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007 First Light im Test: Dieser brave Bond hat die Lizenz zum Begeistern

Ein junger James Bond, etwas Hitman-DNA, Elemente aus Uncharted und starke Agenten-Action: First Light ist ein grandioses 007-Spiel geworden.
/ Peter Steinlechner
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Artwork von James Bond 007 - First Light (Bild: IO Interactive)
Artwork von James Bond 007 - First Light Bild: IO Interactive
Inhalt
  1. 007 First Light im Test: Dieser brave Bond hat die Lizenz zum Begeistern
  2. James Bond 007 First Light: Verfügbarkeit und Fazit

James Bond ist sauer. Endlich darf der junge MI6-Rekrut seinen ersten richtigen Außeneinsatz absolvieren – und dann soll er nur den Chauffeur für zwei andere Agenten spielen. Bond grummelt und fühlt sich sichtlich unterfordert.

Natürlich dauert es nicht lange, bis ich mit diesem übermotivierten Nachwuchsspion plötzlich doch im Mittelpunkt dramatischer Ereignisse stehe. Und genau dort beginnt 007 James Bond – First Light nach und nach immer spannender zu werden.

Das Entwicklerstudio IO Interactive(öffnet im neuen Fenster) erzählt keine klassische Bond-Geschichte mit geschniegelt-coolem Superagenten im Smoking, sondern die Vorgeschichte eines noch unerfahrenen 007. Dieser Bond muss sich seinen Ruf erst verdienen, und genau das macht die Story spannend.

Aus der anfangs fast schon leicht locker wirkenden Ausbildung entwickelt sich nach und nach ein großes Agentenabenteuer voller Verrat, Intrigen und typischer Bond-Bösewichte. Vor allem Bonds Ausbilder John Greenway gehört zu den stärksten Figuren des Spiels.

Schöne Grüße von Agent 47 (Hitman)

Spielerisch fühlt sich First Light zunächst erstaunlich stark nach Hitman an – was wenig überrascht, schließlich stammt das Spiel ebenfalls von IO Interactive. Ich belausche Gespräche, nutze Verkleidungen, lenke Gegner ab oder bluffe mich mit flotten Sprüchen an Wachen vorbei – was je nach Schwierigkeitsgrad fast immer klappt oder in einen Kampf mündet.

Mir ist das anfangs sogar zu viel Hitman, aber nach und nach ändert sich meine Wahrnehmung: Das verdeckte Ermitteln funktioniert auch als Bond-Spiel erstaunlich gut. Anders als Agent 47 wirkt Bond spontaner, chaotischer und manchmal herrlich improvisiert.

Was für ein außergewöhnlicher Agent Bond sein soll, zeigt das Spiel etwa auf einem Schwarzmarkt in Nordafrika. Innerhalb kürzester Zeit organisiert der Nachwuchsspion dort mal eben 100.000 US-Dollar.

Natürlich nicht durch ehrliche Arbeit, sondern mit einer Mischung aus Charme, Trickserei und ziemlich riskanten Aktionen. Genau solche Momente sorgen dafür, dass sich First Light oft wirklich wie ein interaktiver Bond-Film anfühlt.

Besonders gelungen ist die spielerische Abwechslung. Mal schleicht man lautlos durch feindliche Anlagen, dann folgt plötzlich eine wilde Verfolgungsjagd im Auto oder eine größere Prügelei. Kaum ein Abschnitt zieht sich lange, viele Passagen (etwa geschickt eingewobene Kletterpartien und die Handlung) erinnern an Uncharted.

Auch das Kampfsystem macht Spaß. Die Prügeleien erinnern an Batman Arkham Knight, allerdings mit näherer Kamera und deutlich direkterem Gefühl. Konter, harte Treffer und Finisher sehen gut aus und fühlen sich angenehm wuchtig an.

Die Kamera wird dabei gelegentlich etwas hektisch, wirklich störend ist das aber selten. Dazu kommen allerlei Gadgets aus dem Q-Labor – von der aufgerüsteten Armbanduhr bis zum Smartphone -, die Kämpfe und Schleichpassagen angenehm auflockern.


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