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PCIe Gen4 auch für bisherige Boards

Mit Comet Lake S erschienen die ersten Sockel-LGA-1200-Bretter, konkret solche mit Z490-, H470-, B460- und H410-Chips. Auf den ersten Blick mögen sich diese nur bei der Anzahl der PCIe-Lanes oder den Sata/USB-Ports unterscheiden, es handelt sich aber um zwei 14-nm-Designs. Z490 und H470 basieren auf dem CML-H (Highend) genannten Chip, B460 und H410 auf dem CML-V (Value).

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Wer eine Platine mit Z490 oder H470 nutzt, kann Rocket Lake nutzen - der populäre B460 und der günstige H410 hingegen sind außen vor, weil es diesen laut Intel an den Signalen für die Architektur mangelt. Und selbst wenn ein Z490 oder H470 verwendet werden, gibt es Einschränkungen: PCIe Gen4 wird nicht offiziell unterstützt, stattdessen findet ein Fallback auf PCIe Gen3 statt.

Allerdings gestattet es Intel seinen Partnern, den ersten PEG-x16-Slot für die Grafikkarte und einen M.2-Steckplatz mit PCIe Gen4 laufen zu lassen, wenn diese entsprechend validiert sind. Entsprechende Z490- und H470-Platinen gibt es von Asrock, von Asus, von Gigabyte und von MSI. Bei einigen Boards gibt es noch einen an die CPU angeschlossenen M.2-Slot für NVMe-SSDs, der einzig mit Rocket Lake funktioniert.

  • Intels Rocket Lake im Gruppenbild (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Core i9-11900K, Core i7-11700K, Core i5-11600K (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Rocket Lake im Überblick (Bild: Intel)
  • Sunny Cove wurde mit 10 nm und Ice Lake U eingeführt. (Bild: Intel)
  • Plattform-Diagramm von Rocket Lake (Bild: Intel)
  • Die Xe-LP-Grafikeinheit unterstützt AV1-Decoding. (Bild: Intel)
  • Rocket Lake läuft nur in Z490- und H470- sowie in 500er-Boards. (Bild: Intel)
  • Abseits des H510 gibt es 20 CPU-Lanes und USB 3.2 Gen2x2. (Bild: Intel)
  • Z590 und H470 unterstützen einen x8-Link zum Prozessor. (Bild: Intel)
  • PCIe Gen4 x4 für eine NVMe-SSD klappt wie erwartet. (Bild: Golem.de)
  • Gear1 statt Gear2 verringert die RAM-Latenz, was wichtig für Spiele ist. (Bild: Golem.de)
  • Der Adaptive Boost steigert die Taktraten auf bis zu 5,3 GHz für alle Kerne. (Bild: Intel)
  • Neuere Firmware-Versionen verbessern Bandbreite und RAM-Latenz. (Bild: Golem.de)
  • Empfohlene Power-Limits für Comet Lake und Rocket Lake  (Bild: Intel)
  • MSI fragt nach PL1/PL2, legt aber nach zehn Sekunden volle 255 Watt an. (Bild: Golem.de)
  • Asus' ROG Maximus XIII Hero und MSIs B560 Tomahawk WiFi (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Rocket Lake läuft nur in Z490- und H470- sowie in 500er-Boards. (Bild: Intel)

Hintergrund ist, dass die neuen Prozessoren PCIe Gen4 unterstützen und mehr Lanes haben: Die CPUs weisen 20 statt 16 Bahnen auf, weshalb neben einem PEG-x16- oder zwei x8-Slots auch ein x4-Steckplatz für SSDs angebunden werden kann. Umgekehrt bedeutet das, dass bei einem Comet-Lake-Prozessor dieser M.2-Slot bei einem Z590-Board leer bleiben muss, weil der Chip aufgrund von 16 Lanes keine Leitungen zur Verfügung stellt.

Die 500er-Chipsätze selbst haben kein PCIe Gen4, sondern PCIe Gen3. Zumindest beim Z590 und beim H570 fällt die Anbindung zum Prozessor aber doppelt so breit aus, wenn ein Rocket Lake verwendet wird: Statt eines x4- wird ein x8-DMI-Link genutzt. Neu ist zudem - abseits des H510 - eine Unterstützung von USB 3.2 Gen2 (20 GBit/s) für besonders schnelle externe SSDs, bisher wurde sie durch zusätzliche Asmedia-Controller bereitgestellt.

Schnellerer RAM per Gear1-Modus

Bei der Speicherunterstützung geht Intel den Schritt von DDR4-2933 hin zu DDR4-3200, die volle Geschwindigkeit erhält offiziell aber einzig der Core i9-11900K(F). Verantwortlich sind die beiden Gear-Modi, welche Intel mit Ice Lake U eingeführt hat: Bei Gear1 läuft der Speichercontroller mit vollem Takt, bei Gear2 mit halbem. Bei DDR4-2933 schalten alle Rocket Lake in den Gear1-Betrieb, was aufgrund der niedrigeren Speicherlatenz gerade für Spiele klar die bessere Wahl darstellt.

  • Intels Rocket Lake im Gruppenbild (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Core i9-11900K, Core i7-11700K, Core i5-11600K (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Rocket Lake im Überblick (Bild: Intel)
  • Sunny Cove wurde mit 10 nm und Ice Lake U eingeführt. (Bild: Intel)
  • Plattform-Diagramm von Rocket Lake (Bild: Intel)
  • Die Xe-LP-Grafikeinheit unterstützt AV1-Decoding. (Bild: Intel)
  • Rocket Lake läuft nur in Z490- und H470- sowie in 500er-Boards. (Bild: Intel)
  • Abseits des H510 gibt es 20 CPU-Lanes und USB 3.2 Gen2x2. (Bild: Intel)
  • Z590 und H470 unterstützen einen x8-Link zum Prozessor. (Bild: Intel)
  • PCIe Gen4 x4 für eine NVMe-SSD klappt wie erwartet. (Bild: Golem.de)
  • Gear1 statt Gear2 verringert die RAM-Latenz, was wichtig für Spiele ist. (Bild: Golem.de)
  • Der Adaptive Boost steigert die Taktraten auf bis zu 5,3 GHz für alle Kerne. (Bild: Intel)
  • Neuere Firmware-Versionen verbessern Bandbreite und RAM-Latenz. (Bild: Golem.de)
  • Empfohlene Power-Limits für Comet Lake und Rocket Lake  (Bild: Intel)
  • MSI fragt nach PL1/PL2, legt aber nach zehn Sekunden volle 255 Watt an. (Bild: Golem.de)
  • Asus' ROG Maximus XIII Hero und MSIs B560 Tomahawk WiFi (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Gear1 statt Gear2 verringert die RAM-Latenz, was wichtig für Spiele ist. (Bild: Golem.de)

Gear2 ist jedoch keineswegs irrelevant, denn ein 1:2-Verhältnis hilft bei der RAM-Übertaktung, weil die Frequenz des Speichercontrollers nicht mehr limitiert: Per Gear1 erreichen wir DDR4-3600 bis DDR4-3733, für mehr muss auf Gear2 gewechselt werden. Bisher war RAM-Overclocking den Z-Mainboards vorbehalten, mit Rocket Lake öffnet Intel dieses auch für H570 und B560. Der CPU-Multiplikator kann weiterhin nicht verändert werden, hier bleibt nur der Griff zu einer Z590-/Z490-Platine.

Egal ob Übertaktung oder nicht: Für Rocket Lake ist die UEFI-Version relevant, da Intel kurzfristig die Performance noch per Microcode-Update erhöht hat.

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 10-nm-uArch trifft 14-nm-DesignAlte Firmware, neue Firmware 
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CPUs von Intel, Comet-Lake - von PCGH getestet

ProduktnameIntel Core i9-10900KIntel Core i9-10850KIntel Core i7-10700KIntel Core i9-10900Intel Core i5-10400FIntel Core i5-10600K
HerstellerIntelIntelIntelIntelIntelIntel
Weitere Daten anzeigen ...
Leistung**88,8 %/58,5 %88,5 %/58,6 %83,6 %/47,6 %87,0 %/42,7 %72,0 %/31,6 %75,3 %/35,6 %
Stromverbrauch66/86/58 Watt65/86/59 Watt10/66/65/71 Watt58/65/53 Watt30/35/28 Watt43/54/39 Watt
Kerne10c/20t10c/20t8c/16t10c/20t6c/12t,6c/12t
GrafikComet Lake GT2Comet Lake GT2Comet Lake GT2Comet Lake GT2-Comet Lake GT2
Basistakt3,7 GHz + Turbo3,6 GHz (4,8-5,2 GHz)3,8 GHz + Turbo2,8 GHz (4,3-5,2 GHz)2,9 GHz (4-4,3 GHz)4,1 GHz (4,5-4,8 GHz)
Prozess14 nm14 nm14 nm14 nm14 nm14 nm
RAM (max.)2× DDR4-29332× DDR4-29332× DDR4-29332× DDR4-29332× DDR4-26662× DDR4-2666
Sockel120012001200120012001200
Vorteile
  • Gute Spieleleistung
  • Gefühlt gleich schnell wie 10900K
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  • besseres P/L-Verhältnis als 10900K
  • 9900K-Leistung
  • In Spielen sehr schnell
  • Sehr effizient
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  • Gute Spieleleistung
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Nachteile
  • Nur PCIe 3.0
  • Nur PCI-E 3.0
  • Schlechter übertaktbar als 10900K
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DarioBerlin 07. Apr 2021 / Themenstart

Mein Ideapad 5 mit dem Ryzen 4800U läuft leider auch nur bedingt rund. Allerdings denke...

freddx12 31. Mär 2021 / Themenstart

Hab letztens 150 euro für nen 10600kf bezahlt, also bei 10th gen Preisen sogar brandneu...

ms (Golem.de) 30. Mär 2021 / Themenstart

Weil die IP von Tiger Lake bzw Xe LP zu alt ist.

Denni 30. Mär 2021 / Themenstart

Mehr als 2*16GB 3600 macht preislich auch wenig Sinn, von daher kann ich der...

ms (Golem.de) 30. Mär 2021 / Themenstart

Siehe Tabelle, eingetragen ist der offiziell unterstützte Gear1-Takt.

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