Teurer als ein Prime-Abo: Amazon nennt erstmals Europreis für Alexa+
Amazon hat Alexa+ in Italien auf den Markt gebracht. In Deutschland gibt es Alexa+ weiterhin nur für Kunden, die von Amazon ausgewählt wurden; das Unternehmen machte bisher aber keine Angaben zum Preis in Deutschland.
In Italien verlangt Amazon für Alexa+ pro Monat 22,99 Euro(öffnet im neuen Fenster); ein Jahresabo wird nicht angeboten. Im Rahmen einer Early-Access-Phase können Amazon-Kunden das Abo kostenlos ausprobieren. Wie lange diese Phase dauern wird, gibt Amazon nicht an. Derzeit können sich Interessenten anmelden, um den Sprachassistenten verwenden zu können.
Wer ein Prime-Abo in Italien besitzt, kann Alexa+ wie in den USA ohne weiteren Aufpreis verwenden. In Italien kostet ein Prime-Abo(öffnet im neuen Fenster) 4,99 Euro pro Monat, so dass Alexa+ in dieser Konstellation rechnerisch 18 Euro mehr als ein Prime-Abo kostet. Wenn Prime als Jahresabo gebucht wird, kostet dieses 49,90 Euro. Der durchschnittliche Monatspreis verringert sich dann rechnerisch auf 4,16 Euro.
Alexa+ soll Amazon mehr Prime-Abos bescheren
Es ist kaum vorstellbar, dass Kunden in Italien Alexa+ einzeln buchen und dafür einen monatlichen Aufpreis von mindestens 18 Euro im Vergleich zum Preis eines Prime-Abos zahlen. Die Strategie von Amazon ist eindeutig so ausgerichtet, mehr Amazon-Kunden zu Prime-Abonnenten zu machen, weil sie Alexa+ deutlich preiswerter als Prime-Abonnenten bekommen.
Derzeit ist unklar, ob Amazon Alexa+ in Deutschland ebenfalls einzeln für 22,99 Euro anbieten wird oder ob sich der Einzelpreis in Relation zum Preis eines Prime-Abos ergibt. Falls auch in Deutschland eine Preisdifferenz von 18 Euro zum Prime-Abo gilt, würde Alexa+ hier für 26,99 Euro angeboten; das Prime-Abo kostet derzeit 8,99 Euro monatlich.
Es ist damit zu rechnen, dass Amazon Alexa+ auch in Deutschland in das Prime-Abo integrieren wird , so dass bestehende Abonnenten für die erweiterte Alexa-Version keinen Aufpreis zahlen müssen.
Kritik an der Leistung von Alexa
Mit Alexa+ will Amazon eine deutlich verbesserte Version des digitalen Assistenten Alexa anbieten. Damit soll nach etlichen Jahren das bisherige Versprechen eingelöst werden, sich mit Alexa-Geräten wie mit einem Menschen unterhalten zu können. Bisher war dies noch nicht der Fall.
Bei der Alexa-Sprachsteuerung müssen sich Menschen noch immer an eine von der Software erwartete Syntax orientieren und diese erlernen, damit die Sprachsteuerung die entsprechenden Aktionen durchführt. Kunden werfen Amazon vor, Alexa in den vergangenen Jahren sogar verschlechtert zu haben, damit Alexa+ im Vergleich als besser empfunden wird.
- Anzeige Hier geht es zu Künstliche Intelligenz: Wissensverarbeitung bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.



