11 8 33: Deutsche Telekom wird ihre Auskunft abschalten

Die Deutsche Telekom wird den Betrieb der Inlandsauskunft, der Auslandsauskunft und des Weckservices einstellen. Wie der Konzern am 6. Mai 2024 bekanntgab(öffnet im neuen Fenster) , werden die Dienste ab dem 1. Dezember 2024 abgeschaltet, weil sie nicht mehr kostendeckend zu betreiben sind.
Jüngere Menschen werden das Call-Center-Angebot gar nicht mehr kennen. Heute wird praktisch jede Suche nach einer Telefonnummer oder Adresse mit einer Google-Anfrage am Smartphone gelöst.
Im Jahr 1995 gingen bei der Auskunft der Telekom noch 550 Millionen Anfragen ein. Seitdem ging die Nachfrage jährlich durchschnittlich um rund 20 Prozent zurück. Heute liegt die Zahl der Anrufe laut Telekom bei deutlich unter zwei Millionen. Ein Rückgang von mehr als 99,6 Prozent in knapp 30 Jahren. "Das Angebot ist aus der Zeit gefallen" , sagte Thomas Zähringer von der Telekom, der die Auskunft seit Jahren begleitet.
Dienst kostete rund 6 Euro pro Minute
Ab Juni 2002 wurde ein neues Tarifmodell(öffnet im neuen Fenster) für die Inlandsauskunft 11 8 33 aktiviert. Mit Beginn des Auskunftsgesprächs wurde ein Grundpreis von 0,25 Euro in Rechnung gestellt. Zudem wurden alle sechs Sekunden 0,099 Euro berechnet, was einen Minutenpreis von fast 6 Euro ergab. Die klassischen Auskunftsleistungen der 11 8 33 wurden auch in türkischer und englischer Sprache angeboten. Gesuchte Rufnummern konnten per SMS auf das Mobiltelefon bestellt werden. Aktuell gilt aus dem Festnetz ein Preis von 1,99 Euro pro Minute.
Weiterhin gibt es das gedruckte Telefonbuch, in dem auf Wunsch auch weiterhin die Rufnummer oder die Adresse sichtbar ist. Zudem gibt es alternative Anbieter für telefonische Auskünfte.
Die Telekom betrieb die Auskunft zuletzt über einen Dienstleister in Pasewalk (Mecklenburg-Vorpommern).



