Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

1.900 Watt Leistungsaufnahme: Intels Xeon W9 stellt neuen Rekord auf

Bei einem professionellen Übertaktungsversuch haben Asus und Elmor neue Rekorde aufgestellt. Sowohl die Performance als auch die Leistungsaufnahme sind extrem.
/ Martin Böckmann
25 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)
Bei knapp -92°C wurden rund 1.900 Watt an elektrischer Leistung benötigt. (Bild: Elmorlabs)
Bei knapp -92°C wurden rund 1.900 Watt an elektrischer Leistung benötigt. Bild: Elmorlabs

Denn die Leistungsaufname im Cinebench R23 betrug 1.881 Watt bei Last auf allen Kernen. Damit konnte mit 132.220 Punkten der aktuelle Rekord(öffnet im neuen Fenster) von 132.484 Punkten immerhin annähernd erreicht werden. Offenbar hatte der griechische Overclocker OGS einfach etwas mehr Glück, denn die verwendete Hardware war weitgehend baugleich.

Der Prozessor wurde für den Rekordversuch auf -95° C heruntergekühlt(öffnet im neuen Fenster), was weit entfernt von den theoretisch möglichen -196° C von flüssigem Stickstoff ist. Allerdings funktionieren nicht alle Prozessoren bei so niedrigen Temperaturen. Viele Prozessoren haben entweder einen sogenannten Cold Bug oder einen Cold Boot Bug. Dabei handelt es sich um die Temperatur, ab der die CPU aufhört zu funktionieren oder sich das System nicht mehr starten lässt.

Der Wettbewerb zeigt die physikalischen Grenzen

Außerdem erwärmt sich der Prozessor bei der enormen Leistungsaufnahme selbstverständlich stark, was ebenfalls Probleme mit sich bringt. Durch den starken Temperaturunterschied zwischen Prozessor und Kühler ist die mechanische Belastung der Komponenten hoch. So kann sich die Wärmeleitpaste von den Komponenten ablösen, was die Kühlleistung stark reduziert und sich nur durch erneutes Auftragen beheben lässt.

Praxisrelevant sind solche Versuche meistens nicht. Sie zeigen lediglich die Möglichkeiten aktueller Hardware und die physikalischen Grenzen auf und dienen ansonsten vor allem dem Wettbewerb der Hersteller, die durch Rekorde wie diesen ihre Produkte bewerben können. Eine dauerhafte Leistungsaufnahme von mehr als 400 Watt ist für handelsübliche Kühllösungen kaum zu bewältigen, zudem ist die Effizienz bei übertakteten Komponenten eher schlecht.


Relevante Themen