Zum Hauptinhalt Zur Navigation

100 MBit/s: Telekom meldet Vectoring-Ausbau in weiteren 42 Kommunen

Die Telekom hat bereits rund fünf Millionen Haushalte mit Vectoring versorgt. Und der Ausbau wird fortgesetzt.
/ Achim Sawall
171 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Artwork einer Telekom-Werbung für Breitbandausbau (Bild: Telekom)
Artwork einer Telekom-Werbung für Breitbandausbau Bild: Telekom

Die Deutsche Telekom bietet Vectoring mit bis zu 100 MBit/s in weiteren 42 Kommunen an. Das hat das Unternehmen bei Twitter bekanntgegeben(öffnet im neuen Fenster) . Telekom-Sprecher Markus Jodl sagte Golem.de auf Anfrage: "Wir haben mittlerweile rund fünf Millionen Haushalte bundesweit mit Vectoring-Anschlüssen versorgt. Und damit ist für dieses Jahr auch noch nicht Schluss, es geht noch weiter. Wir haben ja noch ein paar Wochen."

Die neu ausgestatteten Kommunen sind Bad Oeynhausen, Delmenhorst, Emden, Brake, Bautzen, Dresden, Magdeburg, Perleberg, Strausberg, Wittenberge, Zeitz, Kempten, Kulmbach, Traunreut, Bensheim, Biberach, Donaueschingen, Hanau, Karlsruhe, Koblenz, Linden, Lörrach, Mannheim, Neckarsulm, Pforzheim, Rottweil, Saarbrücken, Viernheim, Schorndorf, Babenhausen, Bad Soden, Ettlingen, Bonn, Bottrop, Ennepetal, Erkelenz, Gelsenkirchen, Gütersloh, Lünen, Overath, Rösrath und Steinfurt-Burgsteinfurt.

Die Telekom ist bei DSL unter Druck durch die Konkurrenz aus dem TV-Kabelnetz. Der Konzern muss dringend eine höhere Datenübertragungsrate anbieten, will aber noch keinen großflächigen Glasfaserausbau in Angriff nehmen. Doch der Vectoring-Effekt auf der Kupferleitung nimmt mit der Leitungslänge ab und ist bei der bisher eingesetzten Technik ab 700 bis 800 Metern praktisch nicht mehr feststellbar. Die Technik kann Glasfaser nicht ersetzen.

Vectoring reduziert die gegenseitige Störung durch Far-End-Crosstalk (FEXT) benachbarter Kupferdoppeladern eines Kabels. Dieser Prozess verlangt eine hohe Rechenleistung in den aufgerüsteten DSLAMs. Das System errechnet für jede einzelne Kupfer-Doppelader eines Bündels die jeweiligen Störeinflüsse und sendet neben dem eigentlichen Nachrichtensignal ein abhängig von den errechneten Störeinflüssen erzeugtes Gegensignal in die jeweilige Doppelader. So werden die durch Übersprechen entstehenden Störsignale fast ausgeschaltet.

Bei der Bundesnetzagentur wird über den Antrag der Telekom verhandelt, im Nahbereich um 8.000 Hauptverteiler die Vectoring-Technik einzusetzen und dazu von der Verpflichtung befreit zu werden, Wettbewerbern VDSL-Anschlüsse in den Hauptverteilern zu ermöglichen. Insgesamt könnten so nach einer umstrittenen Rechnung der Telekom knapp 80 Prozent der Haushalte bis zu 100 MBit/s bekommen.


Relevante Themen