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E-Commerce: Der Euphorie folgt Ernüchterung

/ Jens Ihlenfeld
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Der E-Commerce-Markt wächst dynamisch und stellt das Multimedia-Business völlig auf den Kopf – doch die Realität sieht anders aus, wie eine aktuelle Analyse der Beratungssozietät columnum(öffnet im neuen Fenster) , in Zusammenarbeit mit der Zeitung Horizont(öffnet im neuen Fenster) zeigt: Defizite seitens der Dienstleister und mangelhafte Praxisorientierung der gebotenen Lösungen werden angeprangert.

"Vorwiegend mittelständische Unternehmen fühlen sich in Sachen E-Commerce allein gelassen und kritisieren Unternehmensberater und Dienstleister. Denn prüft man die Angebote der unterschiedlichen Anbieter, tun sich deutliche Lücken auf" , erläutert columnum E-Commerce-Spezialist Andreas Weber. "Viel wird versprochen, wenig gehalten" , so der Vorwurf.

Weber fasst zusammen:

  • Consulting-Firmen bieten Managementberatungen, Prozess- und Organisationsanalysen und sprechen Empfehlungen aus. Es gibt aber dort noch keine integrierten Konzepte, die Analyse und Umsetzung in einer Hand vereinen
  • IT-Firmen wollen ihre Kunden technisch mit dem neuesten Equipment ausrüsten, verstehen aber die unternehmerischen Zielsetzungen und die erforderlichen (Marken-) Kommunikationsprozesse sowie den Vertrieb nicht
  • Internet-Service-Provider und Systemhäuser beschränken sich zumeist auf die Implementierung von Technikbausteinen, wie Anpassungen von Standardsoftware et cetera, ohne etwas von Betriebswirtschaft, Marketing, Vertrieb oder Werbung zu verstehen.
  • Multimedia- oder Werbeagenturen haben zumeist selbst kein ausreichendes IT-Know-how und versagen bei der Einführung neuer Systeme, da sie zum Beispiel von Change-Management nichts verstehen.

Webers Fazit: Viele realisierte Lösungen und Ansätze greifen in den Unternehmen nicht, hohe Investitionen werden vergeudet.

Die Ergebnisse der Umfrage finden sich in der Horizont-Ausgabe 50-99 vom 16. Dezember.


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