1&1 Drillisch: Nationales Roaming ermöglicht vierten Mobilfunknetzbetreiber

1&1 Drillisch hatte auch mit Vodafone und der Deutschen Telekom verhandelt, aber Telefónica erhielt den Zuschlag.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
1&1 Drillisch und Telefónica schließen Vertrag.
1&1 Drillisch und Telefónica schließen Vertrag. (Bild: United Internet)

Der Ausbau eines vierten Mobilfunknetzes in Deutschland kann starten: 1&1 Drillisch hat ein Vertragsangebot seines Wettbewerbers Telefónica für ein nationales Roaming angenommen, teilte das Unternehmen mit. Bis Mai 2021 sollen noch letzte Vertragsdetails geklärt werden, verbindlich ist die Vereinbarung aber bereits.

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Dadurch bekommt Drillisch auch zukünftig Zugang zum O2-Netz. Die Zusammenarbeit ist die Voraussetzung, dass Drillisch sein eigenes Netz baut. Derzeit gibt es hierzulande Mobilfunknetze von der Deutschen Telekom, von Vodafone und von Telefónica (O2), in einiger Zeit wird Drillisch die Nummer 4 werden. Bevor Telefónica E-Plus im Jahr 2013 aufgekauft hatte, gab es in Deutschland schon einmal vier verschiedene Mobilfunknetze.

2019 hatte die Firma für rund 1,1 Milliarden Euro erstmals Frequenzspektrum ersteigert. Dieses wollte Drillisch aber erst für ein eigenes Netz nutzen, wenn seine Handykunden in der jahrelangen Bauphase abseits erster Standorte nicht im Funkloch sitzen, sondern über ein nationales Roaming versorgt sind, ähnlich wie bei internationalem Roaming im Ausland. Ohne diesen Zugang hätte die Firma im Rennen um die Kundengunst schlechte Karten.

Drillisch verhandelte lange

Der Neueinsteiger verhandelte lange mit allen drei bestehenden Mobilfunknetzbetreibern, der Deutschen Telekom, Vodafone und Telefónica. Handelseinig wurde er sich mit dem Münchner Unternehmen. Die Vereinbarung ist für beide Seiten positiv: Für Drillisch ermöglicht sie den Einstieg als Netzbetreiber, während Telefónica sein Netz besser auslasten kann und Mieteinnahmen bekommt.

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Die beiden Telekommunikationsunternehmen arbeiten schon seit langem zusammen, Drillisch nutzt als sogenannter virtueller Netzbetreiber vor allem Kapazitäten von Telefónica. Diese Vereinbarung von 2014 galt aber nur so lange, wie Drillisch kein eigenes Netz hat. Durch den neuen Vertrag läuft die Kooperation weiter. Der neue Vertrag hat eine Vertragslaufzeit von fünf Jahren und gilt rückwirkend ab dem 1. Juli 2020. Der Vertrag kann zwei Mal verlängert werden.

Allerdings geht es hierbei nur um 2G, 3G und 4G - der neue Mobilfunkstandard 5G ist in dem Deal nicht inbegriffen. Diesen will Drillisch seinen Kunden über den Aufbau eigener Antennen ermöglichen. Das Unternehmen mit Sitz im hessischen Maintal gehört zum Telekommunikationskonzern United Internet aus Montabaur in Rheinland-Pfalz. Über weitere Details des Vertrages haben Telefónica Deutschland und 1&1 Drillisch Stillschweigen vereinbart.

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