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16 nm Finfet: Intel belebt alten Fertigungsprozess neu

Intels Foundry-Kunden können künftig einen älteren, aber günstigen Fertigungsprozess nutzen. Einen möglichen Kunden gibt es bereits.
/ Johannes Hiltscher
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Neben den neuesten Fertigungsprozessen bietet Intel Foundry nun auch einen älteren, günstigen an. (Bild: Intel)
Neben den neuesten Fertigungsprozessen bietet Intel Foundry nun auch einen älteren, günstigen an. Bild: Intel

Sie bekommt meist wenig Aufmerksamkeit, doch die meisten Halbleiter entstehen noch immer mit alter Fertigungstechnik. Die ist günstiger, was sie für Chips abseits des High-End-Segments attraktiv macht. Intels Foundry-Sparte fehlte ein solcher Mature Node bislang im Portfolio, Konkurrent TSMC bietet hier N12e an . Der soll gleichzeitig günstig und energieeffizient sein. Diese Lücke schließt Intel nun mit Intel 16, einem 16-nm-FinFET-Prozess, der dieselben Vorteile haben soll.

Der neue 16-nm-Knoten siedelt sich zwischen dem 2011 eingeführten 22-nm-Prozess, bei dem erstmals FinFETs genutzt wurden, und dem 14-nm-Prozess an. Gedacht ist der Prozess laut Intel für kostengünstige Systems on Chip (SoCs) und Funktechnik. Neben WLAN- und Bluetooth-Modulen wird hier auch mmWave genannt, auch US-Regierung und -Militär gehören zum Spektrum möglicher Kunden. Für Mediatek, Intels ersten Foundry-Kunden , ist der 16-nm-Prozess ebenfalls interessant. Denn obwohl der taiwanesische Chip-Entwickler längst das Billigsegment verlassen hat, zählen noch immer günstige SoCs zum Portfolio.

Kunden können bereits mit der Entwicklung beginnen, Software von Ansys(öffnet im neuen Fenster) , Cadence(öffnet im neuen Fenster) , Siemens EDA und Synopsis(öffnet im neuen Fenster) hat Intel schon zertifiziert. Process Design Kits sind verfügbar, Cadence bietet bereits eine Reihe von Funktionsblöcken (Intellectual Property oder kurz IP-Cores) an. Erwarten ließ den Schritt bereits die Homepage von Intel Foundry(öffnet im neuen Fenster) : Hier findet sich ein Menüpunkt SuperFIN - der allerdings noch immer ohne Inhalt ist.

Spitzentechnologie für das Militär

Auch am oberen Ende des Technologiespektrums gewinnt Intel neue Kunden(öffnet im neuen Fenster) : Mit Northrop Grumman und Boeing werden zwei Anbieter von Militärtechnik künftig den 18A-Prozess nutzen. Mit dem US-Verteidigungsministerium (Department of Defense, DoD) laufen mehrere Kooperationen, Northrop und Grumman nutzen das Programm Rapid Assured Microelectronics Prototypes - Commercial (RAMP-C).


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