10 Prozent auf fast alles: Trump umgeht Zoll-Urteil mit Blitzreaktion
Noch während die Reaktionen auf das Urteil des Supreme Courts eintreffen, tritt Donald Trump vor die Kameras – und verkündet seinen nächsten Schritt. Auf Basis von Section 122 des Trade Act von 1974 verhängt die Regierung einen neuen Basiszoll von zehn Prozent(öffnet im neuen Fenster) . Die Rechtsgrundlage ist diesmal eine andere, das Ziel bleibt dasselbe. Die Regelung erlaubt einem Präsidenten die Verhängung von Zöllen für bis zu 150 Tage – was der Regierung Zeit verschaffen soll, längerfristige Maßnahmen vorzubereiten.
Ermittlungen als Vorbereitung für dauerhafte Zölle
Parallel zur Sofortmaßnahme kündigte die US-Regierung Untersuchungen wegen unfairer Handelspraktiken verschiedener Länder an. Sie sollen die rechtliche Grundlage für Zölle schaffen, die über die 150-Tage-Grenze hinaus Bestand haben. Trump interpretierte das Urteil dabei demonstrativ als Stärkung seiner Position: Das Gericht habe nicht seine Befugnisse im Handelsbereich beschnitten, sondern lediglich klargestellt, auf welcher gesetzlichen Grundlage diese auszuüben seien, teilte der US-Präsident mit.
Unsicherheit für Unternehmen bleibt
Für Handelspartner und Unternehmen bringt der schnelle Schwenk wenig Erleichterung. Die British Chamber of Commerce verwies einem Bericht des Telegraph nach darauf(öffnet im neuen Fenster) , dass ohnehin nicht alle Zölle vom Urteil betroffen sind – Stahl und Aluminium etwa bleiben unangetastet.
Nachtrag vom 22. Februar 2026, 10:24 Uhr
Mittlerweile hat Trump den allgemeinen Zollsatz auf 15 Prozent erhöht.
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