115 West B: Eutelsat bringt ersten elektrisch-angetriebenen Satelliten

Eutelsat will mit dem 115 West B Breitbandzugänge und Backhaul für Mobilfunkdienste bieten. Der Satellit kam früher als geplant in den Orbit.

Artikel veröffentlicht am ,
Grafik zum Eutelsat 115 West B
Grafik zum Eutelsat 115 West B (Bild: Eutelsat)

Mit dem 115 West B hat Eutelsat seinen ersten elektrisch-angetriebenen Satelliten in den Orbit gebracht. Das gab der französische Satellitennetzbetreiber bekannt. Der neue Satellit nimmt seinen kommerziellen Betrieb bereits Mitte Oktober auf, einen Monat früher als geplant.

Die Nutzlast von Eutelsat 115 West B umfasst 24 C-Band-Transponder sowie Transponder, die 41,5-Ku-Band-Transpondern entsprechen. Ausgeleuchtet werden Alaska, Kanada, Mexiko und Südamerika. Der neue Satellit richtet sich an die Bereiche Breitbandzugänge, Backhaul für Mobilfunkdienste, VSAT und soziale Medien.

Für 2016 ist zudem mit dem Eutelsat 65 West A ein dritter Satellit als Teil von Eutelsats amerikanischen Ausbauplänen geplant. Dieser wird Ausleuchtzonen für Brasilien und Lateinamerika im C-, Ku- und Ka-Band bereitstellen.

Satellit mit Xenion-Ion-Antriebssystem

Der weltweit erste elektrisch-angetriebener Satellit Eutelsat 115 West B wurde von Boeing gebaut und startete am 1. März 2015. Im Gegensatz zu herkömmlichen Orbitern mit Raketentreibstoff hat der Satellit ein Xenion-Ion-Antriebssystem. Dabei treibt ein Thruster den Satelliten an, der mit hohen Geschwindigkeiten elektronisch geladene Partikel (Ionen) ausstößt. Das System nutzt Xenon als Treibstoff und die durch die Sonnensegel erzeugte elektrische Energie für die Xenon-Ionisation.

Durch das voll-elektrische Antriebssystem und den Verzicht auf herkömmlichen Treibstoff hat der Satellit ein deutlich geringeres Startgewicht. Dieses betrug nur 2,2 Tonnen, normalerweise sind es rund 5 Tonnen. Das reduzierte Gewicht drückt sich in deutlich geringeren Startkosten aus. Jedoch dauert die Reise zur Orbitalposition nicht wenige Tage, sondern sechs Monate und länger.

Nachtrag vom 1. Oktober 2015, 09:50 Uhr

Das Unternehmen SES hat durch einen Übersetzungsfehler von vollelektronischen Satelliten gesprochen. Es muss aber "voll elektrisch-angetrieben" heißen. Die Meldung wurde entsprechend überarbeitet

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Trollversteher 01. Okt 2015

Richtig. Zudem ist es ein wichtiger Beitrag zur Vermeidung von Weltraumschrott, denn...

DjNorad 01. Okt 2015

;-) Probleme, die die Welt bewegen.....

Arystus 01. Okt 2015

Sonnensegel oder Photovoltaik anlagen? Mit Sonnensegeln könnte man auch einen Satelliten...



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