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0-Euro-Internet von Giga Fiber: Gründer erklärt langes Schweigen mit Betriebsferien

Der Chef des umstrittenen Anbieters von 0-Euro- Glasfaser in Deutschland hat sein Schweigen gebrochen. Giga Fiber war in den Ferien.
/ Achim Sawall
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Das kostenlose Glasfasernetz bleibt bislang ein Traum von Diebold. (Bild: Giga Fiber /Screenshot: Golem.de)
Das kostenlose Glasfasernetz bleibt bislang ein Traum von Diebold. Bild: Giga Fiber /Screenshot: Golem.de

Giga-Fiber-Gründer Lars Diebold hat im Gespräch mit Golem.de das lange Schweigen des Unternehmens zu Kundenanzahl und Netzausbau mit "Betriebsferien bis 15. Januar 2024 aufgrund der Hessenwoche" begründet.

Weiter machte Diebold keine Angaben dazu, wie viele Kunden es für das 0-Euro-Glasfaser-Internet bereits gibt, und auch nicht dazu, ob man irgendwo bereits selbst Netzausbau betrieben habe. "Über die Anzahl der realen Kunden werden wir erst nach Verifizierung der Anträge Auskunft erteilen" , erklärte er.

Ein neues Glasfasernetz soll es auch nur für Firmen geben. "Im B2B-Sektor verlegen wir nur eigene Netze, im B2C mieten wir von bestehenden Providern an" erklärte Diebold Golem.de. Vorgespräche gebe es bereits und die Ergebnisse würden gemeinsam mit den Partnern bekannt gegeben. Es gebe aber "großen Andrang in unserem Haus, der sukzessive verarbeitet werden muss" .

Keine Gespräche mit der Bahn

Giga Fiber ging vor rund drei Monaten an den Start, um 0-Euro-Internet per Glasfaser anzubieten. Kunden sollen nichts bezahlen, aber wiederkehrende Zahlungen über einen Dienstleistungspartner von Giga Fiber laufen lassen.

In seinen Werbevideos behauptet Giga Fiber: "Dafür erschaffen wir ein komplett neues Netz, verlegen es entlang der Gleise der Deutschen Bahn." Solche Aussagen stehen auch in Texten auf der Homepage des neuen Betreibers.

Doch dazu wurden offenbar noch nie Gespräche mit der Deutschen Bahn geführt. "Gespräche mit der Bahn sind nicht von uns kommuniziert und freigegeben" , räumte Diebold ein. Die Bahn hat Gespräche mit Giga Fiber nicht bestätigt.


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