"10 Prozent Idioten": Piratenpartei klar gegen Diskriminierung

Piratensprecher Aleks Lessmann hat(öffnet im neuen Fenster) auf den offenen Brief der Jungen Piraten geantwortet, in dem der laxe Umgang mit Diskriminierung gegen Frauen und Ausländer durch Mitglieder der Piratenpartei kritisiert wurde. "In jeder Partei gibt es 'zehn Prozent Idioten', um mal Gregor Gysi zu zitieren. Dazu gehören Ausländer- und Frauenfeinde" , erklärte Lessmann.
Durch den Aufbau der Piratenpartei(öffnet im neuen Fenster) , in der jedem Basismitglied ein gleichberechtigtes Forum geboten werde, fielen diskriminierende Misstöne Einzelner leichter auf. Wichtig sei, "dass deren Meinungen nicht mehrheitsfähig werden."
Der Bundesvorstand der Piratenpartei könne und wolle aber nicht kontrollieren, was einzelne Piraten sagen. Es habe sich gezeigt, dass genug Leute in der Partei auf die Barrikaden gingen, wenn jemand ausfallend werde – "egal in welche Richtung" , erklärte Lessmann.
Gleichzeitig heißt es aber: "Die Piratenpartei Deutschland spricht sich eindeutig und unmissverständlich für Gleichberechtigung, Integration und ein kulturelles Miteinander aus." Die Antwort auf den offenen Brief der Jungen Piraten trägt den Titel: "Diskriminierung wird nicht geduldet."
Unklar bleibt vorerst, wie denn in Zukunft mit Mitgliedern umgegangen werden soll, die offen gegen Ziele der Piraten stehen.



