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1-Milliarde-Euro Förderung: Baubeginn für Infineon-Power-Chips-Fab in Dresden

Es geht los mit dem Bau der neuen Infineon -Fabrik in Dresden. Die hohe Förderung ist umstritten.
/ Achim Sawall
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Wie funktioniert so ein Spaten?  (von links nach rechts): Ministerpräsident Michael Kretschmer, Ursula von der Leyen, EU- Kommissionspräsidentin, Jochen Hanebeck, Vorstandsvorsitzender von Infineon, Bundeskanzler Olaf Scholz und Dirk Hilbert Oberbürgermei (Bild: Infineon)
Wie funktioniert so ein Spaten? (von links nach rechts): Ministerpräsident Michael Kretschmer, Ursula von der Leyen, EU- Kommissionspräsidentin, Jochen Hanebeck, Vorstandsvorsitzender von Infineon, Bundeskanzler Olaf Scholz und Dirk Hilbert Oberbürgermei Bild: Infineon

Infineon hat den ersten Spatenstich für seine Power-Chip-Fab in Dresden für 300-Millimeter-Wafer gesetzt. Die neue Fertigung für Leistungselektronik wird laut Infineon eng mit dem Standort in Villach als One Virtual Fab verbunden sein, gab das Unternehmen am 2. Mai 2023 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Infineon erwartet eine staatliche Förderung des Neubaus in Höhe von etwa einer Milliarde Euro.

Bitkom-Präsident Achim Berg sagte(öffnet im neuen Fenster) : "Bei sämtlichen Projekten und Initiativen ist es deshalb essenziell, staatliche Beihilfen schnell freizugeben, bürokratische Hindernisse abzubauen und beim Aufbau des Halbleiter-Ökosystems zu unterstützen. Nur so lassen sich große und auch kleinere Projekte zügig realisieren."

Die Leiter des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) hatten mehrfach Subventionen für die Großprojekte kritisiert. "Die öffentliche Förderung der neuen Infineon-Fabrik in Dresden wird eine Million Euro pro Arbeitsplatz betragen, das ist zu viel. Warum sollte man so profitablen Unternehmen noch Geld geben? Es dürfen keine Geschenke verteilt werden" , sagte der Leiter des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) Reint Gropp.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, Bundeskanzler Olaf Scholz, Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert starteten gemeinsam mit dem Infineon-Vorstandsvorsitzenden Jochen Hanebeck symbolisch die Bauarbeiten. Scholz erklärte: "Wir brauchen Halbleiter, sehr viele Halbleiter, Halbleiter und nochmals Halbleiter." Infineon und Dresden, das sei eine "ganz besondere Erfolgsgeschichte" , erklärte Scholz. Sachsen sei das wichtigste Beispiel für Reindustrialisierung, jeder dritte in Europa produzierte Chip werde dort hergestellt. "Die Investition von Infineon stärkt Europa, Deutschland" , sagte Kretschmer, "Europa ist zurück im Wettbewerb um die Zukunft."


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