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Viren-Falschmeldungen häufen sich

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Zum Jahresende sehen sich viele Internet-Nutzer mit Warnungen vor angeblich gefährlichen E-Mail-Viren konfrontiert - ein Großteil davon sind jedoch Falschmeldungen, die nur ein Ziel haben: Die sowieso schon durch das Jahr-2000-Problem verängstigten und unerfahrenen Computer-Nutzer zu verunsichern.

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Der Ursprung derartiger Meldungen ist meist unbekannt, verbreitet werden sie durch wohlgesonnene Personen, die meist auf die Falschmeldungen hereinfallen. Die Inhalte ähneln sich: So wird vor dem Öffnen von E-Mails mit bestimmten Betreff-Zeilen gewarnt und die Infizierung oder gar Zerstörung des Rechners in Aussicht gestellt. Ängstliche Anwender, die darauf hin nicht selten in Panik sämtlichen E-Mail-Verkehr einstellen, werden unwissentlich zu Mithelfern und verbreiten die Falschmeldungen an ihren gesamten Freundes-, Bekannten-und Kollegenkreis, um diese zu warnen. Dies ist die eigentliche Virus-Wirkung solcher Meldungen - sie verbreiten sich rasend schnell.

Der einzige Weg, Falschmeldungen von echten Gefahren zu unterscheiden sind unabhängige Stellen, die sich der Computer-Virenforschung verschrieben haben und parallel dazu über die Hoaxes, wie die Scherzmeldungen im Englischen genannt werden, aufklären.

Die Technische Universität Berlin betreibt in Zusammenarbeit mit Herstellern von Anti-Viren-Software seit 1998 eine Aufklärungs-Kampagnie für den deutschsprachigen Raum, die Informationen über falsche und echte Virenmeldungen bereit stellt.

Die Hoaxes sind durch ihre Verbreitung und Vermehrung inzwischen selbst zu einer "Virenplage" geworden. Sie richten in Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen große wirtschaftliche Schäden an und halten Computer-Nutzer von ihrer Arbeit ab bzw. sorgen in den EDV-Abteilungen für unnötigen Erklärungsaufwand.

Die Seiten der TU-Berlin finden sich im Internet unter http://www.tu-berlin.de/www/software/hoax.html .



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