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1 bis 4 MBit/s: Bürgerinitiative bringt Deutsche Glasfaser zum Ausbau

Einige Dörfer in Niedersachsen machen es ähnlich wie früher Google Fiberhoods . Sie schließen sich zusammen, um eine bessere Versorgung durchzusetzen: Von 1 MBit/s auf 1 GBit/s, mit der Deutschen Glasfaser .
/ Achim Sawall
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Der Pflug legt los. (Bild: Deutsche Glasfaser)
Der Pflug legt los. Bild: Deutsche Glasfaser

In Kransmoor und Langenfelde im Landkreis Cuxhaven gelang es einer Bürgerinitiative(öffnet im neuen Fenster) trotz dünner Besiedlung, die Deutsche Glasfaser zum Ausbau zu bewegen. Wie das Unternehmen am 20. September 2019 bekanntgab(öffnet im neuen Fenster) , begann der Ausbau im Außenbereich von Beverstedt. Für die Verlegung der Leerrohre in den Ortschaften Langenfelde, Hollen und Kransmoor kommt ein spezieller Glasfaserpflug zum Einsatz.

In den Dörfern gibt es nur einige Hundert weit auseinanderliegende Haushalte. Die Anschlüsse in Kransmoor und Langenfelde boten lediglich eine Datenrate zwischen 1 und 4 Mbit/s. "Wir setzen auf die Dorfgemeinschaft. Damit wir den Anschluss nicht verlieren und es Kransmoor und Langenfelde auch in 50 Jahren noch gibt" , erklärten Mitglieder der Bürgerinitiative in der Lokalpresse Nord24(öffnet im neuen Fenster) .

"Hier musste eine gegenüber unseren üblichen Vertragsquoten wesentlich erhöhte Vorvermarktungsquote erreicht werden. Dieses haben die Bürger durch starke Eigeninitiative und Gemeinschaftsbewusstsein geschafft. Weiterhin wurden wichtige Koordinationsleistungen für Genehmigung und Lagerflächen vorab auf den Weg gebracht" , sagte Unternehmenssprecher Christof Sommerberg Golem.de auf Anfrage. Baulich hätten die Bürger in diesem Fall nichts beitragen müssen, weil sich das hier nicht anbot.

In Beverstedt im Landkreis Cuxhaven hat Deutsche Glasfaser bereits insgesamt rund 3.700 Glasfaseranschlüsse privatwirtschaftlich ausgebaut – jetzt kommen weitere 600 Anschlüsse hinzu. Für den lokalen Anbieter EWE war ein Ausbau nicht wirtschaftlich, hat Golem.de erfahren.

Statt Glasfaser überall zu verlegen, wurden bei Google Fiber früher nur solche Stadtviertel zu Fiberhoods ausgebaut, in denen sich genügend Menschen voranmeldeten. Dazu gab es regelrechte Bürgerbewegungen zur Mobilisierung.


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