Abo
  • Services:

11 Milliarden Euro: Liberty Global soll Unitymedia ausgenommen haben

Recherchen des Spiegel und der britischen Organisation Finance Uncovered ergaben, dass Liberty Global dem Kabelnetzbetreiber Unitymedia die Zinsen für die Übernahmekredite und mehr in Rechnung gestellt hat. Der hochprofitable Verkauf an Vodafone soll weitgehend steuerfrei ablaufen.

Artikel veröffentlicht am ,
John Malone, Chairman von Liberty Global
John Malone, Chairman von Liberty Global (Bild: Mario Anzuoni/Reuters)

Mit dem Verkauf von Unitymedia an Vodafone wird der weltgrößte Kabelnetzbetreiber Liberty Global voraussichtlich 7,2 Milliarden Euro steuerfrei einnehmen. Das ergaben Recherchen des Nachrichtenmagazins Der Spiegel und der britischen Organisation Finance Uncovered. Weitere 3,8 Milliarden Euro hat Liberty Global nach eigenen Angaben in acht Jahren bei Unitymedia abgeschöpft.

Stellenmarkt
  1. über duerenhoff GmbH, Erding
  2. FTI Ticketshop GmbH, München

Abzüglich des Kaufpreises von 2,1 Milliarden Euro erzielte Liberty Global eine Wertschöpfung von 11 Milliarden Euro, wie Liberty Global in einer Präsentation vor Investoren erklärte.

Liberty Global hat seine Hauptsitze in London, Amsterdam und Denver. Im Mai 2018 hatte Vodafone mit Liberty Global vereinbart, deren Kabelnetze in Deutschland, der Tschechischen Republik, Ungarn und Rumänien für einen Preis von 18,4 Milliarden Euro zu übernehmen. Der Zusammenschluss steht noch unter Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Wettbewerbsbehörden, der EU-Kommission und des Bundeskartellamts. Mit einer Entscheidung rechnet Vodafone Mitte 2019.

Chairman John Malone steckt Trump Geld zu

Liberty Global agierte laut dem Bericht wie eine Heuschrecke, ein Private-Equity-Fonds: Der Konzern kaufte Unitymedia mit Krediten, deren Zinsen Unitymedia zahlen musste. Unitymedias Zinszahlungen stiegen vom Jahr 2009 bis 2010 von 123 Millionen auf 257 Millionen Euro. Unitymedia musste an Liberty Global Zinsen für Darlehen über acht Jahre in Höhe von 634 Millionen Euro zahlen. Zusätzlich wurden Unitymedia von Liberty Global Management- und Lizenzgebühren für Technologien in Höhe von 865 Millionen Euro abgezogen.

Unitymedia konnte dennoch den operativen Gewinn von 435 Millionen Euro im Jahr 2010 auf 1,3 Milliarden Euro im Jahr 2017 verdreifachen. Durch hohe Schulden, Zinsen und Gebührenzahlungen machte Unitymedia in sechs von acht Jahren einen Vorsteuerverlust.

Liberty Global hat eine Anfrage von Golem.de zu den Praktiken nicht beantwortet.

John Malone, der Chairman von Liberty Global, spendete zur Amtseinführung von Donald Trump 250.000 Dollar. Greg Maffei, Chef von Liberty Media, spendete ebenfalls 250.000 US-Dollar, wie auch jeweils Liberty Media und Liberty Interactive.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 199€ (Bestpreis!)
  2. 319€ (aktuell günstigste GTX 1070!)
  3. (u. a. Euro Truck Simulator 2 - Beyond the Baltic Sea (DLC) für 8,99€ und Fortnite - Deep Freeze...
  4. 99€ + Versand (Vergleichspreis ca. 116€ + Versand)

LutzSchüler 30. Dez 2018

Der Verkauf von UnityMedia wurde auf Kosten der Angestellten ausgetragen. Der ganze...

-fraggl- 06. Dez 2018

Ich bin froh!!! über Kabel, denn ohne müsste ich mit Klingeldraht Internet der Telekom...

ImBackAlive 06. Dez 2018

Wer ist denn bei einer Firmenübernahme der Kunde?

Anonymer Nutzer 06. Dez 2018

Weil kein Mehwert entsteht / generiert wird, welcher aus dem Umsatz entsteht. Die MwSt...

Schrödinger's... 05. Dez 2018

Ach ne, so eine Überraschung


Folgen Sie uns
       


Nubia Red Magic Mars - Hands on (CES 2019)

Das Red Magic Mars von Nubia ist ein Gaming-Smartphone mit guter Hardware - und einem ziemlich guten Preis.

Nubia Red Magic Mars - Hands on (CES 2019) Video aufrufen
Alienware m15 vs Asus ROG Zephyrus M: Gut gekühlt ist halb gewonnen
Alienware m15 vs Asus ROG Zephyrus M
Gut gekühlt ist halb gewonnen

Wer auf LAN-Partys geht, möchte nicht immer einen Tower schleppen. Ein Gaming-Notebook wie das Alienware m15 und das Asus ROG Zephyrus M tut es auch, oder? Golem.de hat beide ähnlich ausgestatteten Notebooks gegeneinander antreten lassen und festgestellt: Die Kühlung macht den Unterschied.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Alienware m17 Dell packt RTX-Grafikeinheit in sein 17-Zoll-Gaming-Notebook
  2. Interview Alienware "Keiner baut dir einen besseren Gaming-PC als du selbst!"
  3. Dell Alienware M15 wird schlanker und läuft 17 Stunden

Android-Smartphone: 10 Jahre in die Vergangenheit in 5 Tagen
Android-Smartphone
10 Jahre in die Vergangenheit in 5 Tagen

Android ist erst zehn Jahre alt, doch die ersten Geräte damit sind schon Technikgeschichte. Wir haben uns mit einem Nexus One in die Zeit zurückversetzt, als Mobiltelefone noch Handys hießen und Nachrichten noch Bällchen zum Leuchten brachten.
Ein Erfahrungsbericht von Martin Wolf

  1. Sicherheitspatches Android lässt sich per PNG-Datei übernehmen
  2. Google Auf dem Weg zu reinen 64-Bit-Android-Apps
  3. Sicherheitslücke Mit Skype Android-PIN umgehen

Begriffe, Architekturen, Produkte: Große Datenmengen in Echtzeit analysieren
Begriffe, Architekturen, Produkte
Große Datenmengen in Echtzeit analysieren

Wer sich auch nur oberflächlich mit Big-Data und Echtzeit-Analyse beschäftigt, stößt schnell auf Begriffe und Lösungen, die sich nicht sofort erschließen. Warum brauche ich eine Nachrichten-Queue und was unterscheidet Apache Hadoop von Kafka? Welche Rolle spielt das in einer Kappa-Architektur?
Von George Anadiotis


      •  /