100 MBit/s: EU könnte exklusives Telekom-Vectoring vertieft prüfen

Die Telekom und die Bundesnetzagentur dürften mit ihrem Vorstoß für exklusives Vectoring bei der EU-Kommission nicht schnell durchkommen. Oettinger soll ein vertiefendes wettbewerbliches Prüfverfahren planen, das Verzögerungen bedeuten würde.

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Netzausbau der Telekom
Netzausbau der Telekom (Bild: Deutsche Telekom)

Die Deutsche Telekom kann wohl keine schnelle Zustimmung zu ihren Plänen für exklusives Vectoring von der EU-Kommission erwarten. Das berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf Äußerungen von EU-Digitalkommissar Günther Oettinger hinter verschlossenen Türen des Europaparlaments.

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Eine Gruppe von 13 deutsche Europaabgeordneten hatte sich in einem offenen Brief an Oettinger gewandt und Bedenken angemeldet wegen einer möglichen Remonopolisierung.

Es ist damit "gut möglich", dass ein vertiefendes wettbewerbliches Prüfverfahren der Entscheidung der Bundesnetzagentur für die Freigabe eingeleitet wird, wie das Handelsblatt berichtet. Am 10. Mai 2016 muss die EU-Kommission entscheiden, ob Bedenken angemeldet werden.

Damit würde sich eine Entscheidung um vier Monate verzögern. Timotheus Höttges, Vorstandsvorsitzender, und Thomas Dannenfeldt, Vorstand Finanzen der Telekom hatten in dieser Woche bei Vorlage der Quartalsergebnisse auf eine schnelle Entscheidung der EU-Kommission gedrängt.

Vectoring verzögert sich

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Die Telekom will im Nahbereich um 8.000 Hauptverteiler die Vectoring-Technik einsetzen und dazu von der Verpflichtung befreit werden, Wettbewerbern VDSL-Anschlüsse in den Hauptverteilern zu ermöglichen, weil dies technisch nicht möglich sei. Insgesamt könnten so laut einer umstrittenen Rechnung der Telekom knapp 80 Prozent der Haushalte bis zu 100 MBit/s bekommen. Die Konkurrenz hat dies massiv kritisiert.

Die zentrale politische Vorgabe der Bundesregierung - einen flächendeckenden Ausbau sicherzustellen - werde mit einem Monopol-Vectoring-Ausbau weit verfehlt, wie auch die Vorgabe des Beirates der Bundesnetzagentur, wenigstens 90 Prozent zu erreichen, hatte der VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten) erklärt. Die Versorgung liege nach Berechnungen der Bundesnetzagentur im Schnitt gerade einmal bei 85 Prozent - und dies nur dank der Entwicklung in den Großstädten. Im ländlichen Bereich - und gerade hier sei der Ausbau wirtschaftlich schwierig - sehe die Situation noch deutlich dramatischer aus: Im Versorgungsbereich eines der größten VATM-Mitgliedsunternehmen würde mit dem nun von der Bundesnetzagentur akzeptierten Angebot lediglich eine Abdeckung von 75 Prozent erreicht. "In einigen Teilen Deutschlands wird der Versorgungsgrad noch schlechter sein", sagte VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner.

Die Telekom vertritt die Auffassung, dass mit dem exklusiven Vectoring sechs Millionen Haushalte bis Ende 2018 zusätzlich einen superschnellen Anschluss bekommen würden, viele davon erstmals. Hinzu komme der reguläre Ausbau, so dass insgesamt 80 Prozent der Bevölkerung mit Bandbreiten zwischen 50 und 100 MBit/s versorgt würden, und dies ohne Fördermittel. Diese Mittel könnten in die übrigen Gebiete investiert werden, wo sich die Telekom ebenfalls "maßgeblich engagiert".

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