10-Punkte-Plan zu Fernandes: Prominente Frauen gegen Deepfakes und Nudify-Apps
250 prominente Frauen haben einen 10-Punkte-Plan zum Schutz vor männlicher Gewalt vorgelegt. Das berichtet das Nachrichtenmagazin Der Spiegel (Paywall).(öffnet im neuen Fenster) Der Maßnahmenkatalog richtet sich an die Bundesregierung und folgt auf die Vorwürfe der Schauspielerin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann, den TV-Produzenten Christian Ulmen.
Zu den Unterzeichnerinnen gehören die SPD-Chefin und Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas, die Grünen-Parteichefin Franziska Brantner, die Stand-up-Komikerin und Moderatorin Carolin Kebekus, die Schauspielerin Veronica Ferres, die Musikerin Nina Chuba und die Grünen-Aktivistin Luisa Neubauer.
Das Bündnis fordert, das Herstellen nicht-einvernehmlicher sexualisierter Deepfakes unter Strafe zu stellen, da das reine Erstellen solcher Inhalte bislang nicht strafbar ist. Zudem verlangen die Unterzeichnerinnen ein digitales Gewaltschutzgesetz mit Anspruch auf rasche Löschung von Inhalten und Identifizierung von Tätern.
Auch sollen Nudify-Apps verboten werden, die die Pixel der Konturen der Kleidung durch Texturen ersetzt, die menschlicher Haut und Anatomie entsprechen.
Fernandes spricht von virtueller Vergewaltigung
Unter dem Motto "Gegen sexualisierte digitale Gewalt – Solidarität mit allen Opfern" versammelten sich Tausende am 22. März 2026 in Berlin zu einer Demonstration.
Fernandes beschuldigt Ulmen unter anderem, auf sozialen Medien täuschend echt aussehende Fakeprofile von ihr erstellt und darüber "Hunderte von Männern" kontaktiert zu haben. Ulmen soll sich als Fernandes ausgegeben und mit einigen Männern sexuelle Gespräche geführt sowie erotische Bilder und Videos verschickt haben.
Das Material sollte offenbar den Eindruck erwecken, als handele es sich um authentische Aufnahmen seiner damaligen Ehefrau. Fernandes bezeichnet dies als "virtuelle Vergewaltigung" .
Fernandes hat Ende vergangenen Jahres in Spanien Anzeige gegen Ulmen erstattet. Das Verfahren befindet sich noch in einem frühen Stadium, für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung. Ulmens Anwälte sprechen im Zusammenhang mit den Vorwürfen unspezifisch von "unwahren Tatsachen" .
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