5.500 Jobs weg: Cisco entlässt Tausende Mitarbeiter trotz Gewinnsprungs

Der Wandel vom Hardwarehersteller zum Anbieter von softwarebasierten Netzwerklösungen kostet bei Cisco viele Mitarbeiter den Job. Die Zahlen sind jedoch niedriger als zunächst berichtet worden war.

Artikel veröffentlicht am ,
Cisco will rund 5.500 Mitarbeiter entlassen.
Cisco will rund 5.500 Mitarbeiter entlassen. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Der US-Netzwerkausrüster Cisco plant eine massenhafte Entlassung von Mitarbeitern. Das Unternehmen teilte am Mittwoch mit der Bekanntgabe seiner Quartalszahlen mit, rund 5.500 der zuletzt rund 73.000 Arbeitsplätze streichen zu wollen. Damit sind sieben Prozent der Mitarbeiter bei dem Netzwerkausrüster betroffen. Zuvor hatte der Branchendienst CRN spekuliert, dass bis zu 14.000 Jobs wegfallen könnten.

Stellenmarkt
  1. IT-Administrator und Projektkoordinator (w/m/d)
    Conmetall Meister GmbH, Wuppertal
  2. Doktorand*in (d/m/w) Process Mining
    OSRAM GmbH, Regensburg
Detailsuche

Im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres 2016 ging der Umsatz um zwei Prozent auf 12,6 Milliarden US-Dollar zurück. Der Gewinn stieg jedoch um 21 Prozent auf 2,8 Milliarden US-Dollar. Im gesamten Geschäftsjahr 2016 lag der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr unverändert bei 49,2 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn stieg jedoch um 20 Prozent auf 10,7 Milliarden US-Dollar.

Clouddienste statt Hardwarekomponenten

Hintergrund des Stellenabbaus ist der strategische Umbau des Unternehmens. Anstatt Hardware zu verkaufen, setzt Cisco stärker auf softwarebasierte Netzwerklösungen, wie sie für Clouddienste benötigt werden. "Für die softwarebasierte Zukunft benötigt man andere Qualifikationen als bisher", zitierte CRN eine der unternehmensnahen Quellen. Der Markt für solche Produkte sei theoretisch größer und verspreche höhere Gewinnmargen, jedoch werde der Weg dorthin einige Zeit in Anspruch nehmen.

Cisco hatte in den vergangenen Jahren mehrfach angekündigt, für den Umbau des Unternehmens tausende Mitarbeiter entlassen zu wollen. Vor zwei Jahren hatte der damalige Konzernchef John Chambers die Entlassung von 6.000 Mitarbeitern bekanntgegeben. Im Jahr zuvor hatten 4.000 Mitarbeiter ihren Job verloren.

Golem Karrierewelt
  1. Green IT: Praxisratgeber zur nachhaltigen IT-Nutzung (virtueller Ein-Tages-Workshop)
    10.08.2022, virtuell
  2. Elastic Stack Fundamentals – Elasticsearch, Logstash, Kibana, Beats: virtueller Drei-Tage-Workshop
    26.-28.09.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Chambers hatte im August 2014 gesagt, das Unternehmen werde trotz der Entlassungen am Ende des Jahres genauso viele Mitarbeiter haben wie zum Jahresbeginn. Cisco schaffe Raum für Neues und werde Neueinstellungen in den Bereichen Rechenzentren, Software, Security und Cloud vornehmen.

Gewinn deutlich gestiegen

Cisco Systems hatte im März 2014 angekündigt, die neue Sparte Cisco Cloud Services zu gründen und in diesen Bereich über die nächsten zwei Jahre eine Milliarde US-Dollar zu investieren. Der traditionelle Verkauf von Netzwerkkompenenten wie Router und Switches schwächelt hingegen schon seit längerem. Mit ein Grund dafür waren die Enthüllungen über die Spionage und Überwachung des US-Geheimdienstes NSA. Insbesondere die chinesischen Kunden misstrauten der US-Technik von Cisco. In China hat Cisco mit Huawei und ZTE zudem starke Konkurrenten.

Nachtrag vom 18. August 2016, 10:10 Uhr

Wir haben den Artikel nach Bekanntgabe der Quartalszahlen im ersten und zweiten Absatz ergänzt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
TADF Technologie
Samsung kauft Cynora in Bruchsal und entlässt alle

Der Cynora-Chef wollte das deutsche Start-up zum Einhorn entwickeln. Nun wurden die Patente und die TADF-Technologie von Samsung für 300 Millionen Dollar gekauft und das Unternehmen zerschlagen.

TADF Technologie: Samsung kauft Cynora in Bruchsal und entlässt alle
Artikel
  1. Brandenburg: DNS:Net-Verteiler wegen Telekom-Werbebanner überhitzt?
    Brandenburg  
    DNS:Net-Verteiler wegen Telekom-Werbebanner überhitzt?

    Bei DNS:Net kam es in dieser Woche bei starker Hitze zu einem Netzausfall in einem Ort. Schuld soll ein Werbebanner der Konkurrenz gewesen sein.

  2. Kryptogeld: Bitcoin wieder unter 20.000 US-Dollar, Fonds vor dem Aus
    Kryptogeld
    Bitcoin wieder unter 20.000 US-Dollar, Fonds vor dem Aus

    Ein Gericht hat die Liquidation von Three Arrows Capital angeordnet. Der Bitcoin sinkt wieder unter die Grenze von 20.000 US-Dollar.

  3. Vodafone: Vantage Towers betreibt Sendestationen mit Wasserstoff
    Vodafone
    Vantage Towers betreibt Sendestationen mit Wasserstoff

    Bei der Entwicklung des Containers mit Wasserstoffmotor sind Erfahrungen aus Einsätzen bei der Flutkatastrophe im Ahrtal eingeflossen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PNY RTX 3080 12GB günstig wie nie: 929€ • MindStar (MSI RX 6700 XT 499€, G.Skill DDR4-3600 32GB 165€, AMD Ryzen 9 5900X 375€) • Nur noch heute: NBB Black Week • Top-TVs bis 53% Rabatt • Top-Gaming-PC mit AMD Ryzen 7 RTX 3070 Ti 1.700€ • Samsung Galaxy S20 FE 5G 128GB 359€ [Werbung]
    •  /