15 Jahre Extreme Edition: Als Intel noch AMD zuvorkommen musste
Einige Tage bevor AMD im September 2003 den Athlon 64 FX-51 veröffentlichte, präsentierte Intel den Pentium 4 EE mit 3,2 GHz: Das stand und steht bis heute für Extreme Edition und ist die Bezeichnung für das jeweils schnellste CPU-Modell in Intels Portfolio, welches sich primär an Gamer richtet. Der erste Pentium 4 EE war dann auch ziemlich extrem, denn der verwendete Gallatin-Kern stammte aus dem Server-Segment. Intel musste für die Testmuster in einer Nacht-und-Nebel-Aktion gar einige Kontakte von Xeon-Chips abkratzen und die CPU-ID manuell umschreiben, im Handel waren die Chips erst Anfang November 2003.
Mit einer Fläche von 237 mm² und 169 Millionen Transistoren wirkte der bisherige Northwood-Chip geradezu lächerlich klein, denn der Pentium 4 EE wies einen L3-Cache von 2 MByte auf. Im Duell gegen AMDs Athlon 64 FX-51 konnte er sich vor allem bei Multimedia-Benchmarks durchsetzen, mit damals rund 700 US-Dollar war der Chip überdies sogar weniger teuer als der Prozessor der Konkurrenz. Das blieb aber nicht lange so, denn im November 2004 folgte der Pentium EE mit 3,46 GHz und schnellerem Front-Side-Bus, welcher 999 US-Dollar kostete. Diesen Preis rief Intel viele Jahre für seine Extreme Editions auf, für neuere Ableger wurde und wird aber noch mehr Geld fällig.