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16K-Videos: 400 MByte für einen Screenshot

Die meisten Spiele können nur 4K, mit Downsampling sind bis zu 16K möglich. Wie das geht, haben wir bereits in einem früheren Artikel erklärt. Jetzt folgt die nächste Stufe: Wie erstellt man Videos in solchen Auflösungen? Hier wird gleich ein ganzer Schwung weiterer Tools und Tricks nötig.

Eine Anleitung von Joachim Otahal/JouMxyzptlk veröffentlicht am
Ein paar Disketten reichen nicht für einen 16K-Screenshot.
Ein paar Disketten reichen nicht für einen 16K-Screenshot. (Bild: Pixabay)

Downsampling kann Spiele schöner aussehen lassen. Mit der richtigen Anleitung können aus 4K-Auflösungen bis zu 16K rausgeholt werden. Einfach ist das nicht, aber es geht. Fast genauso kompliziert wie das Downsampling ist das Aufzeichnen von Videos in solch hohen Auflösungen. Dieses How-to erklärt Schritt für Schritt, wie es geht.

Inhalt:
  1. 16K-Videos: 400 MByte für einen Screenshot
  2. Und wie erreicht man 60 fps oder 120 fps?
  3. Mindestens 32 GByte RAM zum Encodieren

Die Videos können zum Beispiel aus 3DMark und anderen Demos oder Benchmarks aufgenommen werden. Das bietet sich deswegen an, weil sie von selbst ablaufen. Um hochauflösende Videos aufzunehmen, muss der Ablauf nämlich extrem verlangsamt werden. Bei einer Verlangsamung um den Faktor 360 ist aber kein Spiel mehr normal spielbar. In der Theorie könnte man zwar so langsam spielen - es ist aber mehr als zäh, die Maus im Spiel so langsam zu bewegen, dass es nachher im Video normal aussieht.

Damit Audio und Video synchron sind, muss zudem zweimal aufgenommen werden: einmal die Screenshot-Sequenz und ein zweites Mal in normaler Auflösung mit Ton. Das wird dann synchronisiert und gemischt. Als Aufzeichnungsprogramme bieten sich Bandicam und Playclaw an.

Wir starten mit dem Versuch einer Aufzeichnung in 8K. Es ist ein bisschen ein Glücksspiel, ob das funktioniert und wie viele Frames per second (fps) dabei herauskommen. Bei 8K muss der Rechner eine riesige Datenmenge von der Grafikkarte holen und verarbeiten. Daraus resultieren meist 5 bis 8 fps - selbst wenn das Spiel sonst mit über 100 fps läuft. Die 8 fps erreicht man aber nur auf stark übertakteten Rechnern und bei detailarmen Szenen.

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Grundsätzlich ist es auch einen Versuch Wert, ein normales Video mit 5 fps aufzunehmen. Allerdings stürzen Bandicam und Playclaw da gerne ab und das Spiel gleich mit. Dann empfiehlt es sich, die Videos als Screenshot-Sequenzen zu erstellen.

Die beste Videoqualität bei niedriger CPU-Last bietet Bandicam mit der Einstellung MPEG1 und dem Qualitätsregler auf Maximum, für Audio ist PCM passend. Die Datenmenge ist verschwindend gering und die CPU-Ressourcen werden woanders gebraucht.

  • In Bandicam das richtige Format auswählen (Bild: Badicam/Screenshot: Golem.de)
  • Unter "Image" das geeignete Bildformat bestimmen  (Bild: Badicam/Screenshot: Golem.de)
  • Weitere Einstellungen in Bandicam  (Bild: Badicam/Screenshot: Golem.de)
  • Das LUA-Skript der Cheatengine öffnen (Bild: Cheatengine/Screenshot: Golem.de)
  • Das LUA-Skript für den 3DMark Night Raid. (Bild: Cheatengine/Screenshot: Golem.de)
  • Einen passenden Dateinamen wählen (Bild: Cheatengine/Screenshot: Golem.de)
  • Bulk Rename Utility hilft bei der Benennung. (Bulk Rename Utility/Screenshot: Golem.de)
In Bandicam das richtige Format auswählen (Bild: Badicam/Screenshot: Golem.de)

Wer einen halbwegs aktuellen Rechner mit etwa 4 GHz hat, kann so flüssig 4K mit 30 fps aufzeichnen. Mit den aktuellen CPUs funktioniert 4K mit 60 fps. Von NVENC (Nvidia Encoder) muss ich abraten, denn es passieren selbst bei 4K zu häufig Kodierungsfehler. Die Aufnahme bricht mit einer seltsamen Meldung ab, die auf NVENC zurückgeführt werden kann. Das geht, je nach Treiber und Kartenkombination, so weit, dass Windows 10 mit einem Bluescreen abstürzt. Die Bildqualität von NVENC ist bei Karten der RTX-Generation gut, kann aber nicht mit der MPEG1-Variante von Bandicam mithalten.

Screenshots mit Bandicam und Playclaw

Sobald man über 8K geht, wird es mit Screenshots schwieriger. Drei Varianten sind derzeit funktionsfähig: Bandicam, Playclaw und die "Druck"-Taste + MSPAINT. Fraps, ein älteres Programm, das sehr lange der Standard für Spiele-Aufzeichnungen war, funktioniert nicht mehr so gut. Es wird seit einigen Jahren nicht mehr weiterentwickelt. Bandicam und Playclaw bieten beide reichlich Optionen. Mal ist das eine Programm besser, mal das andere - ohne, dass man eine klare Regel erkennen könnte. Ich persönlich bevorzuge Bandicam.

Meine Einstellung für Screenshots sieht im Normalfall so aus wie auf dem unten stehenden Bild. Der seltsam aussehende Hotkey ist "ö", da kein Spiel ö verwendet.

  • In Bandicam das richtige Format auswählen (Bild: Badicam/Screenshot: Golem.de)
  • Unter "Image" das geeignete Bildformat bestimmen  (Bild: Badicam/Screenshot: Golem.de)
  • Weitere Einstellungen in Bandicam  (Bild: Badicam/Screenshot: Golem.de)
  • Das LUA-Skript der Cheatengine öffnen (Bild: Cheatengine/Screenshot: Golem.de)
  • Das LUA-Skript für den 3DMark Night Raid. (Bild: Cheatengine/Screenshot: Golem.de)
  • Einen passenden Dateinamen wählen (Bild: Cheatengine/Screenshot: Golem.de)
  • Bulk Rename Utility hilft bei der Benennung. (Bulk Rename Utility/Screenshot: Golem.de)
Unter "Image" das geeignete Bildformat bestimmen (Bild: Badicam/Screenshot: Golem.de)

Beide Programme teilen sich aber auch die Limitierungen: Bandicam und Playclaw können bei mehr als 8K ihre Screenshots nicht immer im Direct-X optimierten Modus erstellen. Sie stürzen einfach ab, reißen das Spiel mit und blockieren mitunter Windows so, dass kein Desktop oder Mauszeiger mehr zu sehen ist, obwohl der Rechner noch läuft.

Ich vermute als Ursache eine zu hohe Auslastung des Videospeichers. Die Lösung ist, die Desktop-Screenshot-Methode zu verwenden, die an sich gar nicht für Spiele vorgesehen ist: Dafür stellt man, vor dem Start des Spiels, den Windows-Desktop auf die gewünschte Auflösung. Dafür muss das Spiel nicht unbedingt auf Windowed-Fullscreen eingestellt sein. Der Fps-Counter verschwindet, aber es funktioniert besser. Und im Fall eines Absturzes von Bandicam oder Playclaw stürzt das Spiel nicht mit ab.

  • In Bandicam das richtige Format auswählen (Bild: Badicam/Screenshot: Golem.de)
  • Unter "Image" das geeignete Bildformat bestimmen  (Bild: Badicam/Screenshot: Golem.de)
  • Weitere Einstellungen in Bandicam  (Bild: Badicam/Screenshot: Golem.de)
  • Das LUA-Skript der Cheatengine öffnen (Bild: Cheatengine/Screenshot: Golem.de)
  • Das LUA-Skript für den 3DMark Night Raid. (Bild: Cheatengine/Screenshot: Golem.de)
  • Einen passenden Dateinamen wählen (Bild: Cheatengine/Screenshot: Golem.de)
  • Bulk Rename Utility hilft bei der Benennung. (Bulk Rename Utility/Screenshot: Golem.de)
Weitere Einstellungen in Bandicam (Bild: Badicam/Screenshot: Golem.de)

Welches Format sollten die Screenshots haben?

In der Theorie wäre .png das beste Format. Es funktioniert verlustfrei mit guter Komprimierung. Jedoch benötigen Bandicam und Playclaw bei 8K oft über zehn Sekunden, um einen Screenshot im png-Format zu speichern. Manche Spiele frieren ein und warten, bis der Screenshot gespeichert ist oder sie stürzen ab. Die meisten ruckeln nur kurz, während im Hintergrund gespeichert wird. Bei 16K kann es über eine Minute dauern, bis ein png-Screenshot gespeichert ist.

Daher ist im Normalfall .jpg besser, denn es wird schneller kodiert. Die jpg-Datei ist bei 8K auf schnellen Rechnern in weniger als einer Sekunde gespeichert, bei 16K ab drei Sekunden bis über zehn Sekunden. Wie lange das Speichern dauert, hängt unter anderem von der Komplexität der Szene ab: Ein episch leerer Weltraum mit Wolken, wie bei Homeworld 2, macht weniger Probleme als komplexe Szenen mit vielen Details aus aktuelleren Spielen.

Playclaw und Bandicam sind sehr absturzfreudig, wenn es darum geht, jpg-Screenshots in diesen Auflösungen zu erstellen. Wenn sie schneller als nur alle fünf Sekunden erstellt werden sollen und mehr Stabilität gewünscht ist, müssen sie als .bmp gespeichert werden.

Die Entwickler von Bandicam und Playclaw haben .bmp - auf meinen Wunsch hin - seit 2015 als Speicherformat. Bei 16K (15.360 x 8.640 Pixel) bedeutet das 388 MByte für jeden Screenshot. Man sollte also reichlich schnellen SSD-Platz haben.

Falls das alles nicht klappt, gibt es immer noch die einfachste Variante: die "Druck"-Taste zu betätigen, dann Microsoft Paint (oder jedes beliebige andere Malprogramm) zu starten und das Bild mit STRG+V einzufügen. Bei Unigine Heaven in 12K auf der Titan 1 funktionierte nur diese Methode für Screenshots - während Bandicam, Playclaw und Fraps versagten.

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Und wie erreicht man 60 fps oder 120 fps? 
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zilti 25. Okt 2019 / Themenstart

Muss ja nicht HDMI-Murks sein. Gibt ja auch noch DisplayPort.

MainframeX 23. Okt 2019 / Themenstart

Hast du schonmal Fotos mit der IQ4 gemacht ?

mhstar 19. Okt 2019 / Themenstart

dann werden wir das verdammt noch mal auch verbrauchen! Sonst bräuchte das ja keiner mehr ...

Christian72D 18. Okt 2019 / Themenstart

So, und du kannst immer noch niemand erklären, wieso man in 2014 Videos produziert, die...

sosohoho 17. Okt 2019 / Themenstart

Aber dann ist gleich die erste Aussage von Golem falsch:"Die meisten Spiele können nur...

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