11th Gen Core: Das kann Intels Rocket Lake

Weniger Kerne, dafür eine neue Architektur: So will Intel mit Rocket Lake die Ryzen-Konkurrenz überholen, besseres Overclocking inklusive.

Ein Bericht von veröffentlicht am
Mit Rocket Lake S will Intel wieder vor AMD liegen.
Mit Rocket Lake S will Intel wieder vor AMD liegen. (Bild: Intel)

Besser spät als nie, lautet bei Intel die Devise: Noch vor ein paar Jahren wäre ein Design wie Rocket Lake undenkbar gewesen, das weiterhin problematische 10-nm-Verfahren aber sorgte für ein Umdenken. Wir erläutern, was Intels kommende 11th Gen Core genannten Prozessoren so besonders macht.

Inhalt:
  1. 11th Gen Core: Das kann Intels Rocket Lake
  2. Xe-Grafik, PCIe Gen4, USB 3.2 Gen2

Seit 2015 hält Intel im Desktop-Segment notgedrungen an der Skylake-Microarchitektur und der 14-nm-Fertigung fest: Ausgehend von vier Kernen (6700K) wurde das Design auf sechs (8700K) sowie acht (9900K) und zuletzt auf zehn Kerne (10900K) erweitert - bei steigenden Taktraten und entsprechender thermischer Verlustleistung, sofern das Mainboard diese nicht limitiert.

Noch mehr Kerne in den 14-nm-Node zu quetschen, war keine Option, weshalb Intels Team in Israel sich vor etwa drei Jahren zum Backporting entschieden hat: Rocket Lake nutzt die Architektur von Ice Lake, also den 10-nm-Ultrabook-Chips, die 2019 vorgestellt wurden. Deren Sunny-Cove-Technik hat Intel auf 14 nm zurückportiert und Cypress Cove getauft.

  • Intel vermarktet Rocket Lake S als 11th Gen (Bild: Intel)
  • RKL-S hat acht Kerne, eine Xe-iGPU mit 32 EUs und 20 PCIe Gen4 Lanes. (Bild: Intel)
  • Die 500er-Chipsätze weisen natives USB 3.2 Gen2 auf. (Bild: Intel)
  • Core i9-11900K vs Core i9-10900K (Bild: Intel)
  • Core i9-11900K vs Ryzen 9 5900X (Bild: Intel)
  • Core i9-11900K vs Ryzen 9 5900X (Bild: Intel)
  • Spefikationen von Rocket Lake S als i9/i7 (Bild: Intel)
  • Spefikationen von Rocket Lake S als i5 (Bild: Intel)
  • Spefikationen von Comet Lake S Refresh (Bild: Intel)
  • Rocket Lake S (Bild: Intel)
Intel vermarktet Rocket Lake S als 11th Gen (Bild: Intel)

Verglichen mit Skylake hat Cypress/Sunny Cove ein breiteres Front- und Backend plus größere Puffer: So wächst etwa der Micro-Op-Cache von 1.536 auf 2.304 Einträge, der L1D von 32 KByte auf 48 KByte und der L2 verdoppelt sich von 256 KByte auf 512 KByte. Die Menge der Ports steigt von 8 auf 10, der Reorder-Buffer fasst 352 statt 224 Einträge und es gibt eine zweite AGU für Store-Vorgänge.

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Unterm Strich soll so die Leistung pro Takt (IPC) um 19 Prozent steigen, was allerdings nur für Singlethreading-Workloads und Gleitkomma-Berechnungen gilt. Wie Intels frühere Messungen mit Ice Lake zeigen, schwankt der IPC-Wert deutlich, da dieser stark von der jeweiligen Anwendung abhängig ist. Damals wurden Spec2016, WebXPRT und Cinebench R20 verwendet, bei Rocket Lake hingegen einzig SpecCPU2017 als Benchmark genutzt, was insbesondere für Spiele wenig aussagekräftig ist.

Mit Cypress Cove hält auch AVX-512 erstmals Einzug im Desktop, wobei entsprechende Anwendungen selbst im Server-Segment vergleichsweise selten sind. AVX-512 treibt die Leistungsaufnahme deutlich nach oben, weshalb üblicherweise mit einem Offset für die Frequenzen gearbeitet wird. Mit AVX-512 einher gehen die VNNI (Vector Neural Network Instructions), zudem gibt es den GNA 2.0 (Gaussian Neural Accelerator).

Intel-Prozessoren

Ein Prozessor besteht jedoch längst nicht nur aus CPU-Kernen, auch weitere IP-Blöcke spielen eine Rolle. Hier hat Intel mit den 11th Gen Core deutlich aufgeholt.

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Xe-Grafik, PCIe Gen4, USB 3.2 Gen2 
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schnedan 21. Mär 2021

AMD ZenX: mehr interne Ressourcen + Fertigungstechnologie = bessere Leistung Apple M1...

Trollversteher 19. Mär 2021

In den allermeisten Fällen tut es auch locker einer der größeren Ryzen 3 Modelle aus der...

ms (Golem.de) 18. Mär 2021

Wir haben den Mac Mini da, ich schau mal was geht.

floxiii 18. Mär 2021

Das ist bei AMD nicht anders. So ist z.B. der 5500U ein Zen2, der 5600U ein Zen3.



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