-T ermöglichen, noch immer ein Problem mit ihrer massiven Leistungsaufnahme. Dedizierte 2.5GbE-Designs könnten das lösen und wären auch für Access Points eine willkommene Stromsparmaßnahme. Für Notebooks gibt es immerhin Thunderbolt-Netzwerkadapter mit 2.5GbE-Unterstützung .
Der Einsatz von NBase-T ist weitgehend unproblematisch. Nur in einigen Grenzfällen ist vor allem bei 5GbE aufzupassen . Weitere Informationen zu dem Netzwerkstandard finden sich in unserer ausführlichen 802.3bz-Analyse .