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1&1 Mobilfunk: Erste Antennen und Rechenzentren für viertes Mobilfunknetz

United Internet gibt in diesem Jahr für 1&1 Mobilfunk 10 Millionen Euro weniger als laut EBITDA-Prognose geplant aus. Wie viele Mobilfunkanlagen man schon hat, wird nicht gesagt.
/ Achim Sawall
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Bilder vom ersten Test: United Internet ist mit seinem Netz nicht sehr offen. (Bild: United Internet)
Bilder vom ersten Test: United Internet ist mit seinem Netz nicht sehr offen. Bild: United Internet

Bei der Bekanntgabe der Geschäftszahlen (PDF)(öffnet im neuen Fenster) von United Internet waren auch Angaben zum Ausbau des neuen Mobilfunknetzes von United Internet zu erhalten. "Die ersten Antennen und Rechenzentren in unserem 1&1 Open RAN stehen und der Ausbau wird nun sukzessive hochgefahren" , sagte die Sprecherin von 1&1 Mobilfunk, Lisa Pleiß, Golem.de auf Anfrage. "Aufgrund von Lieferengpässen bei einem unserer insgesamt drei Ausbaupartner werden wir das erste Zwischenziel von 1.000 Antennen nun voraussichtlich im Sommer 2023 erreichen."

Angaben zum Standort und der genauen Anzahl der ersten Mobilfunkantennen machte Pleiß jedoch nicht. Üblich ist in der Branche, zur Eröffnung solcher Anlagen die lokale und die Fachpresse einzuladen, was United Internet jedoch nicht macht.

Am 18. September 2022 gab 1&1 bekannt, das Ausbauziel von 1.000 Antennenstandorten für das eigene 5G-Mobilfunknetz bis Ende 2022 nicht erreichen zu können.

Ende dieses Jahres starte man jedoch "planmäßig mit 5G-Fixed-Wireless-Access - einem über Mobilfunk realisierten Breitbandanschluss. Im Sommer 2023 folgen dann die mobilen Dienste und das parallel von Telefónica zu entwickelnde National Roaming wird zugeschaltet" , betonte Pleiß. Gemeint sind mit "Fixed-Wireless-Access" jedoch einfach nur Router, mit denen ein heimisches WLAN aufgespannt werden kann.

Preise und Produktnamen nannte sie auf Nachfrage nicht. Bekannt ist: Ab Dezember 2022 will United Internet erste Breitbanddienste für zu Hause anbieten. Diese sollen eine Geschwindigkeit von bis zu 1 GBit/s liefern und werden mit 5G-Technik realisiert.

Die Ausgaben für das neue Netz sind denn auch noch gering: "Im Jahr 2022 rechnen wir insgesamt mit Investitionen in Höhe von rund 250 Millionen Euro in unser neues Mobilfunknetz. Diese fließen maßgeblich in Antennen, Rechner und Software" , sagte Pleiß. Laut Finanzbericht finden sich im EBITDA 2022 geringere Aufwendungen für den 1&1 Netzaufbau in Höhe von circa 60 Millionen Euro, zuvor erwartet wurden 70 Millionen Euro.

1&1 lässt sein ungewöhnliches Mobilfunknetz vom japanischen Open-RAN-Netzbetreiber Rakuten aufbauen. Rakuten ist Generalunternehmer und hat die Verantwortung für den kompletten Aufbau und die Planung. Fronthaul, Midhaul und Backhaul werden über die Schwestergesellschaft 1&1 Versatel realisiert.


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