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1&1 Mobilfunk: Ohne 1&1 würden die Netze nicht richtig ausgebaut

MWC 2026
Das Netz von 1&1 ist im Vergleich zur Konkurrenz unbedeutend. Doch man sieht sich selbst als wichtig an.
/ Achim Sawall
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1&1 Mobilfunk-Chef Michael Martin am 1. März 2026 in Barcelona. (Bild: Achim Sawall/Golem.de)
1&1 Mobilfunk-Chef Michael Martin am 1. März 2026 in Barcelona. Bild: Achim Sawall/Golem.de

1&1 hat nur einige tausend eigene Mobilfunkantennen und ist abhängig vom Roaming durch Vodafone. 1&1 Mobilfunk-Chef Michael Martin meint dennoch, dass sein Unternehmen den Netzausbau der Konkurrenten unter Druck setze. "Unser Eintritt hatte einen direkten Einfluss darauf, wie sich die Qualität in den anderen Netzen entwickelt hat. Weil nur dann, wenn es Infrastrukturwettbewerb gibt, strengen sich die anderen auch wieder an" , sagte Martin am 1. März 2026 am Rande des MWC in Barcelona. "Und die haben sich eben über die Jahre nicht angestrengt."

Irgendwas an 1&1 muss wichtig sein

Vor dem angekündigten Markteintritt von 1&1 im Jahr 2019 sei demnach der Netzausbau von Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica vernachlässigt worden. "Klar, wir sind noch immer der Letzte in Deutschland, das ist der Makel. Aber man sieht, es ist deutlich besser als das, was manche Kollegen in den letzten Jahren abgeliefert haben" , betonte Martin. "Unser Eintritt, der hier beschlossen wurde, hat einen direkten Einfluss gehabt, wie sich die Qualität in den anderen Netzen entwickelt hat."

Der vierte Betreiber müsse nicht kommen, um gleich Nummer eins zu sein, aber er sei hier, um die Qualität in den Mobilfunknetzen in Deutschland für alle weiterzubringen, behauptete er.

Das spanische Nachrichtenportal El Español und die Wirtschaftszeitung Cinco Días hatten am 27. Februar 2026 berichtet, das die Telefónica Group sich in fortgeschrittenen Verhandlungen mit 1&1-Gründer Ralph Dommermuth befinden, um den Konkurrenten zu kaufen. Laut El Burgado und Negocios TV wird über eine Bewertung zwischen 4,5 und 5 Milliarden Euro geredet. Das Wertvollste an 1&1 dürften die Frequenzen und die Vertragskunden sein.

Martin sagte in Barcelona, dass man auch in Spanien keine Marktgerüchte kommentieren werde.

Offenlegung: Die Reisekosten nach Barcelona und die Übernachtungen wurden von Huawei übernommen. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben seitens Dritter.


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