• IT-Karriere:
  • Services:

10 Jahre iPhone: Apple hat definiert, wie ein Smartphone sein muss

Ein paar technische Neuerungen, die intelligente Kombination bekannter Technik und eine Handvoll innovativer Einfälle für die Bedienung: Apple brauchte vor zehn Jahren gar nicht viel, um mit einem teuren und exklusiven Gerät eine Umwälzung des Smartphone-Markts anzustoßen.

Eine Analyse von und veröffentlicht am
Das iPhone beim damaligen Verkaufsstart
Das iPhone beim damaligen Verkaufsstart (Bild: Michael Nagle/Getty Images)

Am 29. Juni 2007 brachte ein im Mobilfunkmarkt unerfahrener Neuling sein erstes Smartphone auf den Markt: Apple. Zunächst konnten sich in den USA Interessierte für viel Geld von dem neuen Gerät überzeugen, das ein neues Betriebssystem samt veränderter Bedienung in einem ungewohnten Gehäuse mitbrachte.

Als erstes Smartphone war das iPhone mit einem Glasbildschirm ausgestattet, der per Multitouch, also mit den Fingern, zu bedienen war. Die Interaktion mit dem Gerät wirkte natürlicher als bei damals gebräuchlichen Touchscreen-Techniken. Auch die vielen Sensoren in dem Gerät waren eine kleine Revolution. Das erste iPhone setzte eine Entwicklung in Gang, die im Laufe der folgenden Jahre den gesamten Markt umkrempelte.

Mit technischen Innovationen und seiner erfrischend neuen Kombination bekannter Techniken setzte Apple die großen Konzerne der Branche wie Nokia und Research In Motion (RIM) mit ihren Symbian- und Blackberry-Smartphones unter Druck. Das mobile Internet mit seinen heute noch üblichen gedrosselten Datenflatrates wurde etabliert. Der Smartphone-Markt wuchs aus einer Nische im Mobilfunkmarkt zu einem eigenen riesigen Markt heran. Und ein neuer Anbieter gewann mehr und mehr Einfluss: Google, dessen Android-Plattform heute das dominierende Smartphone-Betriebssystem ist.

Es gab auch Smartphones vor dem iPhone

Als das erste iPhone auf den Markt kam, gab es bereits seit Jahren mobile Geräte mit Touchscreen. Am Anfang konzentrierte sich alles auf sogenannte Personal Digital Assistants, kurz PDAs, mit resistivem Touchscreen. Der Bildschirm wurde mit einem Stylus bedient, als Notlösung konnte auch der Fingernagel verwendet werden. Eine Berührung mit dem Finger führte hingegen in aller Regel keine Befehle auf dem Bildschirm aus. Der Stylus wurde in einem Schacht im Gerät versenkt, damit er immer griffbereit war - sofern er nicht verloren ging.

  • Die folgenden Fotos stammen aus unserem damaligen Test. Beim Packungsdesign war Apple von Anfang an schlicht. (Foto: Golem.de)
  • Die Packung beinhaltete zumindest das wichtigste Zubehör. (Foto: Golem.de)
  • Ein Novum damals: Unsere Webseite im alten Design ... (Foto: Golem.de)
  • ... wurde korrekt dargestellt. Damals hatten wir für solche Fälle unter anderem wap.golem.de bespielt. (Foto: Golem.de)
  • Ein großer Akku passte nicht in das Gerät. (Foto: Golem.de)
  • Der Bildschirm war für damalige Verhältnisse gut und ließ sich vor allem flüssig bedienen. (Foto: Golem.de)
  • Heute alles andere als elegant: die Aufteilung der Rückseite zwecks besserer Funkverbindungen. Unten war das Antennencover. (Foto: Golem.de)
  • Steve Jobs stellte damals das iPhone noch vor. (Bild: Apple)
  • Das Apple-Logo war sehr präsent. Nur geleuchtet hat es damals nicht. (Bild: Apple)
  • In der ersten Version des Betriebssystems war die Anzahl der Apps noch übersichtlich. (Bild: Apple)
  • Die Wischgeste wurde später in vielen rechtlichen Streitigkeiten wichtig. (Bild: Apple)
  • Mittlerweile hat selbst Apple den alten Slider verworfen. (Bild: Apple)
  • Die Anzahl der Tasten war im Vergleich zu damaligen Smartphones sehr gering. (Bild: Apple)
  • Heutzutage würde bei einem Original-iPhone der Platz nicht einmal mehr für die Standard-Apps reichen. (Bild: Apple)
Die folgenden Fotos stammen aus unserem damaligen Test. Beim Packungsdesign war Apple von Anfang an schlicht. (Foto: Golem.de)
Stellenmarkt
  1. ZIEHL-ABEGG SE, Künzelsau
  2. operational services GmbH & Co. KG, Berlin

Solche Geräte liefen unter anderem mit dem Betriebssystem Palm OS des PDA-Pioniers Palm oder mit Microsofts Windows CE. Nach und nach wurden sie auch mit Telefonfunktionen versehen, so dass sie ein klassisches Handy ersetzen konnten. Dazu gehörte etwa die Treo-Reihe von Palm oder die MDA- und XDA-Modelle, die direkt von den Netzbetreibern vermarktet wurden.

Reine PDAs und die daraus entstandenen Smartphones waren eher ein Nischenmarkt. Sie machten nur einen Bruchteil am gesamten Handymarkt aus. Wer solche Geräte verwendete, wurde häufig von anderen belächelt. Denn die Geräte waren deutlich größer als damalige einfache Handys. Sie waren zwar kleiner als heutige 5,5-Zoll-Smartphones, galten aber als Ungetüme, weil sie recht dick waren und für damalige Verhältnisse ein vergleichsweise großes Display hatten.

Marktführer mieden Touchscreens

Berührungsempfindliche Bildschirme waren bei Smartphones insgesamt eine Ausnahme. Weder Nokia noch Research In Motion (RIM), die gemeinsam den Smartphone-Markt dominierten, setzten bei ihren Geräten Touchscreens ein. Dass weder die Series-60-Smartphones noch die Blackberry-Smartphones damit ausgestattet waren, hing auch damit zusammen, dass die genutzten Betriebssysteme nicht für eine Touchbedienung ausgelegt waren - anders als die aus der PDA-Welt stammenden Systeme Palm OS und Windows CE. Beide waren für eine Touchbedienung entwickelt worden, allerdings gab es noch kein Multitouch.

Smartphones mit Touchscreen gab es zwar auch, wurden aber kaum wahrgenommen, etwa die Treo- und XDA- und MDA-Smartphones. So kommt es, dass Apple immer wieder fälschlich als Erfinder des Touchscreen-Smartphones bezeichnet wird. Was Apple tatsächlich erfand, war die Fingerbedienung.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Apple erfindet völlig neue Art der Bedienung 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5
  6. 6
  7.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. HP Pavilion 32 Zoll Monitor für 229,00€, Steelseries Arctis Pro wireless Headset für 279...
  2. ab 62,99€
  3. (aktuell u. a. HyperX Alloy Elite RGB Tastatur für 109,90€, Netgear EX7700 Nighthawk X6 Repeater)

lottikarotti 03. Jul 2017

Ich habe das 6S in Spacegrau, nutze es aber ausschließlich mit einer Ledertasche...

ArcherV 02. Jul 2017

Schöner Rest-Sonntag noch!

Sergeij2000 02. Jul 2017

Äh - nein. Andrew Hsus Multitouch-Patente stammen aus dem Jahr 2001 (zumindest sind in...

jeudi 01. Jul 2017

Liebe(r) techster, vielen Dank für diesen ausgewogenen Beitrag. Ihr Beitrag trifft den...

rumme 01. Jul 2017

Zitat: "... Vom iPhone-Hersteller wird zum zehnten Jubiläum viel erwartet. Im Herbst 2017...


Folgen Sie uns
       


Pixel 4 XL - Test

Das Pixel 4 XL ist Googles erstes Smartphone mit einer Dualkamera. Im Test haben wir uns diese genau angeschaut.

Pixel 4 XL - Test Video aufrufen
Raumfahrt: Mehr Geld für die Raumfahrt reicht nicht aus
Raumfahrt
Mehr Geld für die Raumfahrt reicht nicht aus

Eine mögliche leichte Senkung des deutschen Beitrags zur Esa bringt nicht die Raumfahrt in Gefahr. Deren heutige Probleme sind Resultat von Fehlentscheidungen, die hohe Kosten und Ausgaben nach sich ziehen. Zuerst braucht es Reformen statt noch mehr Geld.
Ein IMHO von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Space Rider Neuer Anlauf für eine eigene europäische Raumfähre
  2. Vega Raketenabsturz lässt Fragen offen

Mi Note 10 im Hands on: Fünf Kameras, die sich lohnen
Mi Note 10 im Hands on
Fünf Kameras, die sich lohnen

Mit dem Mi Note 10 versucht Xiaomi, der Variabilität von Huaweis Vierfachkameras noch eins draufzusetzen - mit Erfolg: Die Fünffachkamera bietet in fast jeder Situation ein passendes Objektiv, auch die Bildqualität kann sich sehen lassen. Der Preis dafür ist ein recht hohes Gewicht.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Xiaomi Neues Redmi Note 8T mit Vierfachkamera kostet 200 Euro
  2. Mi Note 10 Xiaomis neues Smartphone mit 108 Megapixeln kostet 550 Euro
  3. Mi Watch Xiaomi bringt Smartwatch mit Apfelgeschmack

Videospiellokalisierung: Lost in Translation
Videospiellokalisierung
Lost in Translation

Damit Videospiele in möglichst viele Länder verkauft werden können, müssen sie übersetzt beziehungsweise lokalisiert werden. Ein kniffliger Job, denn die Textdatei eines Games hat oft auf den ersten Blick keine logische Struktur - dafür aber Hunderte Seiten.
Von Nadine Emmerich

  1. Spielebranche Entwickler können bis 2023 mit Millionenförderung rechnen
  2. Planet Zoo im Test Tierische Tüftelei
  3. Förderung Spielentwickler sollen 2020 nur einen "Ausgaberest" bekommen

    •  /