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Das iPhone beim damaligen Verkaufsstart
Das iPhone beim damaligen Verkaufsstart (Bild: Michael Nagle/Getty Images)

Apps - ein altes Konzept neu erfunden

Apple hat die Apps nicht erfunden, aber etabliert. Der typische iPhone-Startbildschirm griff das Konzept von den vorherigen Smartphone-Betriebssystemen auf. Auf einem Startbildschirm tummelten sich kleine Programm-Icons. Die Verwaltung der Programme, wie sie damals noch genannt wurden, war bei den etablierten Smartphones aber wesentlich komplizierter als bei Apples Betriebssystem. Es war nicht möglich, den Startbildschirm direkt zu bearbeiten. Dafür mussten Einstellungen bemüht werden.

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Das änderte sich mit dem iPhone, aber nicht gleich zu Beginn. Das erste iPhone ließ noch keine Installation von Apps zu - das wurde erst mit dem neuen Betriebssystem iPhoneOS 2.0 in der zweiten iPhone-Generation möglich. Mit diesem Gerät wurde es so einfach und bequem, Anwendungen zu installieren, dass das Konzept viele Nachahmer fand.

  • Die folgenden Fotos stammen aus unserem damaligen Test. Beim Packungsdesign war Apple von Anfang an schlicht. (Foto: Golem.de)
  • Die Packung beinhaltete zumindest das wichtigste Zubehör. (Foto: Golem.de)
  • Ein Novum damals: Unsere Webseite im alten Design ... (Foto: Golem.de)
  • ... wurde korrekt dargestellt. Damals hatten wir für solche Fälle unter anderem wap.golem.de bespielt. (Foto: Golem.de)
  • Ein großer Akku passte nicht in das Gerät. (Foto: Golem.de)
  • Der Bildschirm war für damalige Verhältnisse gut und ließ sich vor allem flüssig bedienen. (Foto: Golem.de)
  • Heute alles andere als elegant: die Aufteilung der Rückseite zwecks besserer Funkverbindungen. Unten war das Antennencover. (Foto: Golem.de)
  • Steve Jobs stellte damals das iPhone noch vor. (Bild: Apple)
  • Das Apple-Logo war sehr präsent. Nur geleuchtet hat es damals nicht. (Bild: Apple)
  • In der ersten Version des Betriebssystems war die Anzahl der Apps noch übersichtlich. (Bild: Apple)
  • Die Wischgeste wurde später in vielen rechtlichen Streitigkeiten wichtig. (Bild: Apple)
  • Mittlerweile hat selbst Apple den alten Slider verworfen. (Bild: Apple)
  • Die Anzahl der Tasten war im Vergleich zu damaligen Smartphones sehr gering. (Bild: Apple)
  • Heutzutage würde bei einem Original-iPhone der Platz nicht einmal mehr für die Standard-Apps reichen. (Bild: Apple)
Heutzutage würde bei einem Original-iPhone der Platz nicht einmal mehr für die Standard-Apps reichen. (Bild: Apple)

Zwar war der App Store für Anwender als zentrale Anlaufstelle praktisch, er hatte aber im Vergleich zu früheren Programm-Installations-Systemen auch einen Nachteil: Denn ohne ging es nicht. Apple gestattete Anwendern nie, Apps auf dem iPhone zu installieren, ohne den App Store zu nutzen.

Auch vor Apple gab es Apps

Schon vor dem iPhone konnten Smartphones mit Programmen erweitert werden. Den Begriff App gab es damals noch nicht, aber prinzipiell konnten damalige Smartphones für ähnliche Zwecke eingesetzt werden wie heutige Smartphones. Zur Installation der Programme war ein Computer erforderlich. Darüber wurde der Kauf des Programms abgewickelt. Per Synchronisation wurde die Software dann vom Computer aus auf dem Smartphone installiert. Das übernahmen passende Synchronisationsapplikationen.

Das mobile Internet war noch ganz am Anfang, daher gab es zum Teil ganz andere Arten von Applikationen. Die wenigsten setzten auf eine ständige Internetverbindung - Programme mit solchen Funktionen hätten damals kaum eine Chance am Markt gehabt. Heutige Selbstverständlichkeiten wie Wetterberichte, Apps für Bus und Bahn oder Kino- oder Theaterprogramm gab es noch nicht. Aber Browser und E-Mail-Clients waren gefragt.

Für Palm OS, Symbian und Windows CE wurden für Interessierte komplett eigene Kalender-Programme entwickelt, die einen deutlich besseren Leistungsumfang als die mitgelieferten Programme hatten. Auch ganze Office-Suiten waren üblich. Diese Leistung mussten Kunden aber auch bezahlen, solche Lösungen kosteten durchaus mal 50 Euro oder mehr.

Die Einführung des App Stores ein Jahr nach dem ersten iPhone vereinfachte die Installation von Smartphone-Apps erheblich. Es war kein Computer mehr erforderlich. Der leichte Zugang zu den Apps sorgte auch dafür, dass iPhone-Besitzer ihre Geräte mit Apps erweiterten.

Viele, viele kleine Apps

Apple sorgte binnen eines Jahres dafür, dass sich eine große Anzahl von Entwicklern auf die Plattform stürzte. Mit der Einführung der Apps verringerte sich aber zunächst die Komplexität der Smartphone-Programme, denn anfangs gab es auffallend viele kleine Apps.

Da wurde das iPhone zum Lichtschwert, wurde virtuell Bier ausgetrunken oder die Wasserwaage ersetzt. Es überwogen Apps mit wenigen Funktionen, die nur einen Bruchteil etablierter Smartphone-Programme kosteten. Doch dabei sollte es nicht bleiben, nach einiger Zeit kamen auch Apps mit größerem Funktionsumfang. Die Entwicklungen wurden aufwendiger und vor allem die Spieleszene schaffte mitunter beeindruckende Werke für unterwegs.

Apple brachte mit dem iPhone auch den klassischen Spielehandheld-Markt in Bedrängnis, wenngleich Nintendo, der erfolgreichste Anbieter von Spielehandhelds, lange den Smartphones Widerstand leistete. Mario hüpfte erst Ende 2016 auf dem Smartphone herum.

Heute entscheidet die App-Auswahl über den Erfolg einer Plattform

Heutzutage steht und fällt der Erfolg eines Smartphone-Betriebssystems mit der App-Auswahl. Das mussten Hersteller wie Palm respektive später HP, RIM, aber auch Microsoft erfahren. Obwohl die Smartphones der Hersteller zu ihrer damaligen Zeit durchaus wettbewerbsfähig waren, konnten sie sich im Markt nur schwer durchsetzen. WebOS und Blackberry OS gibt es nicht mehr auf aktuellen Smartphones.

Wie es mit Windows 10 Mobile weitergeht, ist derzeit ungewiss. Microsoft selbst hat das letzte neue Windows-10-Mobile-Smartphone vor anderthalb Jahren auf den Markt gebracht. Der Marktanteil von Microsofts Smartphone-Betriebssystem ist so gering, dass er keinen nennenswerten Einfluss auf das Marktgeschehen hat.

 Es braucht wenig für eine RevolutionWettbewerb unter Druck und ein erfolgreicher Konkurrent 

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lottikarotti 03. Jul 2017

Ich habe das 6S in Spacegrau, nutze es aber ausschließlich mit einer Ledertasche...

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ArcherV 02. Jul 2017

Schöner Rest-Sonntag noch!

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Sergeij2000 02. Jul 2017

Äh - nein. Andrew Hsus Multitouch-Patente stammen aus dem Jahr 2001 (zumindest sind in...

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jeudi 01. Jul 2017

Liebe(r) techster, vielen Dank für diesen ausgewogenen Beitrag. Ihr Beitrag trifft den...

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rumme 01. Jul 2017

Zitat: "... Vom iPhone-Hersteller wird zum zehnten Jubiläum viel erwartet. Im Herbst 2017...

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