1,2 TBit/s: NTT meldet Rekord im Glasfasernetz
Der japanische Netzbetreiber NTT hat eigenen Angaben zufolge eine Datenübertragung von 1,2 TBit/s pro Wellenlänge in einem optischen System erreicht. Das gab NTT am 5. September 2022 bekannt(öffnet im neuen Fenster) .
Der Betreiber entwickelte dafür integrierte Schaltungen (DSP-ASICs) und ein optisches Gerät, das diese Kapazität erreicht. "Durch die Verwendung des proprietär entwickelten Geräts haben wir die optische Signalmodulationsgeschwindigkeit auf die weltweit höchsten 140 Gigabaud erhöht und 1,2 TBit/s pro Wellenlänge erreicht, was 1,5-mal schneller ist als zuvor" , erklärte NTT.
Dabei sei der Stromverbrauch pro Bit zugleich auf 10 Prozent des bisherigen Bedarfs reduziert worden. Die Verbesserungen der Leistung und des Stromverbrauchs optischer Übertragungssysteme sollten "zu einem All-Photonics-Netzwerk hinführen" , erklärte NTT.
NTT hat eigene Entwicklungslabors
Der größte Netzbetreiber Japans, der viele eigene Entwicklungslabors betreibt, gibt nicht viele Details über die Weiterentwicklung heraus. Man nutze "ein digitales kohärentes Detektionsschema, bei dem die Polarisation, Amplitude und Phase des Lichts als digitale Daten erfasst werden" , hieß es.
Gegenwärtig werden in Systemen 100 GBit/s pro Wellenlänge erreicht. Der bisherige Rekord lag bei 800 GBit/s.
NTT steht für Nippon Telegraph and Telephone, einer der weltweit größten Tier-1-Carrier mit rund 30 Prozent des globalen Datenverkehrs, die über den eigenen Backbone laufen. Auch als Rechenzentrumsbetreiber ist NTT laut Gartner einer der führenden Anbieter weltweit und in Deutschland. Dimension Data aus Südafrika wurde im Jahr 2010 zu 100 Prozent für 3,2 Milliarden US-Dollar gekauft und integriert.
Der japanische Konzern ist auch für seinen Mobilfunkbereich NTT DoCoMo bekannt. NTT DoCoMo ist gemessen an der Kundenzahl der größte Netzbetreiber des Landes. Konkurrenten sind KDDI, SoftBank Corp und Rakuten Mobile. Zuletzt meldete NTT DoCoMo im August 2022(öffnet im neuen Fenster) eine Anzahl von 13,8 Millionen 5G-Abonnenten. Die gesamte Nutzerbasis wuchs um 2,8 Prozent auf 85,2 Millionen.
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