10-nm-uArch trifft 14-nm-Design

Intel nutzte 14 nm ab der Broadwell-Generation von 2014 (Core i7-5775C), es folgte 2015 die Skylake-Technik (Core i7-6700K) und 2016 das leicht verbesserte Kaby-Lake-Design (Core i7-7700K) mit 14+ nm genannter Fertigung. Mit 14++ weitete Intel gar den Gate-Pitch der Transistoren für höhere Taktraten, die Prozessoren wurden daher größer.

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Seit 2017 schleppt Intel nun 14++ nm und Kaby Lake mit: Auch die sechskernigen Coffee-Lake-Modelle (Core i7-8700K), der achtkernige Refresh (Core i9-9900K) und zuletzt Comet Lake (Core i9-10900K), sie alle basieren auf dieser Kombination. Bei Rocket Lake findet endlich ein Wechsel statt, denn Intel hat die CPU-Architektur der 10-nm-Ice-Lake-Chips für Ultrabooks auf 14 nm zurückportiert.

Deren Technik heißt Sunny Cove, für Rocket Lake hat Intel sie in Cypress Cove umbenannt. Verglichen mit Skylake hat Cypress/Sunny Cove ein breiteres Front- und Backend plus größere Puffer: So wächst etwa der Micro-Op-Cache von 1.536 auf 2.304 Einträge, der L1D von 32 KByte auf 48 KByte und der L2 verdoppelt sich von 256 KByte auf 512 KByte. Die Menge der Ports steigt von 8 auf 10, der Reorder-Buffer fasst 352 statt 224 Einträge und es gibt eine zweite AGU für Store-Vorgänge.

  • Intels Rocket Lake im Gruppenbild (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Core i9-11900K, Core i7-11700K, Core i5-11600K (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Rocket Lake im Überblick (Bild: Intel)
  • Sunny Cove wurde mit 10 nm und Ice Lake U eingeführt. (Bild: Intel)
  • Plattform-Diagramm von Rocket Lake (Bild: Intel)
  • Die Xe-LP-Grafikeinheit unterstützt AV1-Decoding. (Bild: Intel)
  • Rocket Lake läuft nur in Z490- und H470- sowie in 500er-Boards. (Bild: Intel)
  • Abseits des H510 gibt es 20 CPU-Lanes und USB 3.2 Gen2x2. (Bild: Intel)
  • Z590 und H470 unterstützen einen x8-Link zum Prozessor. (Bild: Intel)
  • PCIe Gen4 x4 für eine NVMe-SSD klappt wie erwartet. (Bild: Golem.de)
  • Gear1 statt Gear2 verringert die RAM-Latenz, was wichtig für Spiele ist. (Bild: Golem.de)
  • Der Adaptive Boost steigert die Taktraten auf bis zu 5,3 GHz für alle Kerne. (Bild: Intel)
  • Neuere Firmware-Versionen verbessern Bandbreite und RAM-Latenz. (Bild: Golem.de)
  • Empfohlene Power-Limits für Comet Lake und Rocket Lake  (Bild: Intel)
  • MSI fragt nach PL1/PL2, legt aber nach zehn Sekunden volle 255 Watt an. (Bild: Golem.de)
  • Asus' ROG Maximus XIII Hero und MSIs B560 Tomahawk WiFi (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Rocket Lake im Überblick (Bild: Intel)

Unterm Strich soll so die Leistung pro Takt (IPC) um 19 Prozent steigen, was allerdings laut Hersteller für Singlethreading-Gleitkomma-Berechnungen gilt. Wie Intels frühere Messungen mit Ice Lake zeigen, schwankt der IPC-Wert deutlich, da dieser stark von der jeweiligen Anwendung abhängig ist. Unsere Benchmarks zeigen, dass die Leistung pro Takt in Anwendungen und Spielen durchaus ankommt, wenngleich nur mit 10 Prozent statt knapp 20 Prozent.

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Mit Cypress Cove hält AVX-512 erstmals Einzug im Desktop, wobei entsprechende Anwendungen selbst im Server-Segment eher selten sind. AVX-512 treibt die Leistungsaufnahme deutlich nach oben, weshalb üblicherweise mit einem Offset für die Frequenzen gearbeitet wird. Mit AVX-512 einher gehen die VNNI (Vector Neural Network Instructions), zudem gibt es den GNA 2.0 (Gaussian Neural Accelerator).

Xe-Grafik für künstliche Intelligenz

Abseits der Cove-Kerne integriert Rocket Lake noch eine Xe-LP-Grafikeinheit mit 32 EUs, also Ausführungseinheiten. Die iGPU beherrscht INT8 (genauer DP4A) mit doppelter INT16- respektive vierfacher FP32-Rate, was wichtig für maschinelles Lernen - hier Inferencing - ist. Die Grafik integriert überdies eine Hardware-Beschleunigung für 4K60-AV1- und 4K60-12-Bit-H.265-Decoding, natives HDMI 2.0b ist vorhanden.

  • Intels Rocket Lake im Gruppenbild (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Core i9-11900K, Core i7-11700K, Core i5-11600K (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Rocket Lake im Überblick (Bild: Intel)
  • Sunny Cove wurde mit 10 nm und Ice Lake U eingeführt. (Bild: Intel)
  • Plattform-Diagramm von Rocket Lake (Bild: Intel)
  • Die Xe-LP-Grafikeinheit unterstützt AV1-Decoding. (Bild: Intel)
  • Rocket Lake läuft nur in Z490- und H470- sowie in 500er-Boards. (Bild: Intel)
  • Abseits des H510 gibt es 20 CPU-Lanes und USB 3.2 Gen2x2. (Bild: Intel)
  • Z590 und H470 unterstützen einen x8-Link zum Prozessor. (Bild: Intel)
  • PCIe Gen4 x4 für eine NVMe-SSD klappt wie erwartet. (Bild: Golem.de)
  • Gear1 statt Gear2 verringert die RAM-Latenz, was wichtig für Spiele ist. (Bild: Golem.de)
  • Der Adaptive Boost steigert die Taktraten auf bis zu 5,3 GHz für alle Kerne. (Bild: Intel)
  • Neuere Firmware-Versionen verbessern Bandbreite und RAM-Latenz. (Bild: Golem.de)
  • Empfohlene Power-Limits für Comet Lake und Rocket Lake  (Bild: Intel)
  • MSI fragt nach PL1/PL2, legt aber nach zehn Sekunden volle 255 Watt an. (Bild: Golem.de)
  • Asus' ROG Maximus XIII Hero und MSIs B560 Tomahawk WiFi (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Die Xe-LP-Grafikeinheit unterstützt AV1-Decoding. (Bild: Intel)

Die Sunny-Cove-Backportierung, die neue Grafikeinheit und PCIe Gen4 - dazu gleich mehr - machen Rocket Lake S trotz nur acht Kernen zu einem sehr großen Chip: Intel spricht von rund 6 Milliarden Transistoren, die Chipfläche beträgt ausgemessen etwa 270 mm². Das ist ein enormer Zuwachs, denn Comet Lake S mit zehn Kernen begnügt sich mit knapp 4 Milliarden Transistoren bei circa 200 mm².

Umso bitterer für Intel, dass die neuen Chips nicht in allen älteren Platinen laufen.

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CPUs von Intel, Comet-Lake - von PCGH getestet

ProduktnameIntel Core i9-10900KIntel Core i9-10850KIntel Core i7-10700KIntel Core i9-10900Intel Core i5-10400FIntel Core i5-10600K
HerstellerIntelIntelIntelIntelIntelIntel
Weitere Daten anzeigen ...
Leistung**88,8 %/58,5 %88,5 %/58,6 %83,6 %/47,6 %87,0 %/42,7 %72,0 %/31,6 %75,3 %/35,6 %
Stromverbrauch66/86/58 Watt65/86/59 Watt10/66/65/71 Watt58/65/53 Watt30/35/28 Watt43/54/39 Watt
Kerne10c/20t10c/20t8c/16t10c/20t6c/12t,6c/12t
GrafikComet Lake GT2Comet Lake GT2Comet Lake GT2Comet Lake GT2-Comet Lake GT2
Basistakt3,7 GHz + Turbo3,6 GHz (4,8-5,2 GHz)3,8 GHz + Turbo2,8 GHz (4,3-5,2 GHz)2,9 GHz (4-4,3 GHz)4,1 GHz (4,5-4,8 GHz)
Prozess14 nm14 nm14 nm14 nm14 nm14 nm
RAM (max.)2× DDR4-29332× DDR4-29332× DDR4-29332× DDR4-29332× DDR4-26662× DDR4-2666
Sockel120012001200120012001200
Vorteile
  • Gute Spieleleistung
  • Gefühlt gleich schnell wie 10900K
  • Offener Multiplikator
  • besseres P/L-Verhältnis als 10900K
  • 9900K-Leistung
  • In Spielen sehr schnell
  • Sehr effizient
  • Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Gute Spieleleistung
  • Sehr schneller Hexacore
Nachteile
  • Nur PCIe 3.0
  • Nur PCI-E 3.0
  • Schlechter übertaktbar als 10900K
  • Lässt Neues vermissen
  • Kein offener Multiplikator
  • Keine
  • Gegenüber 10700K ineffizient
Angebote


DarioBerlin 07. Apr 2021

Mein Ideapad 5 mit dem Ryzen 4800U läuft leider auch nur bedingt rund. Allerdings denke...

freddx12 31. Mär 2021

Hab letztens 150 euro für nen 10600kf bezahlt, also bei 10th gen Preisen sogar brandneu...

ms (Golem.de) 30. Mär 2021

Weil die IP von Tiger Lake bzw Xe LP zu alt ist.

Denni 30. Mär 2021

Mehr als 2*16GB 3600 macht preislich auch wenig Sinn, von daher kann ich der...

ms (Golem.de) 30. Mär 2021

Siehe Tabelle, eingetragen ist der offiziell unterstützte Gear1-Takt.



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