Gerücht: Neuer Grafikchip für Dreamcast?
Die Redakteure der Konsolen-Website Total Video Games(öffnet im neuen Fenster) wollen in Erfahrung gebracht haben, dass NEC und PowerVR Technology, ehemals Videologic, an einem neuen Grafikchip für Segas Dreamcast-Konsole werkeln, der zum alten kompatibel ist. Dieser soll wesentlich schneller sein als der momentan in Segas Konsole zu findende PowerVR CLX1 (PowerVR2) und den Hitachi SH4-Prozessor der Dreamcast entlasten. Obwohl Dreamcast in der 3D-Grafikqualität die Konkurrenz aus Nintendo64 und Playstation um Längen schlägt, scheint Sega sich einige Gedanken darüber zu machen, wie man Sonys nächster Konsolengeneration, der Playstation 2 , etwas entgegensetzen kann.
Laut Total Video Games soll der neue Grafikchip mehr Leistung bieten als NVidias leistungsfähiger PC-Grafikprozessor GeForce256, der in den schnellsten für PC erhältlichen Grafikkarten zu finden ist und die für 3D-Grafik nötigen Berechnungen selbst ausführt. Grafikkarten mit GeForce256 kosten übrigens mehr als eine Dreamcast-Konsole...
Falls Sega wirklich plant, die technisch derzeit leistungsfähigste Konsole aufzurüsten, so stellt sich die Frage, wie das geschehen soll. Wird der Grafikprozessor als Erweiterungsmodul nachzurüsten sein oder wird es eine neue Dreamcast-Konsole mit mehr Leistung geben? Letzterem spricht entgegen, dass Sega bereits im Vorfeld der Tokio Game Show im September erklärte, dass es keinen Dreamcast-Nachfolger geben wird. Wie sich Sega(öffnet im neuen Fenster) auch entscheiden mag, einen Fehler darf sich das Unternehmen nicht leisten, denn Sonys Playstation 2 gewinnt immer mehr an Interesse und hält potentielle Dreamcast-Käufer zurück, obwohl die Markteinführung noch mind. ein Jahr entfernt liegt.