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Die neuen Hörmodi gibt es nur beim WH-1000XX

Die oben erwähnten Hörmodi werden dem WH-1000XX vorbehalten bleiben. Nach Sony-Angaben wurde speziell dafür ein Prozessor mit der Bezeichnung V3 eingebaut, der den Upmix auf einen räumlicheren Klang bewerkstelligen soll. Beim WH-1000XM6 gibt es bereits einen Kinomodus, der beim neuen Modell verbessert wurde und in Action-Szenen eine größere Räumlichkeit erzielt.

Alle Dialoge werden allerdings dann recht hallig, so dass wir bei Szenen mit hohem Gesprächsanteil das normale Stereosignal bevorzugen. Da sich die Hörmodi per Tastendruck am Kopfhörer ändern lassen, ist es problemlos möglich, je nach Inhalt in einem Film oder einer Serie den Hörmodus anzupassen.

Zudem gibt es einen solchen Upmix auch für Musik; auch hier bleibt ein gemischter Eindruck. Wir haben den Musik-Modus mit dem Immersionsbetrieb für den Px8 S2 verglichen, der beim damaligen Test noch nicht verfügbar war. Dabei zeigt sich deutlich: Das Ergebnis der Sony-Technik ist dem Verfahren von Bowers & Wilkins ganz klar überlegen.

Das bietet Sonys Upmix-Technik

Mit dem Px8 S2 wird jeglicher Gesang räumlich sehr weit nach hinten gerückt und er wird dabei sehr hallig. Zwar nimmt die Räumlichkeit zu, letztlich empfinden wir das aber nicht als Verbesserung des Musikkonsums. Das Sony-Verfahren rückt den Gesang nicht so weit nach hinten und die Räumlichkeit nimmt zu. Allerdings geht bei beiden Verfahren die Direktheit des Klangs verloren.

Mit klassischer oder instrumentaler Musik liefern beide Verfahren bessere Ergebnisse, weil die Nachteile bei der Manipulation des Gesangs verschwinden. Es hängt also auch von der Art der Musik ab, wie gut das Ergebnis ausfällt. In jedem Fall punktet Sony hier nicht nur mit einem besseren Algorithmus, sondern auch mit einer besseren Nutzung im Alltag: Beim Px8 S2 können wir den Immersionsmodus nur in der App wechseln, da ist ein Wechsel am Kopfhörer wesentlich praktischer.

Verkürzte Akkulaufzeit beim WH-1000XX im Vergleich zum WH-1000XM6

Sony nennt für den WH-1000XX eine Akkulaufzeit von 24 Stunden bei AAC-Wiedergabe sowie aktiviertem ANC. Für den WH-1000XM6 werden unter diesen Bedingungen 30 Stunden angegeben, so dass der teurere Kopfhörer eine um 6 Stunden kürzere Akkulaufzeit bietet. Der Wert ist damit noch gut und im Alltag wohl ausreichend.

Produkte anderer Hersteller bieten hier deutlich mehr: Jabra erreicht mit dem Evolve 3 85 mit 55 Stunden eine mehr als doppelt so lange Akkulaufzeit und hat noch dünnere Hörmuscheln als die Sony-Neuvorstellung. Die Ladezeit für den Akku im WH-1000XX gibt Sony mit rund 3,5 Stunden an. Bei erschöpftem Akku soll der Kopfhörer wieder für 1,5 Stunden nutzbar sein, wenn er fünf Minuten geladen wird.

Auch beim WH-1000XX lässt sich der Akku während der Wiedergabe laden. An sich praktisch: Wenn wir im Betrieb kurz die Einschalttaste drücken, wird der Akkuladestand angesagt. Leider wird unpassend aufgerundet: Hat der Akku noch 51 Prozent, lautet die Ansage, der Akku habe ungefähr 60 Prozent.

Hier sind WH-1000XM6 und WH-1000XX identisch

In allen übrigen Disziplinen verhält sich der WH-1000XX exakt so wie der WH-1000XM6, so dass wir dafür auf unseren damaligen Testbericht verweisen können. Auch der WH-1000XX liefert einen guten, wenn auch nicht ganz perfekten Transparenzmodus und ist draußen immer gut vor auftretenden Windgeräuschen geschützt.

In allen erdenklichen Krachkulissen wird immer eine vorzügliche Sprachqualität erreicht, selbst starker Wind ist für die Gegenseite nie zu hören. Die Steuerung ist gelungen, lässt sich allerdings nur geringfügig anpassen. Wer die neue Taste für die Hörmodi für andere Funktionen nutzen möchte, kann das nicht tun.

Die Trageerkennung arbeitet auch beim neuen Modell vorbildlich. Unverändert gibt es Funktionen des Kopfhörers, die Dinge auslösen, die in der App nicht genannt werden. Bei den unterstützten Bluetooth-Standards gibt es keine Änderung. Auracast (g+) hat keinen Betahinweis mehr und Bluetooth-Multipoint sowie LDAC werden geboten, aptX wird nicht unterstützt.

Seit der Markteinführung des WH-1000XM6 hat Sony die eigene App nochmals überarbeitet und viele von unseren damaligen Kritikpunkten aufgegriffen. Die neue App-Struktur ist damit nicht mehr so unübersichtlich und wir kommen gut damit klar. Leider lässt sich die App weiterhin nur im Hochformat verwenden, auf Tablets wäre eine Ansicht im Querformat hilfreich.


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