10LPU und 14LPU: Samsung mit günstigerem 10- und schnellerem 14-nm-Prozess

Samsung hat auf dem hauseigenen Samsung Foundry Forum zwei neue Herstellungsverfahren angekündigt(öffnet im neuen Fenster) , mit denen Kunden des Auftragsfertigers ihre Chips produzieren lassen können – etwa GPUs oder Prozessoren.
Beim 14LPU (Low Power Ultimate) handelt es sich um eine Technik, die Samsung für Chips im High-Performance-Segment und für Compute-Anwendungen als geeignet ansieht. 14LPU ist nach 14LPE, 14LPP und 14LPC der vierte 14-nm-Prozess, den Samsung entwickelt hat. Verglichen mit 14LPC (Low Power Cost) sollen Chips via 14LPU eine höhere Geschwindigkeit bei gleicher Leistungsaufnahme aufweisen.
Wer nicht im teuren 10LPE- oder 10LPP -Verfahren produzieren möchte, für den hat Samsung künftig einen dritten 10-nm-FinFET-Prozess namens 10LPU im Angebot: Dieser soll eine geringere Chipfläche ermöglichen als 10LPE und 10LPP und sei daher das kostengünstigste Verfahren, welches Samsung mit 10-nm-FinFET-Strukturen anbietet. Details, wie und warum mit 10LPU eine reduzierte Die-Size möglich sein soll, teilten die Südkoreaner nicht mit.
EUV lebt
Die Process Design Kits (PDK) für das 10LPU- und das 14LPU-Verfahren sollen im zweiten Quartal 2017 für Kunden zur Verfügung stehen. Ein kleines Update gab es auf dem Samsung Foundry Forum übrigens zum Thema EUV (Extreme Ultra Violet): Samsung zeigte öffentlich einen Wafer mit Chips in 7-nm-Strukturen, die per extremer ultravioletter Strahlung belichtet wurden.
Samsung hatte schon vor einigen Monaten bekanntgegeben, eigene 14-nm-Prozesse zu entwickeln. Die beiden Verfahren 14LPE und 14LPP hingegen wurden von Globalfoundries lizenziert, die 10 nm überspringen und direkt auf eigene 7-nm-Prozesse setzen, vermutlich auch auf einen mit FD-SOI.



