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100 MBit/s und mehr: Schnellere Internetzugänge sind stärker gefragt

Die Bundesnetzagentur räumt ein, dass schnelles Internet die zentrale Herausforderung in Deutschland bleibt. Erst 2,7 Millionen Haushalten stehen Glasfaseranschlüsse zur Verfügung.
/ Achim Sawall
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Netzausbau der Telekom (Bild: Deutsche Telekom)
Netzausbau der Telekom Bild: Deutsche Telekom

Anschlüsse mit Übertragungsraten von 100 MBit/s und mehr werden zunehmend nachgefragt. Das geht aus dem Tätigkeitsbericht der Bundesnetzagentur(öffnet im neuen Fenster) hervor, der am 4. Dezember 2017 veröffentlicht wurde. Etwa 13 Prozent der 32,5 Millionen Internetnutzer mit breitbandigem Zugang buchen Anschlüsse mit solchen Kapazitäten. Das entspricht etwa einer Verdoppelung des Anteils im Vergleich zur Mitte des Jahres 2015.

Die Nachfrage nach Glasfaseranschlüssen sei immer noch gering, erklärte die Behörde. FTTH/B (Fiber To The Home/Building) ist nicht bundesweit verfügbar. Mitte dieses Jahres standen erst rund 2,7 Millionen Haushalten solche Anschlüsse zur Verfügung. Genutzt hat diese nur knapp ein Viertel der Haushalte.

Refinanzierung von Glasfaser dauert lange

Derzeit ist vielen Kunden der hochleistungsfähige Anschluss nicht deutlich mehr Geld wert als ein Anschluss auf Basis bestehender Infrastrukturen. Das erschwere den ausbauenden Unternehmen eine zügige Refinanzierung ihrer Investitionen. Vor diesem Hintergrund stehe auch die Marktregulierung auf dem Prüfstand. "Im Sinne einer schnelleren Amortisation wird es dabei künftig darauf ankommen, die Netzauslastung zeitnah zu erhöhen. Einen Beitrag hierzu sowie zur Sicherung wettbewerblicher Ergebnisse könnte zum Beispiel die freiwillige Gewährung gegenseitigen Zugangs leisten", erklärte die Behörde im Tätigkeitsbericht.

Etwa 77 Prozent der Haushalte sind mit 50 MBit/s versorgt, in Städten 90 Prozent. In ländlichen Regionen können nur 36 Prozent der Haushalte diese Datenraten nutzen. "Mit steigenden Anforderungen an die Leistungsfähigkeit ist klar, dass wir weiter denken müssen als bis zum 50-MBit/s-Ziel 2018. Deutschland braucht gigabitfähige Infrastrukturen", sagte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. "Schnelles Internet bleibt zentrale Herausforderung für Politik und Gesellschaft."


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