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1 Terabyte: Starlink führt Drosselung für Vielnutzer ein

Wer mehr als 1 Terabyte Daten pro Monat verbraucht, wird von Starlink gedrosselt. Wie stark die Datenübertragungsrate reduziert wird, ist unklar.
/ Achim Sawall
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Die Starlink-Belegschaft feiert am 14. Oktober 2022 die Auslieferung von 1 Million Nutzerterminals. (Bild: Starlink)
Die Starlink-Belegschaft feiert am 14. Oktober 2022 die Auslieferung von 1 Million Nutzerterminals. Bild: Starlink

Der Satellitennetzwerkbetreiber Starlink hat eine neue Fair Use Policy veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster) . Demnach wird die Datenrate von Endkunden, die im Monat mehr als 1 Terabyte (TB) verbrauchen, künftig gedrosselt. Angaben zur genauen Datenübertragungsrate im Falle der Drosselung werden nicht gemacht.

Privatkunden bekommen im monatlichen Abrechnungszeitraum sogenannte Priority-Access-Daten, die sie von 7 Uhr bis 23 Uhr verwenden können. Wer die Obergrenze von 1 TB überschreitet, was laut Starlink derzeit weniger als 10 Prozent der Nutzer tun, wird für den Rest des Abrechnungszeitraums gedrosselt.

In der Drosselung wird nur noch ein Basiszugriff für "Daten mit geringer Priorität bei starker Netzwerkbelastung" gewährt. Wer zusätzlich Priority-Access-Daten kaufen möchten, erhält diese zum Preis von 0,25 US-Dollar pro GByte. Daten, die zwischen 23 und 7 Uhr verwendet werden, werden jedoch nicht auf den Priority-Access angerechnet. Dieses Konzept der Datenanrechnung nutzen auch andere Anbieter von Satelliteninternet.

Laut Messungen von OpenVault Broadband Insights (OVBI)(öffnet im neuen Fenster) für das erste Quartal 2022 nimmt die Zahl der Superpower-User zu, die mehr als 2 Terabyte Daten pro Monat verbrauchen. Die Superpower-Kategorie verzeichnete im Jahresvergleich ein Wachstum von 31 Prozent. Die Zahl der Power-User - die 1 TB oder mehr verbrauchen - wuchs in diesem Zeitraum um 18 Prozent.

Die durchschnittliche Nutzung lag in zwei Quartalen in Folge bei mehr als einem halben TB. Der monatliche Verbrauch im ersten Quartal betrug 513,8 GByte, eine Steigerung von 11,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit 461,7 GByte.

Starlink: Satellitennetzwerk hat begrenzte Kapazität

Die mittlere Download-Geschwindigkeit für Starlink-Nutzer in den USA erreichte mit zunehmender Nutzerzahl im zweiten Quartal nur noch 62,53 MBit/s, ein deutlicher Rückgang gegenüber 90,55 MBit/s im ersten Quartal. Das ging aus einem Speedtest von Ookla hervor , der auf Daten von Speedtest.net basiert. Auch die Upload-Datenrate lag nur noch bei 7,24 MBit/s, verglichen mit 9,33 MBit/s im Vorquartal.

Die Kapazität des Satellitennetzwerks ist begrenzt: Selbst mit sehr optimistischen Annahmen lassen sich laut einer Studie über das Starlink-Netz maximal 1,3 Millionen 100 MBit/s-Anschlüsse oder 130.000 1-GBit/s-Anschlüsse in Deutschland realisieren. Die Upstream-Bitraten entsprechen dabei maximal 30 bis 40 Prozent der Downstream-Bitraten.


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