1961 flog Juri Gagarin ins All: Das sind die besten realistischen Raumfahrtfilme

Science-Fact statt Science-Fiction: 1961 begann das Weltraumzeitalter und Hollywood fing an, sich zumindest ab und an realistisch mit Raumfahrt zu befassen.

Artikel von Peter Osteried veröffentlicht am  (aktualisiert am )
"Was hast du gemacht?" - "Nichts, nur die Tanks aktiviert." (Szene aus Apollo 13)
"Was hast du gemacht?" - "Nichts, nur die Tanks aktiviert." (Szene aus Apollo 13) (Bild: Youtube (Screenshot: Golem.de))

Hollywood ist groß in Science-Fiction, aber wenn es um realistische Darstellungen von Weltraumflügen geht, ist die Auswahl überschaubar. Vor 1961, als mit dem Kosmonauten Juri Gagarin der erste Mensch ins All flog und damit das Weltraumrennen zwischen den USA und der Sowjetunion eröffnet wurde, gab es keine einzige nennenswerte Produktion dieser Art aus den USA. Das fing so richtig erst nach der Mondlandung 1969 an.

Gagarins Flug am 12. April 1961 kann als der Beginn des Weltraumzeitalters bezeichnet werden. Schon drei Jahrzehnte davor wurde jedoch in Deutschland ein bemerkenswerter Film zum Thema produziert, Fritz Langs Frau im Mond (1929).

Ende der 1920er Jahre konnte man allenfalls davon träumen, irgendwann ins All aufzubrechen. Fritz Lang und seine Lebensgefährtin und Autorin Thea von Harbou machten diesen Traum zumindest filmisch war. In Frau im Mond wurde nicht nur der Raketenstart recht gut vorhergesehen, sondern der dazugehörige Countdown praktisch gleich mit erfunden.

Thea von Harbou ließ sich von den frühen Erkenntnissen von Konstantin Eduardowitsch Ziolkowski inspirieren, der bereits 1903 eine Raketengleichung entwickelte. Für die wissenschaftlichen Aspekte des Films stand Raketenpionier Hermann Oberth zur Verfügung, dessen Dissertation auch die Basis für sein 1923 veröffentlichtes Buch Die Rakete zu den Planetenräumen darstellte.

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Zwei Jahre vor dem Start des Apollo-Programms der USA, das die Mondlandung zum Ziel hatte, kamen zwei US-Filme heraus, die versuchten, sich der Thematik auf realistische Weise zu nähern: Die H.-G.-Wells-Verfilmung Die erste Fahrt zum Mond und Robinson Crusoe auf dem Mars - beide aus dem Jahr 1964.

Die erste Fahrt zum Mond von Nathan Juran zeigt eine Mondlandschaft, die erstaunlich echt anmutet, außerdem eine Mondlandung, die ein bisschen vorwegnimmt, was fünf Jahre später Wirklichkeit werden sollte. Der Mars in Robinson Crusoe auf dem Mars ist zwar alles andere als realistisch. Die Landung selbst geht aber ebenfalls sehr in die Richtung dessen, was am 20. Juli 1969 bei der Mondlandung zu sehen war.

Stanley Kubrick, der Visionär

Der wichtigste Film, der vor der Mondlandung gedreht wurde und ein Jahr davor in die Kinos kam, ist aber Stanley Kubricks 2001: Odyssee im Weltraum. Er ist vor allem deswegen so beeindruckend, weil er in seiner Darstellung extrem realistisch ist, wie auch die pensionierten Astronauten Chris Hadfield und Garrett Reisman einmal sagten.

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Nur in einer Hinsicht lag der Film falsch - und zwar bei der Darstellung der Erdatmosphäre. "Im Film sieht man den Blauen Planeten und dann direkt die Schwärze des Alls. In Wahrheit gibt es eine dünne blaue Linie, die die von der Sonne bestrahlte Erde von der Schwärze des Weltraums trennt", sagte Garrett Reisman.

So beeindruckend und bahnbrechend der Film war, so unaufgeregt ist sein Sequel. 2010: Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen konnte den Ansprüchen nicht gerecht werden - und das, obwohl man im Jahr 1984 schon einiges mehr über Raumfahrt wusste.

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Verschollen im Weltraum und Der Stoff, aus dem die Helden sind 
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minnime 22. Apr 2021

Spacewalker war aber von der Story oder Dramaturgie nicht dolle. Ich fand den irgendwie...

Nahkampfschaf 16. Apr 2021

Ich wusste vorher von Juri Gagarin tatsächlich nichts, allerdings spielt Juri Gagarin in...

Prypjat 15. Apr 2021

Hört Hört!

ChMu 14. Apr 2021

Nein, man hat wirklich nur dann Schall gehoert, wenn auch Sandra den gehoert haette...



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