13.620 Satelliten: Astra plant LEO-Satellitennetzwerk für schnelles Internet

Zu Amazons Project Kuiper und Starlink von SpaceX kommt eine weitere LEO-Konstellation für schnelles Satelliteninternet. Astra Space Platform will alles selbst bauen.

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Raketen starten klappt bei Astra schon mal.
Raketen starten klappt bei Astra schon mal. (Bild: Astra/Nasaspaceflight.com/Screenshot: Golem.de)

Mit Astra, einem US-amerikanischen Trägerraketenunternehmen, hat ein weiterer Akteur bei der Federal Communications Commission die Genehmigung für ein LEO-Satellitennetzwerk eingereicht. Das geht aus Unterlagen hervor, die Astra Space Platform Services bei der Bundesbehörde eingereicht hat. Danach sollen 13.620 Satelliten in Orbitalhöhen von 380 bis 700 Kilometern geschickt und mit Antriebssystemen ausgestattet werden, um Kollisionen zu vermeiden und einen Wechsel der Umlaufbahn zu ermöglichen.

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Eine mögliche Anwendung der V-Band-Konstellation soll den Angaben zufolge "Breitbandkonnektivität" sein. Die neue Konstellation bringe "neue Möglichkeiten für zuverlässige Hochgeschwindigkeits-Kommunikationsdienste für ausgewählte Großunternehmen, Behörden, institutionelle Nutzer und Partner auf der ganzen Welt", heißt es in dem Antrag. Damit ist offenbar keine eigene Vermarktung von Satelliteninternet an Endkunden geplant.

LEO-Konstellation von Starlink mit sehr guten Werten

Von einem Low Earth Orbit (kurz LEO) spricht man, wenn sich der Satellit auf einer niedrigen Erdumlaufbahn bewegt, auf einer Höhe von etwa 200 bis 2.000 km. Die LEO-Konstellation von Starlink ist mit in anfänglichen Flughöhen zwischen circa 400 und 650 km ganz ähnlich und erlaubt es, die Latenz erheblich zu verbessern. Auch die Datenübertragungsraten sind weit höher als bei bisherigen Anbietern von Satelliteninternet.

Astra hat Ende August 2021 in Alaska den dritten Versuch unternommen, eine Rakete in den Orbit zu starten. Der Start war für das Unternehmen besonders wichtig, denn es war der erste nach dem Börsengang durch einen SPAC. Golem berichtete bereits über die Pläne des Unternehmens, täglich Raketenstarts für nur 250.000 US-Dollar durchzuführen. Astra erklärte, seine Satelliten würden im eigenen Haus gebaut und mit den eigenen Raketen gestartet.

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Bereits im vierten Quartal 2022 wird Amazon seine ersten beiden Satelliten des LEO-Projects Kuiper in den Orbit bringen lassen. Die Konstellation soll aus 3.236 Satelliten in unterschiedlichen Umlaufbahnen bestehen: Der höchste Orbit liegt in 630 km Höhe. Dort will Amazon 1.156 Satelliten stationieren. 20 km niedriger sollen 1.296 Satelliten kreisen. Der niedrigste Orbit befindet sich bei 590 km. Dort werden 784 Satelliten ausgesetzt.

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