100.000 Elektroautos: Tesla und Hertz im Clinch über Liefergeschwindigkeit

Der Autovermieter Hertz will 100.000 Teslas kaufen, doch offenbar sind sich die Unternehmen uneinig darüber, bis wann diese geliefert werden sollen.

Artikel veröffentlicht am , Michael Linden
Hertz vermietet schon jetzt Teslas.
Hertz vermietet schon jetzt Teslas. (Bild: Hertz)

Hertz teilte vor einer Woche mit, dass der Autovermieter 100.000 Tesla-Elektroautos bestellt habe. Darüber hinaus soll es eine Option über weitere 100.000 Fahrzeuge geben. Tesla-Chef Elon Musk betonte hingegen, dass noch kein Vertrag unterschrieben worden sei. Wie das Wall Street Journal nun berichtet, gibt es Meinungsverschiedenheiten zwischen Hertz und Tesla: Es geht um den Auslieferungszeitraum für die Fahrzeuge.

In dem Bericht heißt es, dass es noch Verhandlungen zwischen Tesla und Hertz über den Zeitplan geben soll. Bereits bekannt ist, dass die Fahrzeuge zum Listenpreis verkauft werden. Hertz erwarte, dass die 100.000 Fahrzeuge bis Ende 2022 ausgeliefert werden. Auch hier scheint Tesla so zu verfahren, wie mit allen anderen Kunden auch, heißt es nach den Quellen des WSJ. Tesla will offenbar Hertz nicht bevorzugen. Das wäre anderen Kunden gegenüber auch nur schwer zu vermitteln. Tesla produzierte im 3. Quartal 2021 nur 237.823 Fahrzeuge.

Hertz teilte mittlerweile mit, dass die Auslieferungen schon begonnen hätten. Dies wirkt wie ein Widerspruch zu Teslas Aussagen, muss es aber nicht sein, schreibt das WSJ unter Berufung auf Analysten und Führungskräfte der Branche. Über den Kauf von Fahrzeugen für Mietwagenflotten verhandelten Autohersteller und Autovermieter oft auch nach der ersten Bestellung weiter.

Ungeachtet dessen treibt die Aussicht auf gute Geschäfte den Kurs der Tesla-Aktie massiv in die Höhe. Am 4. November 2021 notierte er bei 1.229,91 US-Dollar und hat sich seit Juni 2021 damit mehr als verdoppelt.

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