100 KBit/s: Vodafone Kabel sagt Drosselung komplett ab

Vodafone hebt nach der empörten Reaktion seiner Nutzer die Drosselung im Kabelnetz komplett auf. Vodafone Kabel wollte seine Internetzugänge ab einem genutzten Datenvolumen von 10 GByte pro Tag drosseln. Zuvor hatte der TV-Kabelnetzbetreiber in der Praxis erst ab Erreichen eines Volumens von 60 GByte pro Tag den Zugang für Filesharing für einen Tag auf 100 KBit/s verlangsamt. Nun setze der Kabelnetzbetreiber "dies konsequent um" , hatte ein Sprecher in dieser Woche erklärt, wie Golem.de zuerst berichtet hatte.
Ein Unternehmenssprecher sagte Spiegel Online(öffnet im neuen Fenster) am Donnerstagabend, dass wegen der Ergebnisse des Pilotprojekts die Maßnahme nicht fortgeführt werde. "Damit entfallen zugleich auch sämtliche Beschränkungen für Filesharing-Dienste - sowohl die ab einem Verbrauch von 10 Gigabyte als auch die bereits seit längerem bestehenden ab einem Verbrauch von 60 Gigabyte."
Jedoch will der Netzbetreiber sich die Möglichkeit offenhalten, die Drosselung wieder einzuführen. "Einen Plan, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu ändern, gibt es bislang nicht" , sagte der Sprecher.
Ausnahme von der Drosselung
P2P-Protokolle wie Bittorrent sollten von der Verlangsamung betroffen sein, aber auch One-Click-Hoster und Newsgroups wie Usenext, Astraweb oder United Newsserver. Für die Messung des Datenvolumens sollte der gesamte Verbrauch zugrunde gelegt werden . Bei Spielen mit P2P-Client sollte mithilfe einer Positivliste eine Drosselung ausgeschlossen werden.
Zuvor hatte bereits die Deutsche Telekom im Jahr 2013 ihre Pläne für eine Drosselung im Festnetz zurückziehen müssen .



