17.550 Euro für Internetzugang: Verteilerkasten gehört gar nicht der Deutschen Telekom
Ein junges Ehepaar bekommt trotz vieler Netzbetreiber in seinem Ort keinen Festnetzzugang. "Bild kämpft für sie", macht zudem ein Foto vor einem Verteilerkasten, den sie aber zu Unrecht der Telekom zuschreibt.
Ein Haushalt in Niedersachsen kämpft um einen Internetzugang. Zuerst soll die Deutsche Telekom die Bewohner wegen eines komplett belegten Verteilerkastens in der Straße abgewiesen haben, dann folgte ein absurd teures Angebot von Vodafone. Doch die Telekom erklärt nun, ein in der Bild-Zeitung abgebildetes Multifunktionsgehäuse (MFG) gehöre gar nicht zu ihrem Netz.
"Das ist kein MFG der Telekom", sagte ein Sprecher der Telekom Golem.de. Die Fotografen der Bild-Zeitung haben das Ehepaar einfach vor einem Verteilerkasten posieren lassen, den sie fälschlich der Telekom zuschreiben. Das in dem Gebiet beschriebene Grundstück mit dem Neubau befindet sich demnach "nicht im ausgebauten Versorgungsgebiet der Telekom".
Es gibt in der Wohngegend in Stuhr in Niedersachsen mehrere Netzbetreiber, aber keinen in direkter Nähe des Grundstücks, wo das junge Ehepaar sein neues Eigenheim errichtet hat. Die Telekom bietet in weiten Teilen des Ortes Super Vectoring an, Vodafone Deutschland betreibt sein Koaxialnetz, Ewe Tel hat dort sein Netz und GVG Glasfaser baut Fiber To The Home (FTTH) aus.
Stuhr in Niedersachsen: Viele Netzbetreiber bringen keine Lösung
Die Bundesnetzagentur hatte wegen der Beschwerden der Betroffenen einen Vororttermin durchgeführt. Vodafone hat danach ein Angebot für eine Verlängerung seines Kabelnetzes für einen Preis von 17.552 Euro vorgelegt
Die hohen Erschließungskosten entstünden hauptsächlich durch die erforderlichen Tiefbauarbeiten, die der Netzbetreiber nur weiter gibt. Ein Vodafone-Sprecher sagte Golem.de zuvor: "Unsere Versorgungslinie endet bei Hausnummer 7. Insgesamt müssen wir von dort fast 180 Meter über öffentliche Flächen und Privatgrundstücke bis zum nächsten Anschlusspunkt überbrücken". Ein so teures Angebot schied aus. Die Mobilfunkversorgung durch Vodafone erlaubt an der Adresse auch keinen Betrieb eines Giga Cubes, der über Mobilfunk Wi-Fi für den Haushalt aufspannt.
Doch eigentlich wollten die Betroffenen einen FTTH-Zugang. Glasfaser wird in der Gemeinde von GVG Glasfaser errichtet. Hier gibt es laut einem Bericht der Kreiszeitung.de jedoch seit längerer Zeit Verzögerungen, was zu Unmut in der Bevölkerung geführt habe. Warum GVG Glasfaser in der Straße der neuen Eigenheimbesitzer nicht ausbaut, ist bisher nicht bekannt.
Wir haben den Bericht überarbeitet, um den verwickelten Vorgang klarer darzustellen.
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Was wiederum die Nutzung eines privaten Anschlusses für kommerzielle Zwecke wäre...
Ich wäre vorsichtig mit der Kritik an den Zweien. Meine Erfahrung mit MEdien hat mir...
Ping OK, für zocker nicht optimal. Der Rest deiner Geschichte sind Stammtisch Weisheiten...
Deswegen ist vieles im Ausland nach wie vor schlechter als bei uns :-).
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