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100 MBit/s: EU-Kommission bezweifelt Nutzen von Vectoring für Versorgung

Höchstens 1,4 Millionen Haushalten würden mit Vectoring erstmals über 50 MBit/s erhalten, nicht 6 Millionen, wie die Telekom behauptet. Das steht in der Begründung der EU-Kommission zur Prüfung des Nahbereichs-Vectorings.

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Netzausbau der Telekom
Netzausbau der Telekom (Bild: Deutsche Telekom)

Die EU-Kommission sieht durch exklusives Vectoring für die Deutsche Telekom keinen großen Nutzen für den Netzausbau in Deutschland. Das geht aus dem offiziellen Schreiben der EU-Kommission zur Einleitung des Prüfungsverfahrens hervor, das Golem.de vom Branchenverband Breko vorliegt. Die Nettoeffekte lägen höchstens "bei 1,4 Millionen Haushalten, die erstmals mit Geschwindigkeiten über 50 MBit/s versorgt werden könnten." Dabei stützt sich die EU-Kommission auf Angaben des Bundeskartellamts. Die Telekom vertritt die Auffassung, dass mit dem exklusiven Vectoring sechs Millionen Haushalte bis Ende 2018 zusätzlich einen schnellen Anschluss bekommen würden, viele davon erstmals.

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Die EU-Kommission hat am 10. Mai 2016 ein vertiefendes wettbewerbliches Prüfverfahren der Entscheidung der Bundesnetzagentur für die Freigabe beschlossen. Damit wird sich der Prozess um bis zu drei Monate verzögern.

Negative Effekte nicht zu rechtfertigen

Laut dem Schreiben der EU-Kommission sollten, "um den potenziellen Nutzen für die Verbraucher und die Verbesserung der Infrastruktur insgesamt angemessen bewerten zu können, allerdings (...) vielmehr die potenziellen Nettoeffekte der Ausbaupläne der Wettbewerber der Deutschen Telekom, auch solcher mit alternativen Technologien (zum Beipsiel B HFC- und FTTx-Lösungen), in den betreffenden Gebieten betrachtet und die wahrscheinlich steigenden Ausbauraten zu Grunde gelegt werden. " Wie die Kommission glaubt, könnte "jeder dieser Ansätze zeigen, dass die zu erwartenden Nettoeffekte hinsichtlich der höheren Geschwindigkeiten sogar geringer ausfallen und damit bei der Abwägung weniger ins Gewicht fallen, um die negativen Effekte, die der Maßnahmenentwurf auf die Entwicklung eines nachhaltigen Wettbewerbs im lokalen Zugangsmarkt in Deutschland haben dürfte, zu rechtfertigen."

Die Telekom will im Nahbereich um 8.000 Hauptverteiler die Vectoring-Technik einsetzen und dazu von der Verpflichtung befreit werden, Wettbewerbern VDSL-Anschlüsse in den Hauptverteilern zu ermöglichen, weil dies technisch nicht möglich sei. Insgesamt könnten so laut einer umstrittenen Rechnung der Telekom knapp 80 Prozent der Haushalte bis zu 100 MBit/s bekommen.

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barforbarfoo 20. Mai 2016

Bringt der Glas Ausbau auch nicht.

kurdy 19. Mai 2016

Die Telekom will etwa 8 Mio Haushalte per vdsl anschließen, vdsl geht nur in...

Ovaron 19. Mai 2016

Machen wir mal das Gedankenexperiment. Der... Bundestag(?)... beschließt also die...

dl01 19. Mai 2016

Das glaube ich nicht. "Echter" Wettbewerb entsteht nur dort, wo Mitbewerber andere...

TheDragon 19. Mai 2016

Na der Witz ist ja, dass du für Vectoring sowieso Glas am Kvz brauchst. Das heißt wir...


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