Zum Hauptinhalt Zur Navigation

12VHPWR: RTX-4090-Stecker schmilzt nach einem Jahr

Die Hersteller haben den Grafikkarten -Stromanschluss mittlerweile überarbeitet. Ältere Karten bleiben aber offenbar anfällig.
/ Martin Böckmann
26 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Nur richtig eingesteckt und ohne Fehler bei der Herstellung schafft der 12VHPWR-Stecker wirklich 600 Watt. (Bild: Martin Böckmann/Golem.de)
Nur richtig eingesteckt und ohne Fehler bei der Herstellung schafft der 12VHPWR-Stecker wirklich 600 Watt. Bild: Martin Böckmann/Golem.de

Auf Reddit hat ein Nutzer einen defekten Stromanschluss an seiner Nvidia Geforce RTX 4090 gezeigt(öffnet im neuen Fenster) . Vor einiger Zeit wäre er damit nicht allein gewesen, denn anfangs berichteten mehrere Besitzer von Problemen. Die aktuell gezeigte Grafikkarte war laut Angaben des Nutzers aber bereits seit dem Release der Ada-Generation verbaut und funktionierte bisher fehlerfrei.

Nvidia sah nach der Analyse der damals aufgetretenen Fälle die Ursache vor allem in einer fehlerhaften Installation der Karten. Die betroffenen Nutzer sollen die Stecker nicht vollständig eingesteckt haben, was durch den unvollständigen Kontakt zu einem hohen elektrischen Übergangswiderstand geführt habe. Dadurch überhitze der Stecker und das Plastik könne schmelzen.

Die Behauptungen der Nutzer, dass sie als erfahrene Systemintegratoren einen solchen Fehler nicht gemacht hätten, lassen sich schwer nachprüfen. Ebenso ist die Aussage des Herstellers, der seine Kunden in der Verantwortung sieht, nicht überprüfbar. Der aktuelle Fall zeigt aber, dass auch Qualitätsprobleme nicht ausgeschlossen werden können. Auch hier kam ein beigelegter Adapter zum Einsatz.

Verbindungen können sich mit der Zeit lösen

Wenn Steckverbindungen über längere Zeit unter mechanischer Belastung stehen, können sie sich mit der Zeit lockern. Besonders begünstigt wird dies durch thermische Zyklen, also das Ausdehnen bei Hitze und anschließendes Schrumpfen, wenn der PC abgeschaltet wird. Durch die Halteklammer kann der Stecker zwar nicht herausfallen, die Kontakte selbst könnten sich aber mit der Zeit lockern.

Da die Stecker gemäß Spezifikation mehr als genug Reserven haben, um auch langfristig dieser Belastung standzuhalten, liegt die Vermutung eines schon vorher bestehenden Qualitätsproblems nahe, das sich im Laufe der Zeit zu einem Schaden entwickelte. Bereits in der Vergangenheit war die Zahl der dokumentierten Fälle überschaubar.

Wer eine Grafikkarte mit 12VHPWR-Stecker hat, kann zur Sicherheit aber auch noch einmal überprüfen, ob zwischenzeitlich Verformungen am Anschluss aufgetreten sind, und vor allem, ob der Stecker wirklich ganz eingesteckt ist. Grafikkarten mit defektem Anschluss wurden in den bekannten Fällen anstandslos ausgetauscht.


Relevante Themen