11 Bit Studios: Entwickler antworten auf KI-Vorwürfe rund um The Alters

Es hat schon eine gewisse Ironie: Ausgerechnet ein Computerspiel über das Generieren von "natürlichen Intelligenzen" (also Menschen) bietet mit KI-erstellten Inhalten Diskussionsstoff.
Konkret geht es um das gerade veröffentlichte Science-Fiction-Rollenspiel The Alters vom preisgekrönten polnischen Studio 11 Bit (Frostpunk, This War of Mine).
In Foren und auf sozialen Plattformen(öffnet im neuen Fenster) haben Spieler in den letzten Tagen kritisiert, dass im Spiel offenbar Texte und Übersetzungen auftauchen, die maschinell erzeugt wurden – und das bei einem Spiel, dessen Handlung bewusst auf menschliche Entscheidungen und moralische Dilemmata setzt.
Nun reagierten die Entwickler auf die Vorwürfe. In einem öffentlichen Statement schreiben sie: "Wir haben eine Vielzahl an Vorwürfen bezüglich KI-generierter Inhalte in The Alters gesehen und halten es für wichtig, unseren Ansatz zu erklären."
Es sei tatsächlich ein Fall bekannt, bei dem ein KI-generierter Text als Platzhalter für ein grafisches Hintergrund-Asset gedacht war und versehentlich in der finalen Version verblieb. Laut 11 Bit handelte es sich dabei um einen internen Fehler. Das Asset werde nun aktualisiert.
The Alters: Kurzfilme werden gerade überarbeitet
Ein weiterer Punkt betrifft lizenzierte Kurzfilme, die im Spiel von den sogenannten Alters – Klonen des Protagonisten – angesehen werden können. Für diese Videos, die sehr spät in der Produktion hinzugefügt wurden, seien aus Zeitgründen maschinelle Übersetzungen verwendet worden.
Ursprünglich war geplant, die Texte nachträglich mit professionellen Agenturen zu überarbeiten, was aktuell nachgeholt werde. Betroffen seien rund 10.000 Wörter von insgesamt 3,4 Millionen im Spiel – also rund 0,3 Prozent.
Abschließend betont das Team, dass die Verwendung von KI zwar neue Möglichkeiten eröffne, man sich aber zu Transparenz und handgemachter Qualität bekenne.
The Alters ist ein Survivalgame, in dem der gestrandete Techniker Jan auf einem feindlichen Planeten überleben muss. Um seine mobile Basis zu betreiben, erschafft er alternative Versionen seiner selbst – sogenannte Alters mit unterschiedlichen Persönlichkeiten und Fähigkeiten.
Nur gemeinsam können die Klone Rätsel lösen, eine mobile Basis durch Rotation vor tödlicher Sonneneinstrahlung schützen und Technikmodule ähnlich einem Fallout-Shelter-System im Seitenansichtsmodus aufbauen.



